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Spielbericht
Auch im vorigen Jahr standen sich Sonsbeck und Homberg im Oktober gegenüber.
Auch im vorigen Jahr standen sich Sonsbeck und Homberg im Oktober gegenüber. – Foto: Arno Wirths

SV Sonsbeck lechzt nach einem Derby-Sieg

Oberliga: Am Mittwochabend stehen sich der SVS und VfB Homberg gegenüber. Die Rot-Weißen warten seit dem Wiederaufstieg auf einen Erfolg gegen die Elf von Trainer Stefan Janßen. Warum Innenverteidiger Philipp Elspaß ein Derby-Fachmann ist.

Es ist knapp sieben Monate her, als sich der SV Sonsbeck und VfB Homberg zuletzt in der Oberliga gegenüberstanden. Die Flutlicht-Partie im Willy-Lemkens-Sportpark endete 1:1. Es war das vierte Duell zwischen den beiden Teams seit dem Wiederaufstieg des SVS. Ein Sieg gegen den VfB ist dem Team von Heinrich Losing bislang nicht gelungen.

Homberg gewann beide Partien im PCC-Stadion (4:0, 2:1), in Sonsbeck gab’s zwei Remis. „Es sind immer heiße Duelle gegen den VfB. Wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass die Homberger die Tabellenspitze übernehmen“, sagt Innenverteidiger Philipp Elspaß vor dem ersten Aufeinandertreffen der Konkurrenten in dieser Saison. Die auf Mittwoch verlegte Begegnung in Sonsbeck wird um 19.30 Uhr angepfiffen. Ob auf Kunstrasen oder Naturrasen (Nebenplatz) gespielt wird, entscheidet sich erst kurzfristig und hängt vom Wetter ab.

In den vorigen vier Derbys in der Startelf

Philipp Elspaß weiß, wovon er spricht. Der 28-Jährige stand in den letzten vier Derby-Spielen jeweils in der Startelf. Beim 2:2 im Februar 2023 erzielte er das 1:0 mit einem verwandelten Elfmeter. Ein Strafstoßtor gelang ihm auch am vergangenen Sonntag beim 2:0-Erfolg über den TVD Velbert. Es war sein erster Saisontreffer. Auch in dieser Spielzeit sind Elspaß und Jannis Pütz die ersten Elfmeter-Schützen beim SVS. „Ich habe mich in Velbert besser gefühlt als Jannis und mir den Ball geschnappt.“ TVD-Torwart Robin Offhaus war chancenlos.

Es war kein souveräner 2:0-Auswärtssieg beim Abstiegskandidaten. Vor der Pause stand die Losing-Elf neben sich, die Vorgaben des Trainers wurden nicht annähernd umgesetzt. Elspaß: „Da hatten wir Streit mit dem Ball.“ In der zweiten Hälfte war dann mehr Struktur und Mut im Spiel der Rot-Weißen, die mit 16 Punkten im Tabellenmittelfeld liegen. Acht Zähler mehr auf dem Konto haben die Homberger, die mit einem Dreier am Mittwochabend Rang eins übernehmen würden.

Der VfB ist gut drauf, schlug am Sonntag Regionalliga-Absteiger SSVg Velbert 2:0. „Auf der Rückfahrt aus Velbert haben wir schon über die starke Serie der Homberger und das Derby gesprochen“, so Elspaß. Der VfB hat die letzten fünf Oberliga-Partien allesamt gewonnen. „Wir müssen uns schon fußballerisch steigern und weniger Bälle verlieren, um Homberg wehzutun“, sagt Losing, der hofft, dass das Flutlicht-Derby auf Naturrasen stattfinden kann: „Das würde noch mehr Bock machen.“ Ob der zuletzt erkrankte Alexander Maas in den Kader zurückkehrt, war am Dienstag noch fraglich. Auf jeden Fall dabei ist wieder Luca Terfloth, dessen Kniescheiben-Prellung gut verheilt.

Stefan Janßen, der Coach der Gäste aus Duisburg, sagt es in jeder Saison. Die Tabelle hat für ihn erst nach zehn Spielen Aussagekraft. Die zehn Spiele hat sein Team nun absolviert. „Und jetzt gucke ich auch auf die Tabelle“, sagt er und lacht: „Der Blick auf die Tabelle gefällt mir.“

Immer enge Spiele

Zum Auftritt am Mittwochabend meint Janßen: „Die Derbys gegen Sonsbeck waren immer enge Spiele, in denen es heiß her ging. Das wird eine ganz harte Nuss. Ein Flutlichtspiel bei einer körperlich starken und sehr engagierten Truppe. Aber natürlich wollen wir unseren Schwung mit in das Spiel nehmen.“

Derweil schimpft Abteilungsleiter Wolfgang Graf zum wiederholten Mal über den Rasen im heimischen PCC-Stadion. „Alle, die hier arbeiten, geben wirklich ihr letztes Hemd, aber womit wir hier arbeiten müssen, auf welchem Untergrund, ist wirklich eine bodenlose Unverschämtheit. Es lässt mich fragend zurück, wenn ich sehe, worauf wir spielen müssen“, bringt er nicht zum ersten Mal zum Ausdruck, dass eine Platzsanierung im von der Stadt Duisburg angemieteten Stadion überfällig ist. Unter anderem ist die Drainage nicht mehr intakt.

Aufrufe: 023.10.2024, 10:00 Uhr
RP / René Putjus und Sven KowalskiAutor