Das dritte Jahr in der Kreisliga A sollte für den SV Schelsen ein weiterer Schritt in der Entwicklung sein. Nach Rang acht in der Premierensaison und Platz acht zum Abschluss der vorangegangenen Spielzeit grüßt der SVS derzeit vom achten Tabellenplatz und hat somit seine Erwartungen noch nicht ganz erfüllt. Dennoch gibt es berechtigte Hoffnungen, dass am Ende der Saison sogar Platz unter den besten fünf herausspringen könnte.
Nach einer durchwachsenen Vorbereitung mit Licht und Schatten gab es gleich zum Saisonauftakt einen herben Dämpfer. Gleich mit 1:5 verlor das Team von Trainer Christian Niebel gegen Rot-Weiß Venn. Es folgte übergreifend eine Serie von sechs Siegen gegen DJK Hehn (3:1), 1. FC Viersen II (3:2), ASV Süchteln II (3:1) und SpVg Odenkirchen II (3:2) sowie Erfolge im Kreispokal über DJK Giesenkirchen (5:0) und VfB Hochneukirch (5:1), bevor es gegen Aufsteiger Sportfreunde Neuwerk II mit 1:3 eine überraschende Niederlage gab.
Zwei spektakuläre Spiele gab es gegen den Polizei SV. Im Ligaspiel lag man schnell mit 0:3 zurück, konnte sich jedoch mehrmals bis auf ein Tor herankämpfen, um am Ende mit 4:5 das Nachsehen zu haben. Drei Tage später gab es im Kreispokal ein Wiedersehen. Trotz einer recht schnellen Führung lag Schelsen nach einer Stunde Spielzeit mit 2:4 erneut hinten. Dann drehte der SVS auf und siegte am Schluss mit 6:4, zog somit in die nächste Runde ein. Im Pokal war dann Landesligist Mennrath mit 1:3 Endstation. Die beiden Topteams der Liga Lürrip (1:4) und Türkiyemspor (2:5) waren dann doch eine Nummer zu groß. Gegen die eher tiefer in der Tabellen angesiedelten Otzenrath, Wickrathhahn und Mennrath II gab es ein Sieg und zwei Niederlagen. Mit zwei Siegen (5:0 gegen Venn und 6:4 gegen Hehn) startete Schelsen stark in die Rückrunde.
Die körperliche Fitness stimmte angesichts der jugendlichen Frische der Mannschaft. Eine ihrer Stärken ist das Kreieren von Torchancen. „Als Spieler mit einer sehr guten Entwicklung möchte ich Marius Sentis hervorheben. Er hat sich sofort integriert und ist auf verschiedenen Positionen einsetzbar. Auch Sebastian Selke hat sich enorm gesteigert, und das, obwohl er positionsfremd als rechter Defensivspieler eingesetzt wird“, sagt Trainer Niebel. Als Dritter im Bunde komme Vasili Anthistis dazu. Mit 41 erzielten Toren hatt Schelsen den fünftbesten Angriff. „Die beiden besten Spiele waren die Pokalspiele gegen den PSV und Mennrath, wobei wir dem Landesligisten im Halbfinale richtig Paroli geboten haben“, hebt Niebel außerdem hervor.
„Mit 45 kassierten Toren sind wir defensiv das viertschlechteste Team. Das hat uns etliche Punkte gekostet. Auch die Chancenverwertung muss besser werden. Die Jungs müssen lernen, vor dem Tor auch mal den Kopf auszuschalten“, fordert Niebel. „Und ich wundere mich, weshalb die Leistung aus den beiden letzten Pokalspielen nicht auch in den Ligaspielen abgerufen werden kann“, legt er nach.
Trainingsstart war am 15. Januar. Hauptaugenmerk liegt in der Vorbereitung im Defensivverhalten. „Darauf werden wir in der Vorbereitung den Fokus legen“, so der Übungsleiter. Zudem gilt es, die Neuzugänge David Henning aus Giesenkirchen und Delil Topcu (SC Waldniel) zu integrieren. Abgänge sind bisher keine zu vermelden. Getestet wird am Mittwoch gegen den SC St. Tönis III, es folgen unter anderem Begegnungen gegen Viktoria Anrath, TSV Boisheim und DJK Novesia Neuss, bevor es in der Liga am 8. März beim 1. FC Viersen II wieder um Punkte geht.