2026-04-29T13:32:52.058Z

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Titelträume geplatzt? Beeck schickt Vichttal mit 3:1 nach Hause

Die Avramovic-Elf verspielt Führung im Waldstadion +++ Beeck untermauert Rückrunden-Form

von Andreas Santner · Heute, 20:20 Uhr · 0 Leser
Der FC Wegberg-Beeck beendet die Titelträume des VfL Vichttal.
Der FC Wegberg-Beeck beendet die Titelträume des VfL Vichttal. – Foto: Ayhan Gündüz

Der VfL Vichttal muss die Hoffnungen auf den ganz großen Wurf wohl endgültig begraben. Nach der 1:3-Pleite beim FC Wegberg-Beeck ist der Rückstand auf die Tabellenspitze auf acht Zähler angewachsen – bei nur fünf verbleibenden Partien eine Mammutaufgabe. Während Beeck mit nun 22 Punkten als drittbeste Rückrundenmannschaft weiter für Furore sorgt, herrscht am Dörenberg nach dem Knockout im Titelrennen Ernüchterung.

Dabei erwischten die Gäste den besseren Start in die Partie. Bereits in der 7. Minute schlug Dogukan Türkmen zu und brachte den VfL in Führung. „In der ersten Halbzeit stand Vichttal sehr tief, aber geordnet, und hat uns immer wieder mit Umschaltmomenten beschäftigt. Wir hatten viel Ballbesitz und kamen durch Standards zu guten Möglichkeiten, die jedoch noch ein wenig zu ‚pomadig‘ getreten waren“, analysierte Beeck-Coach Mark Zeh den ersten Durchgang. Vichttal verpasste es in dieser Phase, den Sack vorzeitig zuzumachen, was sich im zweiten Durchgang rächen sollte.

Standard-Stärke und ein Platzverweis als Knackpunkt

Nach dem Seitenwechsel drehten die Hausherren auf – und bewiesen ihre Gefährlichkeit bei ruhenden Bällen. Paul Daniels (54.) und Marc Kleefisch (62.) drehten die Partie binnen weniger Minuten. „In der Halbzeit haben wir analysiert, wie wir den Gegner besser auseinanderziehen und die Räume treffen können. Speziell habe ich darauf hingewiesen, die Standards konzentrierter zu treten, weil ich das Gefühl hatte, dass darüber heute etwas geht. So ist es auch gekommen“, frohlockte Zeh nach dem Abpfiff.

"Keine Zugriff": Vichttal eine Stunde in Unterzahl

Ein entscheidender Faktor war zudem die Ampelkarte gegen Vichttals Canel Cetin (61.), der wegen Meckerns vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Vichttals Co-Trainer Sanjin Talic sah darin den Wendepunkt: „Das 2:1 fiel direkt im Anschluss an die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns und begrub unsere Hoffnung auf einen Erfolg am heutigen Nachmittag. Anschließend hatten wir keinen Zugriff mehr auf das Spiel.“

Reife Leistung der Beecker

In Überzahl ließ Beeck nichts mehr anbrennen. David Arize (73.) sorgte nach einer Pressing-Situation für die endgültige Entscheidung. „Danach haben wir es sehr reif und erwachsen zu Ende gespielt“, lobte Mark Zeh seine Truppe, der zudem ein Sonderlob für Tim Seidenfaden übrig hatte, welcher sein Debüt „sehr gut absolviert“ habe.

Für den VfL Vichttal ist der Zug nach ganz oben nun wohl ohne Halt abgefahren. Talic gab sich nach der Partie realistisch: „Das Titelrennen geht nun ohne uns weiter, trotzdem wollen wir die maximale Punktausbeute und die bestmögliche Platzierung erreichen.“ Beeck hingegen untermauert seinen Status als Schreckgespenst der Rückrunde und blickt bereits gespannt auf die kommende Aufgabe gegen Hennef.