2026-05-29T11:52:36.002Z

Allgemeines

Trainer Edis Bicic verlässt den Rumelner TV und übt scharfe Kritik

Edis Bicic verlässt den Rumelner TV nach dreieinhalb erfolgreichen Jahren. Der Coach führte den Klub aus dem Abstiegskampf in die Top-Regionen der Kreisliga A Moers. Was ihn jetzt zum Abschied bewegt und welche Kritik er am Verein übt.

von Fabian Kleintges-Topoll · Gestern, 22:00 Uhr · 0 Leser
Edis Bicic verlässt den Rumelner TV zum Saisonende.
Edis Bicic verlässt den Rumelner TV zum Saisonende. – Foto: Verein

Diese Nachricht kommt zumindest vom Zeitpunkt her überraschend: Edis Bicic wird den Rumelner TV nach dreieinhalb Jahren im Sommer verlassen. Gemeinsam mit seinem kompletten Trainerteam, zu dem auch der spielende Co-Trainer Granit Haliti gehört, erklärte der Coach jetzt seinen Abschied vom A-Ligisten. Was steckt hinter diesem Paukenschlag?

„Wir gehen im Guten auseinander. Rumeln bleibt einer meiner Vereine, und es war eine schöne Zeit“, sagt Edis Bicic. Der scheidende Trainer habe in den vergangenen Monaten zunehmend gemerkt, dass ihm bei den Duisburgern langfristig die Perspektive fehle.

Fehlende Perspektive und mangelnder Mut: Bicics Kritik am Rumelner TV

Als Bicic die Mannschaft einst übernommen hatte, steckte der Rumelner TV noch mitten im Abstiegskampf. Seitdem entwickelte sich der RTV sportlich kontinuierlich weiter, schloss zweimal in den Top fünf der Kreisliga A Moers ab und belegt zwei Spieltage vor Saisonende den siebten Platz. „Es wird ohne entsprechende Mittel immer schwerer, qualitative Neuzugänge zu bekommen“, erklärt Bicic offen.

Vor allem bei der langfristigen Ausrichtung hätte er sich mehr Mut gewünscht. „Die Ziele müssten aus meiner Sicht etwas erweitert werden, damit irgendwann auch mal ein Aufstieg klappen kann“, so der Coach. Allerdings fehlte ihm dafür die notwendige Unterstützung innerhalb eines der größten Klubs der Stadt. „Der Hauptverein denkt noch nicht groß genug. Für mehr fehlt aktuell noch einiges – auch infrastrukturell.“

Bicic will woanders als Trainer weitermachen – aber ist wählerischer als früher

Eine Pause plant der erfahrene Fußballlehrer trotz seines Abschieds nicht. Angebote habe es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben. „Der eine oder andere Verein hat sich immer gemeldet. Ich habe aber dreieinhalb Jahre lang immer abgewunken.“ Nun wolle er sich erstmals wieder bewusst mit neuen Möglichkeiten beschäftigen und ist sofort bereit für eine neue Aufgabe.

Dabei soll der nächste Schritt allerdings genau überlegt sein. „Ich möchte mir diesmal etwas Passenderes aussuchen – und nicht wieder irgendwo als Retter eines kleinen Vereins anfangen.“ Wer Bicic ab Juli beerben wird, ist aktuell noch offen. Teammanager Sebastian Hejniak sagte am Mittwochnachmittag: „Das kam für uns überraschend. Wir haben die Suche nach einem Nachfolger bereits gestartet.“

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