2025-04-02T15:12:16.030Z 1743785452916

Spielbericht
Aktivposten mit kühlem Köpchen: Emmerings Kapitän (grün) Simon Wimmer glänzte nicht nur mit zwei Elfmetertoren.
Aktivposten mit kühlem Köpchen: Emmerings Kapitän (grün) Simon Wimmer glänzte nicht nur mit zwei Elfmetertoren. – Foto: Stefan Rossmann

Trotz „Gurkentor“: Der TSV Emmering gewinnt das Derby gegen Ostermünchen

Kreisliga Inn/Salzach 1

In der Kreisliga Inn/Salzach kürte sich der TSV Emmering zum Derbysieger. Knapp 400 Zuschauer sehen Emmerings 3:2-Erfolg über Ostermünchen.

„Elvis, Elvis, Elvis“-Sprechchöre begleiteten die Emmeringer Jubeltraube und ihren Coach nach dem Schlusspfiff. Und natürlich: „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey.“ Die Anspannung von 90 umkämpften Minuten musste raus beim TSV Emmering, bei Spielern und knapp 400 Zuschauern. Es war schließlich kein „normales“ Kreisligaduell gegen den SV Ostermünchen gewesen. Was den Gastgebern in der Auftaktphase anzusehen war.

Nervosität hemmte die Emmeringer Aktionen, dann wurde es ein offener Schlagabtausch, bei dem Schiri Damian Gruber neunmal Gelb zückte. Ein Foul an Michael Niedermaier im Strafraum ließ er ungeahndet (12.). Als Emmering seine Linie gefunden zu haben schien, fand der Ball den Weg vorbei am unglücklich agierenden Keeper Andi Kleinguetl in Emmerings Kasten (20.).

Elfmeterszenen sorgen für Diskussionen

„Was für ein Gurkentor“, kommentierte Daniel Kelsch, Trainer der Emmeringer Zweiten. Grund zum Klagen hatten aber auch die Ostermünchener. Ein Foul am Emmeringer Marinus Riedl brachte einen Strafstoß, zu dem Simon Wimmer, mit Michael Niedermaier bester Mann auf dem Platz, antrat. SVO-Keeper Stefan Strauß parierte, hatte aber gegen den Nachschuss keine Chance – 1:1 (27.).

Die Gastgeber waren nun am Drücker, hatten Pech, dass Michael Niedermaier knapp verzog (29.). Kurz danach steuerte er bei einem Bilderbuchkonter aufs SVO-Tor zu und wurde von den Beinen geholt: Elfmeter Nummer zwei. Coach Elvis Nurikic konnte sich die Ausführung nicht anschauen, drehte sich weg. Umso größer dann sein Jubel, als Wimmer diesmal souverän verwandelt hatte: 2:1 (40.).

Ostermünchen schafft Comeback nicht

Emmering hatte offenbar nicht gänzlich realisiert, dass die zweite Halbzeit bereits wieder lief, als man Markus Hartl zum Schuss kommen ließ – 2:2 (48.). Und hätte Kleinguetl nicht einen Freistoß von Niclas Kainz glänzend pariert (55.), Ostermünchen wäre wohl als Sieger vom Platz gegangen. Die Nicklichkeiten nahmen nun zu. Was nicht besser wurde, als Max Gressierer, völlig freistehend einen Freistoß zum Emmeringer 3:2 einköpfte (65.).

Die Schlussphase war dann eines Derbys würdig, mit Chancen auf beiden Seiten, mit Kampf um jeden Zentimeter, um jeden Ball. Als Jonas Hintermayer eine Zehn-Minuten-Strafe kassierte (85.), war der Weg frei, für den letztlich nicht unverdienten Emmeringer Derbysieg.

Emmering: Kleinguetl, J. + Chr. Niedermaier, Gressierer, G. Hanslmayer, Wimmer, Oeckl, M. Niedermaier, Breu, Riedl, Chr. Kirchlechner – Schuetze, Brandl, Voglsinger, Beil, A. Kirchlechner.

Aufrufe: 09.9.2024, 09:04 Uhr
Wolfgang HerfortAutor