2024-03-04T12:27:13.471Z

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David Darmoro vermisste zuletzt die klare Führungsstruktur beim SV Anzing.
David Darmoro vermisste zuletzt die klare Führungsstruktur beim SV Anzing. – Foto: Christian Riedel / fotografie-ri

Trainer-Aus beim SV Anzing: „Zu viele Meinungen tun nicht gut“

Darmoro verlässt den SV im Guten

Der Kreisligist SV Anzing und David Darmoro trennen sich zur Winterpause. Dem Trainer war nach der Fusion mit dem FC Parsdorf ein großer Staff zugefallen.

Anzing – Mit den Siegen über den FC Hellas und die SpVgg Höhenkirchen übertraf der SV Anzing nicht nur das zuvor ausgegebene Etappenziel vor der Winterpause (sechs Punkte aus den letzten vier Spielen des Jahres), Teammanager Christian Rauch schwärmte auch von der zusammengewachsenen Mannschaft. Doch nun verabschiedet sich ein entscheidender Lenker aus dem Mannschaftskreis des Fußball-Kreisligisten, der nach dem Zusammenschluss des FC Parsdorf und SV Anzing entstanden ist.

David Darmoro, Spieler und einer der Trainer, wird den Verein verlassen, wie er mitteilte. Ein Entschluss, den der 41-jährige Darmoro dem Verein bereits vor geraumer Zeit mitgeteilt hatte. „Schade, Dave ist ein toller Trainer. Wir haben viele, sehr offene Gespräche geführt. Aber für ihn war die Situation wohl nicht ganz passend“, so Christian Rauch, der seit kurzem auch als Trainer fungiert.

Trainerüberschuss beim SV Anzing

Durch die Fusion sei man vielleicht ein wenig „overstaffed“, also überbesetzt gewesen, bekannte Rauch, betonte aber, dass „nur die Mannschaft zählt und nichts anderes“. Darmoro selbst verwies darauf, dass man die „Hinrunde auf einem super vierten Tabellenplatz abgeschlossen“ habe. „Einsatz, Wille und Einstellung, also die Grundtugenden, waren gerade in den letzten Spielen der Erfolgsgarant.“ Im spielerisch-taktischen Bereich sieht er „Luft nach oben, und da muss angesetzt werden. Es ist sehr viel Potenzial in der Mannschaft.“

Dass er sich entschlossen habe, in Anzing aufzuhören, sei „rein dem Konstrukt geschuldet, dass ich nicht weitermachen möchte. Ich denke, jeder wird verstehen, dass zu viele Meinungen zu verschiedenen Themen einer Mannschaft und deren Entwicklung nicht gut tun. Es benötigt eine klare, einheitliche Richtung, die mit zu vielen Trainern nur schwer zu erreichen ist.“

Abschließend ergänzte Darmoro, der in der laufenden Spielzeit viermal selbst auf dem Feld stand: „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir Trainer und auch Spielertrainer ein sehr gutes Verhältnis hatten und haben. Ich gehe in einem absolut freundschaftlichen Verhältnis und werde die Jungs sehr vermissen.“ (Wolfgang Herfort)

Aufrufe: 022.11.2023, 08:42 Uhr
Wolfgang HerfortAutor