
Kriftel/Hattersheim. Das Auftaktspiel gegen Waldgirmes gewonnen und auch die Pokal-Viertelfinal-Hürde Kriftel am Dienstagabend mit 5:1 locker übersprungen: Für den FC Eddersheim war es ein ordentlicher Beginn des Fußballjahres 2026. Wenn da nicht die Verletzungen zweier wichtiger Offensivspieler wären.
Zum einen Cem Kara: Der Regisseur hatte sich gegen Waldgirmes rund 20 Minuten vor dem Ende ohne Fremdeinwirkung eines Gegners schwer verletzt und musste mit Verdacht auf Achillessehnenriss ausgewechselt werden. Dieser Verdacht hat sich mittlerweile bestätigt, wie FCE-Trainer Carsten Weber auf Nachfrage bekanntgibt. Kara wurde am Dienstag operiert und fällt den Rest der Saison definitiv aus.
Beim 5:1 in Kriftel, als der FCE mit durchrotierter Mannschaft nach frühem Rückstand die Partie drehte und zahlreiche Hochkaräter vergab, erwischte es nun den nächsten FCE-Akteur. Außenspieler Angel Arthee zog sich eine Verletzung am linken Oberschenkel zu. Auch wenn das MRT noch Aufschluss geben muss, dürfte es sich um einen Faserriss handeln - Ausfallzeit "mindestens vier Wochen", kalkuliert Weber.
Und so werden die Offensiv-Optionen zunehmend dünner, zumal Rechtsverteidiger Noah Schmitt nach einem Platzverweis im Testspiel am kommenden Wochenende in Hanau noch gesperrt sein wird und Demyan Imek womöglich erneut rechts hinten gebraucht wird, wo er gegen Waldgirmes bereits aushalf und eine starke Leistung zeigte.
Gut möglich also, dass Youngster Niklas Voit wieder von Beginn an aufläuft. Über die Gruppenliga-Mannschaft und eine starke Vorbereitung hat sich Voit auf Hessenliga-Niveau etabliert. "Er hat eine herausragende Vorbereitung gespielt, eine richtig gute Vorbereitung gespielt, ist erwachsener geworden und nun auch immer mehr bereit, defensiv zu arbeiten", sagt Weber. Ferner könnten auch Winter-Neuzugang Nils Fischer oder Laurin Vogt Startelfoptionen in vorderer Front werden. "Viel mehr Verletzte sollten es aber nicht mehr werden", hofft Weber.