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Dieser Bundesligist macht das Rennen um Ex-Erkenschwick-Shootingstar

Es ist eine märchenhafter Aufstieg nach oben.

von red · 02.01.2026, 14:00 Uhr · 0 Leser
Spielte 2024 noch für Erkenschwick in der Oberliga, nun bald in der Bundesliga: Ayoube Amaimouni-Echghouyab
Spielte 2024 noch für Erkenschwick in der Oberliga, nun bald in der Bundesliga: Ayoube Amaimouni-Echghouyab – Foto: Julian Zörner

2024 spielte Ayoube Amaimouni-Echghouyab noch für die SpVgg Erkenschwick in der Oberliga Westfalen. Nach einer erfolgreiche Debütsaison im Seniorenbereich (18 Tore, sechs Vorlagen) folgte ein rasanter Aufstieg in den Profifußball für den Flügelspieler. Bei der TSG Hoffenheim II spielte sich der in der Dortmunder Nordstadt aufgewachsene Marokkaner auf Anhieb in die Startelf, feierte dort die Meisterschaft in der Regionalliga West und sorgte in der Hinrunde der aktuellen Drittliga-Saison für Furore.

Mit neun Toren und fünf Assists gehört Amaimouni-Echghouyab zu der größten Entdeckung der 3. Liga und zählte bei transfermarkt.de mit einem Marktwert von 2 Millionen Euro jüngst zum wertvollsten Spieler der gesamten Liga. Die Leistungen des 21-Jährigen, der in der Jugend von Arminia Bielefeld und RW Essen ausgebildet wurde, blieben nicht lange unentdeckt. Viele Topclubs aus der Bundesliga und Europa, darunter unter anderem Bayer Leverkusen, Como oder Club Brügge, sollen an Ayoube Amaimouni-Echghouyab interessiert gewesen sein, gerade auch weil sein Vertrag im Sommer 2026 ausgelaufen wäre. Das Rennen hat nun aber ein anderer Club gemacht, der den früheren Oberliga-Senkrechtstarter mit sofortiger Wirkung zum Bundesliga-Profi macht.

"Rasante Entwicklung nicht nur in Deutschland aufgefallen"

Und zwar hat Champions League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt das Rennen um Amaimouni-Echghouyab. Bei der SGE ist der 21-Jährige der dritte Wintertransfer nach Keita Kosugi (Djurgårdens IF, Schweden) und Zweitliga-Toptorjäger Younes Ebnoutalib (SV Elversberg), der selbst vor einem Jahr noch beim FC Gießen in der fünftklassigen Hessenliga unter Vertrag stand und einen fast identischen Aufstieg erlebte. Am Main erhält Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen langfristigen Vertrag bis Sommer 2031.

Frankfurts Sportdirektor Tammo Hardung sagt über die Verpflichtung: "Ayoube Amaimouni-Echghouyab passt mit seinem sportlichen Profil und seiner Entwicklungsfähigkeit sehr gut zu unserem Team. Mit seiner Dribbelstärke, Dynamik und Torgefahr erweitert er unsere Variabilität auf der offensiven Außenbahn. Seine rasante Entwicklung ist nicht nur in Deutschland, sondern auch international aufgefallen. Umso mehr freut es uns, dass er sich für unseren Weg und klaren Plan, den wir ihm aufgezeigt haben, entschieden hat. Uns ist bewusst, dass der Sprung über zwei Ligen eine gewisse Anlaufzeit erfordert, trauen Ayoube aber zu, sich schnell den neuen Anforderungen anzupassen – mit der Zeit und Unterstützung, die wir ihm geben werden."

In Hoffenheim dürfte der Winterabgang des bisher größten Leistungsträgers vorerst sicherlich schmerzen. "Ayoube hat in seinen anderthalb Jahren bei der TSG Hoffenheim eine starke Entwicklung genommen: Er kam von einem Fünftligisten zu uns und hat sich in unserer U23 zum aufstrebenden Jungprofi entwickelt. Dies ist ein weiteres hervorragendes Beispiel dafür, dass wir bei der TSG unterschiedliche Wege mit Spielern gehen, die sie gleichermaßen an ihr Ziel Profifußball bringen. Ayoube hat in unserer U23 sehr gute Leistungen gezeigt, die großes nationales wie internationales Interesse an ihm geweckt haben. Wir haben haben mit Ayoube frühzeitig, noch vor dem Gewinn des Meistertitels der U23 in der Regionalliga Südwest, Gespräche aufgenommen. Er hat sich nun gegen die ihm aufgezeigte langfristige Perspektive bei der TSG entschieden und uns nach dem Ende der Hinrunde mitgeteilt, dass er spätestens im Sommer einen anderen als den TSG-Weg einschlagen möchte", wird Hoffenheims Sportdirektor Frank Kramer auf der Website der TSG zitiert. "Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die Entwicklung der Talente in unserer TSG-Akademie bestmöglich zu begleiten und zu fördern. Unser Fokus gilt dabei immer den Spielern, die ihre Zukunft langfristig bei uns sehen. Sie erhalten so viel Spielzeit wie möglich auf höchstem Niveau. Deshalb haben wir mit Eintracht Frankfurt eine Lösung über einen vorzeitigen Transfer gefunden, der für alle Seiten konstruktiv und gewinnbringend ist. Wir bedanken uns bei Ayoube für seinen Einsatz für die U23 unserer TSG und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."