
Die SpVgg Unterhaching siegt souverän gegen das Schlusslicht aus Hankofen. Top-Torschütze Simon Skarlatidis äußert sich zur Partie.
Unterhaching – Mit breiter Brust und vier Siegen in Folge ließen die Vorstädter den Dienstagabend ausklingen. Nach dem souveränen 3:0-Heimerfolg gegen Schlusslicht Hankofen springt die SpVgg Unterhaching mit 64 Punkten auf Rang zwei und lässt die Würzburger Kickers mit einem Punkt Abstand hinter sich. Der Traum vom Aufstieg lebt weiter.
Doch so klar das Ergebnis am Ende klingt, so zäh begann die Partie. Die Gäste aus Hankofen stemmten sich mit viel Einsatz gegen die druckvollen Hachinger und machten es dem Favoriten lange schwer. Die erste Großchance gehörte den Gästen: In der 24. Spielminute tauchte Fanol Lutolli frei vor Keeper Erion Avdija auf und verfehlte das Tor mit einem Abschluss aus kurzer Distanz knapp.
Letztlich waren es aber die Vorstädter, die nach 38 Minuten in Führung gingen. Ein scharf getretener Freistoß von Simon Skarlatidis brachte die Wende: Cornelius Pfeiffer köpfte zur Führung ein. Der Bann war gebrochen – und Haching legte nach. Gästekeeper Sebastian Maier brachte Pfeiffer zu Fall und Skarlatidis erhöhte vom Punkt auf 2:0 (45.). Auch im zweiten Durchgang blieben die Vorstädter die dominantere Mannschaft. Die Entscheidung fiel spät, aber verdient: Tim Hannemann vollendete in der 87. Minute nach einem Steckpass von Wesley Krattenmacher zum 3:0-Endstand.
Trotz des deutlichen Erfolgs fand Torschütze Skarlatidis kritische Worte: „Wir hätten es in der zweiten Hälfte vor allem im letzten Drittel viel effektiver zu Ende spielen müssen.“ Denn rund 20 Minuten vor Schluss hätte das Spiel durchaus kippen können. „Da darf man den Gegner nie unterschätzen. 1:2 und es kann nochmal echt gefährlich werden“, so Skarlatidis gegenüber Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.
Unterm Strich zählt der Sieg – und der ist hochverdient. „Im Endeffekt haben wir 3:0 gewonnen, das müssen wir mitnehmen“, so Skarlatidis. „Da sind viele positive Sachen dabei gewesen.“ Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht: Schon am Freitag wartet mit Bayreuth die nächste Herausforderung. „Wir freuen uns heute, aber wir wissen, am Freitag geht’s weiter.“ Der Top-Torschütze der Hachinger (zwölf Tore) schlägt also vor: „Ausruhen und dann weitermachen.“ Gegen Bayreuth kann die Bender-Elf die englische Woche perfekt machen. „Wir wissen, dass wir immer alles abrufen müssen, sonst reicht es nicht.“
Im Aufstiegsrennen sehen sich die Hachinger gut aufgestellt – auch weil Nürnberg nicht aufsteigen möchte. „Es wird natürlich trotzdem ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, behauptet Skarlatidis. „Wir müssen schauen, dass wir als Mannschaft mit dem klaren Ziel, alle Spiele zu gewinnen, von Spiel zu Spiel vorangehen. Wer das nicht will, hat den falschen Beruf gewählt.“ Vier Partien stehen für die Hachinger noch an. Skarlatidis sieht sein Team jedoch gewappnet für den Endspurt: „Mit unserer Einstellung können wir das erreichen.“