Mit Emotion, Leidenschaft dem goldenen Füßchen von Sasa Strujic setzte sich Alemannia Aachen mit 3:1 (1:1) gegen die SpVgg Unterhaching durch.
Die Alemannia begann auf heimischen Geläuf schwungvoll und brachte besonders über Außenverteidiger Nils Winter zunächst Dampf in die Offensive. Bei einer Hereingabe verpasste er den in der Mitte lauernden Anton Heinz nur knapp (5.), kurz darauf köpfte der Aachener Angreifer vorbei (8.). Mit zunächst klaren Feldvorteilen wurde es bei einem Distanzschuss von Lukas Scepanik daraufhin auch ganz knapp, doch Jung-Keeper Konstantin Heide konnte in höchster Not noch parieren (10.).
Doch aus der frühen Überlegenheit konnten die Kaiserstädter kein Kapital schlagen. Vielmehr klingelte es urplötzlich im eigenen Tor. Bei einer gefährlichen Flanke von Johannes Geis fand sich Elias Bördner im Getümmel der kopfballstarken Spieler wieder, doch bekam keine Hand an den Ball. Dieser wurde unfreiwillig von Lamar Yarbrough in die Füße von Lenn Jastremski weitergeleitet, der noch ins leere Tor treffen musste (15.).
Die Alemannen drückten auch nach dem frühen Rückstand weiter nach vorne und sorgten besonders über ruhende Bälle und Flanken immer wieder für Gefahr im Sechzehner der Gäste. Nach einer Flanke von links bugsierte Winter die Kugel mit vollem Körpereinsatz irgendwie Richtung Tor und landete auf dem Querbalken. Zum Abpraller stieg Charlison Benschop entschlossen nach oben und nickte aus kurzer Distanz zum überfälligen Ausgleichstreffer ein (29.).
Daraufhin verflachte die Partie wieder. Brenzlig wurde es bisweilen nur noch über Einwürfe der Vorstädter, doch eine klare Torchance ergab sich auch daraus nicht.
Zumindest in Halbzeit eins. Denn nach dem Seitenwechsel nahm die Partie wieder an Fahrt auf. Zunächst köpfte Innenverteidiger Manuel Stiefler nach Hereingabe von Geis knapp vorbei (47.), ehe Benschop auf der anderen Seite den Ball nach einem Freistoß über die Stirn gleiten ließ, doch ohne genügend Pfiff dahinter konnte Heide sicher parieren (55.).
Hüben wie drüben lag das nächste Tor allmählich in der Luft. Ein Schlenzer von Max Lamby schaute schon ins lange Eck des Aachner Tors, doch wurde noch rechtzeitig von Jan-Luca Rumpf zum Eckball abgelenkt (58.).
Doch auch Aachen hatte noch nicht genug. Und dabei äußerte sich auch einmal die Standardstärke der Hausherren. Nach einer Ecke lenkte Yarbrough die Kugel in Richtung des Fünfmeterraums, wo Sasa Strujic aus kurzer Distanz ins Tor der Hachinger weiterlenkte und den Aachener Tivoli zum Beben brachte. Einmal mehr drängte sich der 32-Jährige über einen wichtigen Treffer in den Vordergrund. So schon geschehen beim Arbeitssieg gegen Viktoria Köln (1:0) oder auch dem Last-Minute-Erfolg des Wochenendes beim FC Hansa Rostock.
Angefeuert vom zahlreich besuchten Tivoli wurde es in der Schlussphase noch einmal heiß. Unterhaching investierte mehr nach vorne und öffnete damit auch Räume für Konter. Nach einem Solchen ging es über den eingewechselten Ulrich Bapoh und Soufiane El-Faouzi ganz schnell. Ein Querschläger landete vor den Füßen vor dem mitgelaufenen Thilo Töpken, der humorlos zum 3:1 verwandelte (84.).
In der Folge spielten die Aachener die Zwei-Tore-Führung routiniert herunter. Im Tableau machen die Kaiserstädter einen Sprung auf Platz acht und haben inzwischen wieder die Aufstiegsplätze in Sichtweite. Haching rutscht unterdessen nach dem siebten Spiel ohne Sieg weiter in die rote Zone.
Alemannia Aachen – SpVgg Unterhaching 3:1
Alemannia Aachen: Elias Bördner, Sasa Strujic, Nils Winter, Mika Hanraths, Jan-Luca Rumpf, Lamar Yarbrough, Soufiane El-Faouzi, Gianluca Gaudino (77. Patrick Nkoa), Lukas Scepanik (61. Ulrich Bapoh), Anton Heinz (77. Kevin Goden), Charlison Benschop (67. Thilo Töpken)
SpVgg Unterhaching: Konstantin Heide, Markus Schwabl, Max Lamby, Manuel Stiefler, Dennis Waidner, Ben Schlicke (81. Gibson Adu), Simon Skarlatidis, Sebastian Maier, Johannes Geis (67. Viktor Zentrich), Julian Kügel (88. Florian Schmid), Lenn Jastremski
Schiedsrichter: Marc-Philipp Eckermann
Tore: 0:1 Lenn Jastremski (15.), 1:1 Charlison Benschop (29.), 2:1 Sasa Strujic (71.), 3:1 Thilo Töpken (84.)