Die vor der Saison geäußerten Ziele versprechen ein Spitzenspiel: „Top 3“ trifft an diesem Sonntag (15 Uhr) auf „am liebsten Top 5“ , wenn sich der SV Breinig und Eintracht Verlautenheide duellieren. Und auch die aktuellen Platzierungen in der Fußball-Landesliga deuten darauf hin, dass zwei gute Teams gegeneinander spielen werden: Breinig rangiert auf dem achten Platz, Verlautenheide auf dem vierten. Die Mannschaften trennen – bei einem Spiel des SV weniger – momentan fünf Punkte.
„Jetzt kommen die schwierigen Aufgaben, bei denen wir versuchen müssen, wieder weiter nach oben zu rutschen“, sagt Breinigs Trainer Dirk Ruhrig mit Blick auf das kommende Spiel und das Duell die Woche darauf bei den zweitplatzierten Sportfreunden aus Düren. Von „Must-win-Spielen“ möchte der SV-Coach so früh in der Saison noch nicht sprechen, er betont: „Wenn wird das Heimspiel gewinnen, können wir auch mit einem Punkt bei den Sportfreunden zufrieden sein. Das Wichtigste ist, dass wir beide Spiele nicht verlieren.“
Sein Team tritt mit Rückenwind und zwei Siegen mit neun Treffern gegen den Vizemeister der Vorsaison an. „Wir waren zuletzt effektiv, hatten auch das vorher fehlende Spielglück. Wir haben gerade eine Phase, in der auch mal die erste Chance reingeht. Diesen Flow müssen wir mitnehmen.“ Der „Flow“ zeige sich momentan auch beim Training, das alle mit einem Lächeln angehen würden. Trotzdem warnt Ruhrig: „Wir dürfen nicht in einen Larifari-Modus schalten wie in der vergangenen Saison, als wir Tabellenführer waren, als wir im Training zu lasch waren und nicht mehr die Kurve bekommen haben. Wir dürfen uns nicht vorwerfen lassen, unter der Woche zu wenig getan zu haben.“
Personell kann Ruhrig momentan nicht aus dem Vollen schöpfen, zuletzt fehlte auch Torwart Fernando Nissen. Sein eigentlicher Ersatzmann, der vor der Saison aus Wenau gekommene Reza Schömer, steht studienbedingt nicht zur Verfügung. Christian Tripp aus der zweiten Mannschaft half zuletzt aus und „hat es bis jetzt echt gut gemacht“, lobt Ruhrig.
Gut machen muss es Breinig auch gegen Verlautenheide, wenn etwas Zählbares dabei herumkommen soll: „Trotz der Abgänge ist die Eintracht immer noch sehr gut aufgestellt, hat eine große Wucht. Beide Mannschaften wollen den Ball haben, für den neutralen Zuschauer dürfte es ein gehobenes Landesligaspiel werden. Da wir zu Hause antreten, bin ich bei diesem 50:50-Duell guter Dinge.“
Bei Ruhrigs Gegenüber ist „die Hoffnung groß“, dass es „wieder mehr ein Fußballspiel mit offenem Visier wird“. Zur Überraschung von Dennis Buchholz standen in seinen Augen auch die Spitzenteams der Liga gegen seine Mannschaft sehr tief. „Da wurde ich eines Besseren belehrt, was meine Erwartungen angeht. Wir haben uns anscheinend einen guten Ruf erarbeitet. Das ist ein positives Zeichen, wir müssen natürlich lernen, damit umzugehen.“
Zuletzt klappte das bei Verlautenheide gut, zwei 3:1-Siege gegen den 1. FC Düren II und beim Schlusslicht Germania Erftstadt-Lechenich stehen zu Buche. „Wir sind im Soll, hätten aber schon noch ein paar Punkte mehr holen und höher in der Tabelle stehen können, wenn wir die Spiele konzentriert zu Ende gespielt hätten“, findet Buchholz. Mit der Integration der – meist sehr jungen – Neuzugänge zeigt sich der Eintracht-Coach sehr zufrieden, eine positive Entwicklung sei auch bei denen erkennbar, „die sich in den ersten Wochen schwergetan haben“.
Bei Verlautenheide dürften an diesem Wochenende alle Spieler an Bord sein; die Ausgangslage könnte also „sehr viel schlechter sein“ mit Blick auf einen gefährlichen Gegner: „Breinig hat sich vor der Saison extrem gut verstärkt und große Ziele formuliert. Ein Punktverlust ist bei ihren Ambitionen nie gut. Wir können da ein bisschen entspannter an die Sache herangehen, müssen aber darauf vorbereitet sein, dass der Gegner zuschlagen will“, meint Buchholz.
Die Spiele am Wochenende: Lich-Steinstraß - SV Eilendorf, Teveren SC 09 Erkelenz (beide Fr., 20.00), Breinig - Verlautenheide, Erftstadt-Lechenich - Rott, Arnoldsweiler - Zülpich, Glesch-Paffendorf - Helpenstein (alle So., 15.00), 1. FC Düren II - Spfr. Düren, Raspo Brand - Kurd. Düren (beide So., 15.30)
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