2026-01-14T07:55:46.445Z

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Vom Oberliga-Shootingstar zum Bundesliga-Torschützen: Ayoube Amaimouni-Echghouyab hat's geschafft!
Vom Oberliga-Shootingstar zum Bundesliga-Torschützen: Ayoube Amaimouni-Echghouyab hat's geschafft! – Foto: Julian Zörner

Traum-Debüt in der Bundesliga für "Jupp" – Erkenschwick verdient mit

Es sind Geschichten, die nur der Fußball schreiben kann.

Der märchenhafte Aufstieg von Ayoube Amaimouni-Echghouyab geht weiter. Der 21-jährige Wirbelwind, der vor zwei Jahren mit der SpVgg Erkenschwick noch in der Oberliga Westfalen spielte, war Anfang des Jahres von Champions League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt verpflichtet worden, der ihn für 200.000 Euro von Drittligist TSG Hoffenheim II loseiste.

Bereits beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund (3:3) stand der gebürtige Katalane im Spieltagskader, saß aber über die gesamten 90 Minuten auf der Bank. In der "Englischen Woche" im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart war es aber endlich soweit: "Jupp" feierte sein Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse – und was für eins!

In der 77. Minute nahm Eintracht-Coach Dino Toppmöller seinen Rechtsaußen Ritsu Doan vom Platz und brachte positionsgetreu den Neuzugang aus Hoffenheim, dessen Karriere einst in Dortmund beim TuS Eving-Lindenhorst begann. Und nur drei Minuten später meldete sich Amaimouni-Echghouyab in der Bundesliga an: Mahmoud Dahoud setzte den Flügelspieler in Szene, der ließ daraufhin seine Dribbelstärke aufblitzen, wackelte Nationalspieler Maximilian Mittelstädt aus, schloss ab, tunnelte Ramon Hendriks und traf platziert ins linke Eck zum 2:2-Ausgleich für die Eintracht. Sein erstes Tor im SGE-Dress nach nur drei Minuten Bundesliga!

Für Ayoube Amaimouni-Echghouyab persönlich dürfte der Abend in der MHP-Arena unvergesslich sein, für seine Mannschaft endete der Hinrunden-Ausklang aber frustrierend. Denn dem VfB Stuttgart gelang in der 87. Minute durch den ebenfalls eingewechselten Nikolas Nartey der Siegtreffer zum 3:2. "Es war kein überragender Abend, weil wir verloren haben", sagte "Jupp" nach Abpfiff bei "Sky". "Natürlich ist es schön, dass ich mein Debüt gegeben habe und ein Tor geschossen habe, aber wir arbeiten weiter daran und hoffen, dass wir gegen Bremen den Sieg holen. Das war sehr bitter heute." Das Gefühl nach dem Tor sei überragend gewesen.

Vierstellige Summe für Erkenschwick

Frankfurts Coach Dino Toppmöller lobte seinen Joker auf der Pressekonferenz: "Jupp hat sich bei uns in den ersten Tagen direkt sehr selbstbewusst gezeigt, was sein Auftreten auf dem Platz betrifft. Außerhalb ist er sehr zurückhaltend und schüchtern. Er hat eine ganz besondere Fähigkeit im Eins gegen Eins, das ist eine sehr große Stärke von ihm. Er versucht den Gegner immer wieder sofort nach hinten zu zwingen. Vor allem, wenn hinten heraus noch ein Tor brauchst, gibt er dem Spiel diese Komponente, dass er den Ball in Mitte flanken kann oder dass er selber in die Mitte geht und schießt. Er hat einen überragend guten linken Fuß. Von daher hatten wir das Gefühl, dass uns so ein Top-Eins-gegen-Eins-Spieler auf dem rechten Flügel gut tun wird."

Freuen dürfte das Bundesliga-Debüt und der Treffer auch seinen Ex-Club SpVgg Erkenschwick, der damit eine Ausbildungsentschädigung von 6.750 Euro erhalten wird. In DFB-Statuten dazu heißt es: "Wenn ein Bundesligaverein einen jungen Spieler unter 23 Jahren unter Vertrag nimmt, der dadurch erstmals Lizenz- oder Vertragsspieler wird, und ihn in einem Meisterschaftsspiel der Lizenzligen einsetzt, erhalten seine ausbildenden Vereine unterhalb der Lizenzligen einen finanziellen Zuschuss. Ausbildende Vereine sind in dem Fall alle Vereine, die ihn ab der Spielzeit, in der er sein sechstes Lebensjahr vollendet hat, bis zur Spielzeit, in der er sein 21. Lebensjahr vollendet hat, ausgebildet haben."

Aufrufe: 014.1.2026, 15:31 Uhr
redAutor