Der SV Sonsbeck überwintert in der Oberliga Niederrhein mit 24 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Trotz der vier Niederlagen in Folge vor dem Jahreswechsel liegen die Rot-Weißen voll im Soll und sind auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. 24 Spieler waren für den SVS in der ersten Halbserie im Einsatz. So sieht ihre Einzelkritik aus.
Jonas Holzum Der 22-Jährige ist auch in der zweiten Saison als Stammkeeper ein sicherer Rückhalt, überzeugt mit starken Reflexen auf der Linie und gehört spielerisch zu einer der stärksten Schlussleuten in der Oberliga. In dieser Saison hielt der Torhüter in fünf Spielen seinen Kasten sauber.
Moritz Kosfeld Vor der Saison wechselte Kosfeld von der U19 des KFC Uerdingen in den Willy-Lemkens-Sportpark. Der 20-Jährige rückte als Ersatzkeeper auf und durfte sein Können in der Liga beim 2:2 gegen den SV Biemenhorst und in den Niederrheinpokal-Partien beim FC Monheim (2:1) und gegen den TVD Velbert (3:1) unter Beweis stellen. Der 20-Jährige ist ein starker Ersatz.
Jannik Hinsenkamp Der erfahrenste der drei Torhüter (25) bleibt der Pechvogel im Kader. In der letzten Saison verpasste er wegen einer Schulterverletzung die gesamte Rückrunde. In dieser Spielzeit setzte ihn ein Bandscheibenvorfall außer Gefecht, sodass er zu keinem Pflichtspieleinsatz kam. Über gute Trainingsleistungen möchte er sich zurückkämpfen.
Robin Schoofs Mit dem letzten Hinrunden-Spiel gegen die SpVg Schonnebeck feierte der SVS-Kapitän ein Jubiläum – es war sein 100. Oberliga-Spiel. Das Eigengewächs ist der verlängerte Arm vom Trainer-Team und ein wichtiger Lautsprecher in der Mannschaft. Neben seiner Zweikampf- und Kopfballstärke überzeugt er mit einem starken Stellungsspiel sowie seiner Torgefahr. In der ersten Halbserie erzielte er zwei wichtige Treffer beim Mülheimer FC und gegen den FC Büderich.
Philipp Elspaß Auch in seiner fünften Spielzeit im rot-weißen Trikot ist „Elsi“ neben Kapitän Schoofs in der Innenverteidigung gesetzt. Der 28-Jährige überzeugt mit Dynamik, gutem Stellungsspiel und seiner Zweikampfstärke. Hinzu kommt seine Torgefährlichkeit. Bislang traf er zweimal.
Christoph Elspaß Der 29-Jährige kam nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Der Innenverteidiger steht im Schatten von seinem kleinen Bruder Philipp und Kapitän Schoofs, die seit über fünf Jahren ein eingespieltes Duo sind. Er kam lediglich auf vier Kurzeinsätze mit 18 Minuten Spielzeit. Zu seinen Stärken gehört das Kopfballspiel. In Ratingen sah Elspaß die Rote Karte, weil er nach dem Schlusspfiff als Ersatzspieler mit dem Schiedsrichter über eine aus seiner Sicht fragwürdige Entscheidung diskutierte.
Sebastian Leurs Mit 30 Jahren ist Leurs der älteste Spieler im Kader. Seit 2015 trägt der das Sonsbecker Trikot und gehört auch in dieser Spielzeit wieder zu den stärksten Kickern. Der linke Außenverteidiger stand in allen 18 Liga-Partien über die gesamte Spielzeit auf dem Feld. Er überzeugt Woche für Woche mit seiner Schnelligkeit, Zweikampfstärke und seinen Flankenläufen.
Ruben Martens Vor einem Jahr wechselte Martens von VVV Venlo aus der U21 nach Sonsbeck. In dieser Saison kam Martens in 14 Ligaspielen zum Einsatz. In der Defensive ist er flexibel einsetzbar. Zumeist bot ihn Trainer Losing als rechten Außenverteidiger auf. Martens absolvierte aber auch einige Partien im zentralen Mittelfeld. Er überzeugt mit seinen technischen Fertigkeiten und einem guten taktischen Verständnis.
Tobias Meier Der rechte Außenverteidiger spielt seit 2019 in Sonsbeck und ist seitdem auf seiner Position gesetzt. Bis Ende Oktober überzeugte er mit seiner gradlinigen und fehlerfreien Spielweise. Dann fehlte er im November für einige Wochen und kam zu keinem weiteren Einsatz. Erst bei den deutlichen Niederlagen gegen Schonnebeck und in Velbert stand Meier wieder über die gesamte Spielzeit auf dem Platz.
David Somodi Er ist mit seinen 19 Jahren der jüngste Spieler im Kader. Der Youngster kam erst auf sechs Einsätze, davon stand er einmal beim 1:0-Sieg gegen den SC St. Tönis als Innenverteidiger in der Startelf. Somodi wurde aber auch schon auf der Sechserposition eingesetzt. Der Youngster hat gute Ansätze, muss sich aber noch hinter den etablierten Mitspielern einreihen und geduldigbleiben.
Hayato Uchimura Der Japaner ist auf den Außenbahnen flexibel einsetzbar und verschafft dem Trainerteam mehr Möglichkeiten. In zwölf Ligaspielen konnte er oft mit seinem Siegeswillen, seiner Technik und Schnelligkeit überzeugen. Er erzielte beim 3:2-Sieg in Mülheim seinen ersten Saisontreffer.
Philip Pokora Der Youngster kam im Sommer aus der Jugend von Rot-Weiß Oberhausen und sorgte mit seinem starken linken Fuß in der Vorbereitung mit fünf Treffern für Aufsehen. Seine Torgefährlichkeit ließ er auch im Niederrheinpokal und in der Liga im linken Mittelfeld aufblitzen. Dort traf er jeweils einmal. In der Oberliga kam er auf 15 Einsätze. Davon stand Pokora sechsmal in der Startelf.
Sanjin Vrebac In seiner zweiten Saison überzeugt Vrebac neben seiner Spielmacherqualität auch im Torabschluss. Mit vier Treffern ist der technisch versicherte Mittelfeldspieler aktuell der torgefährlichste Spieler im Sonsbecker Dress.
Jannis Pütz Nicht nur als E-Sportler im Trikot von Borussia Mönchengladbach überzeugt Pütz. Seit 2018 ist er der Dreh- und Angelpunkt im Sonsbecker Spiel. Auch in dieser Saison ist der zentrale Mittelfeldspieler eine wichtige Konstante. In 17 Begegnungen traf er einmal und bereitete mit seinen gefährlichen Standards (Ecken/Freistöße) schon einige Tore vor.
Luca Terfloth Mit seinem Traumtor zum 1:0 gegen den VfB Homberg krönte er seine starke Hinrunde. Als wichtiger „Zweikämpfer“ im defensiven Mittelfeld hält er den Spielmachern Pütz sowie Vrebac den Rücken frei und kurbelt die Vorstöße mit an.
Semih Zeriner Der Last-Minute Neuzugang vom Sommer kam als gelernter Rechtsverteidiger nach Sonsbeck. Unter Losing spielte er in elf Einsätzen auf den offensiven Außenbahnen. Er stand dreimal in der Startelf und überzeugte mit seiner aggressiven Spielweise. Ein Tor gelang ihm noch nicht.
Alexander Maas Der flinke Flügelspieler konnte in der Hinrunde nicht an die starken Leistungen aus der ersten Oberliga-Saison (32 Spiele, 7 Tore) anknüpfen und ist noch ohne eigenen Treffer. In neun Partien kam der 25-Jährige bislang nur auf 543 Spielminuten. Bei ihm ist daher noch Luft nach oben.
Yuichiro Kichize Zwar kam Kichize auf 14 Einsätze, davon stand er aber nur effektiv 386 Minuten auf dem Platz. Zweimal gehört er der Startelf an und erzielte beim 2:2 gegen Biemenhorst seinen einzigen Saisontreffer. Von ihm darf man noch mehr Durchschlagskraft erwarten, die er zuvor in der Landesliga beim SG Unterrath (38 Spiele, 7 Tore, 4 Vorlagen) unter Beweis gestellt hatte.
Taira Kayama Fast immer in der Vorbereitung und zum Saisonstart gegen Velbertsowie in Hilden stand der Japaner in der Startelf. Nach zwei Niederlagen und 0:7-Toren kam Kayama nicht mehr über die Reservistenrolle hinaus. Es folgten nur noch vier Kurzeinsätze mit 30 Minuten Spielzeit. Aus sportlichen und beruflichen Gründen wird er den Verein in der Winterpause verlassen.
Malik Bongers Nach einem Kreuzbandriss kämpfte sich Bongers zurück. In der Hinrunde kam er gegen den FC Büderich und bei den Sportfreunden Baumberg nur zu zwei Kurzeinsätzen und sieben Minuten Spielzeit. Wenn Bongers verletzungsfrei bleibt, darf Losing einen weiteren Entwicklungsschritt und offensive Impulse von dem 25-Jährigen erwarten.
Fabrice Kempe Der jüngste Sohn von Ex-Profi Thomas Kempe kam im Sommer aus der Jugend vom MSV Duisburg. Nach mehreren Muskelverletzungen kämpfte er sich zurück. Im Offensivbereich ist der 19-Jährige flexibel einsetzbar. Er wurde in seinen zehn Partien, davon dreimal von Beginn an, meistens auf der Zehner- oder Neunerposition aufgestellt. Bei ihm gibt’s noch Luft nach oben. Wenn er fit bleibt und sich an den Seniorenfußball gewöhnt hat, wird Sonsbeck noch viel Spaß an ihm haben.
Shawn Kiyau Der Ex-Mittelstürmer des MSV Duisburg (U19) kommt mit 786 Minuten in 13 Partien auf die meiste Einsatzzeit aller Neuzugänge. Er überzeugte mit seiner Schnelligkeit, seiner Robustheit und guten Technik. Er traf gegen den TSV Meerbusch doppelt. In der Rückrunde dürfen die Sonsbecker auf mehr Tore hoffen.
Klaus Keisers Der Top-Torjäger der vergangenen Jahre ist der gefährlichste Akteur im Sonsbecker Offensivspiel. Jedoch fehlte ihm in der Hinrunde oftdas Glück. In 17 Spielen kam er lediglich auf drei Treffer. Von seinem ausgeprägten Kopfballspiel sowie seiner Laufstärke war sogar Niederrheinpokal-Gegner Rot-Weiss Essen beeindruckt. Wie abhängig das Spiel von Keisers Abschlusswucht ist, zeigt die Torausbeute. Mit nur 22 geschossenen Treffern gehört Sonsbecks Offensive zu den schwächsten in der Liga.
Niklas Binn Der ehemaliger Xantener kam in allen Ligaspielen zum Einsatz. Er ist sehr fleißig, läuft viel und erarbeitet sich viele gute Tormöglichkeiten. Er belohnt sich jedoch zu selten. Lediglich in den beiden Heimspielen gegen Meerbusch und gegen Nettetal konnte er sich jeweils mit einem Treffer in die Torschützenliste eintragen.