Der Fußball-Bayernligist FC Pipinsried hat zum Start in die Rockrunde eine überaus anspruchsvolle Aufgabe vor sich: Er ist zu Gast beim FC Memmingen.
Bayernliga Süd, Teil zwei: Zum Start in die Rückrunde müssen die Fußballer des FC Pipinsried zum Tabellenzweiten FC Memmingen reisen. Anpfiff der Partie ist am heutigen Samstag um 14 Uhr.
Mit 26 Punkten aus 15 Spielen – acht Siege, zwei Remis und fünf Niederlagen – rangiert der FCP derzeit auf Platz sechs in der Tabelle. Er hat damit fünf Punkte Rückstand auf den heutigen Gegner, allerdings bei einem Spiel Rückstand (ausgefallenes Spiel gegen Rain). Unter dem Strich sieht es also gar nicht so schlecht aus, denn die Tabellenspitze der Bayernliga Süd liegt unfassbar eng zusammen. Tabellenführer TSV 1860 München II hat 33 Punkte und damit nur acht Punkte mehr als der Tabellenneunte Deisenhofen.
Das Torverhältnis von 28:20 zeigt allerdings auch, dass die Mannschaft von FCP-Trainer Sepp Steinberger etwas zu viel Tore kassiert. Lediglich Kirchanschöring und Deisenhofen haben von den Top-9 mehr Tore gefangen. Allerdings sieht es so aus, dass sich der FCP zuletzt stabilisiert hat. Knackpunkt war augenscheinlich die nicht eingeplante Pause mit dem ausgefallenen Spiel beim TSV Rain. In dieser Pause wurden offenkundig Entscheidungen gefällt und Dinge angesprochen, die sich sehr positiv auf die Mannschaft ausgewirkt haben.
Auffällig ist, dass die Mannschaft seitdem fast immer in der gleichen Aufstellung spielt. Ebenso bemerkenswert ist, dass sie immer alles auf dem Platz gibt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch dies war in der Vergangenheit beim FC Pipinsried beileibe nicht immer der Fall. Die Mannschaft tritt geschlossen auf und spielt einen sehr ansehnlichen Fußball.
Was dem Team um FCP-Kapitän Benedikt Lobenhofer in manchen Phasen noch fehlt, ist die absolute Gier, Tore zu machen. Die Gier, immer jedes Spiel und jedem Gegner zu zeigen, wer Chef im Ring ist.
Trotzdem können die Verantwortlichen beim FCP zufrieden sein, die vom Verein vorgegebene Richtung wird langsam aber sicher eingeschlagen. Mit Stabilität und Kontinuität will der Verein in die Zukunft gehen, Attribute, die in den vergangenen Jahren mit Füßen getreten wurden. Dass es auch heuer in der Winterpause vermutlich zu dem einen oder anderen Wechsel kommen wird, steht außer Frage und ist die Normalität. Aber sich nicht mehr in dem Umfang wie in den vergangenen Jahren.
Der FC Memmimngen hat den Abstieg aus der Regionalliga gut verkraftet. Die Mannschaft von Trainer Matthias Günes zeigt vor allem in der Defensive genau die Stabilität, die es braucht, um an der Spitze mitzumischen. Mit dem „Leuchtturm“ (Zitat Sportlicher Leiter des FCP, Johannes Müller) David Bauer stehen die Allgäuer mit gerade einmal zehn Gegentoren in 16 Spielen nicht umsonst auf Rang zwei.
Es wird also spannend zu sehen sein, wie sich die Offensiv-Power des FC Pipinsried gegen die Defensivstärke des FC Memmingen schlagen wird.