Sünchings Abteilungsleiter Thomas Jende (links) und der neue Trainer Andreas Faltermeier.
Sünchings Abteilungsleiter Thomas Jende (links) und der neue Trainer Andreas Faltermeier. – Foto: Markus Schmautz

Trainerwechsel beim SV Sünching zeigt Wirkung

Coach Andreas Faltermeier bringt Schwung nach Sünching – Co-Trainer Michael Marek sticht heraus

Seit 2010 ist der SV Sünching ein fester Bestandteil der Fußball-Kreisliga 1. In der aktuellen Spielrunde kam der Verein nur schwer in Fahrt. Nach neun Spieltagen, die lediglich vier Zähler eingebracht haben, trennte man sich einvernehmlich von Trainer Herbert Gritschmeier und holte als dessen Nachfolger Andreas Faltermeier ins Boot. Seitdem geht es wieder bergauf.

„Herbert hat hervorragende Arbeit geleistet. In der Corona-Abbruch-Saison wurden wir Dritter, in der Spielrunde 2021/22 schafften wir einen Platz im gesicherten Mittelfeld. In der aktuellen Vorrunde fehlte uns das Spielglück. Hinzu kamen viele Ausfälle. Schweren Herzens haben wir uns von Herbert getrennt“, erklärt der umtriebige Abteilungsleiter Thomas Jende, der mit Andreas Faltermeier einen ehemaligen Spieler als neuen Coach verpflichtet hatte.

In einen Rausch gespielt

„Falti kannte das Umfeld und den Verein, fand sofort einen Draht zur Mannschaft. Eine neue Ansprache, das nötige Quäntchen Glück und das Nachjustieren an ein paar Stellschrauben sorgten auf Anhieb für den bitter nötigen Aufschwung“, zeigt sich Jende erleichtert. Das erste Match daheim gegen Illkofen ist dem neuen Coach noch bis ins letzte Detail in Erinnerung. „In der 87. Minute kassierten wir das 1:2. Binnen weniger Minuten drehten wir das Spiel und gewannen noch mit 3:2. Das war so etwas wie eine Initialzündung. Wir spielten uns die Wochen darauf in einen Rausch“, so Faltermeier, der fünf Siege und ein Remis bei nur zwei Niederlagen auf seinem persönlichen Konto stehen hat.

Mit 20 Punkten (6/2/9 und 34:42 Toren) geht man auf einem Nichtabstiegsrang in die Winterpause.

Andreas Faltermeier benötigte keine lange Anlaufzeit. „Ich spielte früher selbst für den Verein, kannte die Strukturen, das Umfeld, die Verantwortlichen und viele Spieler. Vom ersten Augenblick an habe ich mich wohlgefühlt. Von Herbert Gritschmeier bekam ich eine intakte, willige und absolut fitte Mannschaft übergeben.“ Von 2017 bis 2021 coachte er den Nachbarn aus Mötzing. Seitdem kickte er einige Male in der Zweiten, die sich aus Spielern des FC Mötzing und des SV Sünching, zusammensetzt. Da Faltermeier beruflich stark eingespannt ist, sagte er erst einmal bis zur Winterpause zu. „Kommende Woche setze ich mich mit den Verantwortlichen an einen Tisch. Dann werden wir über die Zukunft sprechen“, so Faltermeier.

Abteilungsleiter Thomas Jende ist nicht nur mit Trainer Andreas Faltermeier, sondern auch mit dem spielenden Co-Trainer Michael Marek äußerst zufrieden. „Der Michi sticht aus unserer durchaus Kreisliga-tauglichen Truppe heraus. Wenn es knapp wird, ist er immer wieder für ein Highlight gut“, lobt Faltermeier seinen Co, der bereits mehrere höherklassige Angebote dankend abgelehnt hat. Bei den bisherigen 16 Einsätzen gelangen ihm bereits sieben Tore und 14 Assists. Insgesamt erzielte der quirlige Angreifer in 242 Partien 101 Tore und bereitete 100 vor. Der 29-Jährige war in der Saison 2018/19 bereits Spielertrainer. Seitdem fungiert er als spielender Co-Trainer.

Michael Marek (links) ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des SV Sünching.
Michael Marek (links) ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des SV Sünching. – Foto: Markus Schmautz


Trainingslager am Gardasee

Sehr angetan ist Coach Faltermeier von der Vereinsphilosophie. „Kommenden Sommer rücken wieder zehn Nachwuchsspieler nach. Sie sind die Zukunft des Vereins. Hier wird alles getan, damit man mit Einheimischen in der Kreisliga bleiben kann.“ Jende spricht von einer äußerst ausgeglichenen Liga. „Jeder kann jeden schlagen. Man darf nicht nachlassen.“ Und er verspricht: „In der Restrückrunde werden wir wieder alles geben, damit Sünching auch in der kommenden Saison im Teilnehmerfeld der Kreisliga 1 zu finden sein wird.“

Der Plan für die Vorbereitung steht. Ende Februar geht es für vier Tage an den Gardasee ins Trainingslager. Neben Spielern der Herren-Teams sind auch A-Jugendliche, Funktionäre und Fans mit dabei. „Wir wollen uns bestmöglich auf die Restrückrunde vorbereiten. Schließlich gehört Sünching in die Kreisliga. Und es gilt schnellstmöglich den Klassenerhalt einzutüten“, berichtet Jende.

Übrigens: Der SV Sünching spielte in der Saison 1987/88 sogar in der Landesliga. Ein Jahr später in der BOL. In den letzten 18 Jahren waren die Sünchinger größtenteils in der Kreisliga 1 daheim. Nur von 2006 bis 2010 gehörte man der Kreisklasse 1 an. Unter Spielertrainer Daniel Eyerer ging es dann aber wieder rauf in die höchste Spielklasse auf Kreisebene.

Aufrufe: 022.11.2022, 07:00 Uhr
Markus SchmautzAutor