2025-04-02T15:12:16.030Z 1743741558932

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Dirk Tönnies kritisierte nach der 1:3-Niederlage gegen Germania Ratingen 04/19 die Schiedsrichterleistung.
Dirk Tönnies kritisierte nach der 1:3-Niederlage gegen Germania Ratingen 04/19 die Schiedsrichterleistung. – Foto: Markus Becker

Tönnies über Schiedsrichterleistung: "Es ging immer gegen uns"

Besonders die Szene unmittelbar vor dem zwischenzeitlichen 1:0 sorgte für Unmut bei den Gästen der SpVg Schonnebeck. Für Trainer Dirk Tönnies wird aus den dürftigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns schon früh in der Saison ein Muster.

In der Nachbetrachtung war es die wohl spielentscheidende Szene: Germania Ratingens Clinton Asare geriet noch vor dem Zweikampf mit dem Schonnebecker Abwehrmann Dacain Baraza ins Straucheln. Schiedsrichter Jan Peter Weßels machte fälschlicherweise einen strafbaren Kontakt aus und gewährte 04/19 einen Freistoß aus brandheißer Position, den Emre Demircan auch zum 1:0-Führungstreffer nutzte. Danach kippte die Partie zugunsten der Hausherren. Nach dem Spiel ließ Schonnebecks Chefcoach Dirk Tönnies kein gutes Wort an der Leistung des Unparteiischen ab.

Momentum zeigt nach dem Führungstreffer auf Seiten von Ratingen

Der Vollständigkeit halber erhielt Ratingen knapp eine Minute zuvor schon einen Freistoß aus verheißungsvoller Position. Baraza erwischte bei einer Grätsche den Ball und auch den Ratinger Demircan, hier ließe sich zumindest über ein Foul diskutieren. Im bis dahin ereignislosen Spiel gewann Ratingen durch den Führungstreffer darauf an Momentum.

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Gerade deshalb bemängelt Schonnebeck-Coach Tönnies besonders die Entstehung des Führungstreffers: "Der zweite (Freistoßpfiff) ist ein Witz, der Asare rutscht in den Block rein und alle denken, es gibt Freistoß für uns", doch die Entscheidung fiel stattdessen zugunsten der Gastgeber: "Und das sind bei den Freistoßschützen der Ratinger halbe Elfmeter. Das geht nicht." In der Halbzeitpause bestätigte ein Linienrichter gegenüber Tönnies auch die Fehlentscheidung in der Entstehung des Freistoßes. Ein Umstand, der den Schonnebeckern kaum Trost spenden dürfte

Denn auch im weiteren Verlauf ergab sich der Eindruck, dass die sogenannten Fifty-Fifty-Entscheidungen häufiger zugunsten der Heimmannschaft ausfielen. Dem Schiedsrichter mag man dahingehend zugute heißen, dass sich daraus jeweils keine spielentscheidende Szenen ergaben.

Trotzdem setzt sich aus Sicht von Tönnies ein beunruhigender Trend fort: "Es ging immer gegen uns. Genau das ist, was mich nervt. Es kann nicht sein, dass in vier Spielen (Anm.: Inklusive drei Spielen in der Oberliga) dreimal der Schiedsrichter Einfluss nimmt. Man hört sich auch um und das ist nicht nur bei uns der Fall, sondern überall. Das ist eine Richtung, die nicht gut geht, deswegen bin ich auch sauer", ärgerte sich Tönnies, wobei er auch mehrfach betont, dass Ratingen sich nach dem Führungstreffer den Sieg verdient hatte.

Spiel könnte besonderen Fokus auf die SpVg Schonnebeck lenken

Für das Schonnebecker Urgestein rückte am Ende vor allem der enttäuschte Gemütszustand seiner Spieler in den Vordergrund: "Jetzt sitzen die Jungs in der Kabine, nachdem sie 95 Minuten alles gegeben haben. Es ärgert mich einfach, dass derzeit immer die Schiedsrichter geschützt werden, aber wer denkt denn dann an die Jungs, die bedröppelt in der Kabine sitzen? Da kümmert sich auch niemand."

Unvermeidlich wird in den kommenden Wochen wohl auch die Lupe auf Schiedsrichterentscheidungen mit Schonnebecker Beteiligung gerichtet.

Aufrufe: 06.9.2024, 22:23 Uhr
Markus BeckerAutor