2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
Sawwas Panagiotidis ist nicht mehr Trainer bei Teutonia Weiden.
Sawwas Panagiotidis ist nicht mehr Trainer bei Teutonia Weiden. – Foto: Ayhan Gündüz

Teutonia Weiden trennt sich von Trainer Panagiotidis

Ercüment Dönmez übernimmt Mittelrheinligisten vor schwerem Endspurt

Neustart im Abstiegskampf: Teutonia Weiden hat die Reißleine gezogen und nach 13 Spieltagen trennen sich die Wege des Vereins und Trainer Sawwas Panagiotidis. Der 39-Jährige hatte die Mannschaft erst im Sommer übernommen – unter äußerst schwierigen Voraussetzungen. Fast der komplette Kern des Vorjahresteams war weggebrochen, Panagiotidis musste einen Kader mit vielen Neuzugängen formen. Der notwendige Entwicklungsschub blieb jedoch aus.

Mit nur zwei Siegen und drei Remis steht Weiden mit 9 Punkten auf Rang 14, einem Abstiegsplatz. Die Offensive ist mit elf Treffern die schwächste der Liga. Besonders schmerzte die jüngste Niederlage im Kellerduell gegen den FC Hennef (2:3), durch die der Rückstand auf das rettende Ufer auf fünf Punkte anwuchs.

Sportleiter Keskin Kilic bestätigte die Trennung: „Der FC Teutonia Weiden und Sawwas Panagiotidis gehen ab sofort getrennte Wege. Wir danken ihm für sein Engagement mit der Mannschaft.“ Dass der Verein nach nur wenigen Monaten Konsequenzen zieht, zeigt die Dringlichkeit der Lage.

Schwierige Ausgangslage

Noch im Sommer hatte Meik Kühnel, damals sportlicher Verantwortlicher, die Erwartung formuliert, Panagiotidis solle „eine klare Mannschaftsführung, Struktur und Power“ einbringen. Die größte Aufgabe, so Kühnel weiter, werde sein, „aus einem Kader mit fast nur Neuzugängen eine Mannschaft, die auf dem Platz harmoniert, zu formen“.

Genau daran scheiterte das Projekt. Trotz vieler Ansätze gelang es Panagiotidis nicht, eine stabile Achse zu etablieren. Zu oft brachen die Leistungen nach ordentlichen Spielphasen ein, zu selten kam die Mannschaft offensiv zur Entfaltung.

Neues Trainerduo soll Aufbruchstimmung erzeugen

Im Zuge der Trennung konnte die Teutonia bereits ein neues Gespann verkünden: Ercüment Dönmez, zuletzt Trainer der U18-Bezirksligamannschaft des 1. FC Düren, übernimmt sofort. Ihm zur Seite steht Frank Kohl, ebenfalls mit Düren-Vergangenheit und zuletzt Co-Trainer der dortigen Mittelrheinliga-Elf.

Kilic kündigte den Neustart knapp, aber deutlich an: „Ab sofort übernehmen die beiden Trainer Ercüment Dönmez und Frank Kohl die Mannschaft und starten gemeinsam in einen neuen Abschnitt.“

Schwerer Start: Merten und Frechen als Prüfsteine

Einfach wird der Einstieg nicht: Vor der Winterpause warten zwei Gegner aus dem oberen Mittelfeld. Zunächst geht es zum Tabellenfünften SSV Merten, anschließend empfängt Weiden die SpVg Frechen 20 (7. Platz).

Jetzt muss Weiden den Impuls des Trainerwechsels nutzen. Mit zwei bis drei Punkten könnte der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze verkürzt werden und die Mannschaft mit besseren Perspektiven in die Winterpause gehen. Bleibt die Trendwende allerdings aus, droht ein noch tieferer Absturz.

Aufrufe: 03.12.2025, 07:26 Uhr
redAutor