2024-05-29T06:38:12.186Z

Ligabericht
Jubel in der EWR-Arena: Der SVG steht im Finale.
Jubel in der EWR-Arena: Der SVG steht im Finale. – Foto: Bettina Stritter / SV Gonsenheim

SV Gonsenheim steht im Pokal-Finale

1:0-Sieg bei Wormatia Worms nach Verlängerung +++ Maurice Neukirch mit dem goldenen Tor

Erstmals in seiner Geschichte steht der SV Gonsenheim im Finale des Südwestpokals. 1:0 (0:0) gewann die Wildpark-Elf nach Verlängerung bei Oberliga-Tabellennachbar Wormatia Worms. Maurice Neukirch knallte den Ball aus der Distanz in den Winkel (109.).

„Wir haben alles reingeworfen, gekämpft, den Platz umgepflügt. Man hat gemerkt, dass wir es den Ticken mehr wollten“, strahlt der Siegtorschütze, „an das Tor kann ich mich gar nicht mehr richtig erinnern. Ich bin einfach volles Risiko gegangen und das wurde belohnt.“ Die Mannschaft hat, wie Sportvorstand Marvin Bylsma betont, „Geschichte geschrieben“: „Wir haben es unbedingt gewollt. Die Jungs haben sich reingekämpft und reingespielt. Es hat richtig Bock gemacht, dieses Spiel zu gucken.“

Einen völlig anderen Auftakt als vorige Woche beim Wormser 2:0-Sieg im Oberliga-Spitzenspiel sahen die 743 Zuschauer im Dauerregen. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Bloß nicht in Rückstand geraten, schien die Devise zu sein. Dichter dran am Führungstor war Wormatia. Sandro Loechelt zielte nach Maximilian Fessers Tempodribbling am kurzen Pfosten vorbei (26.), zwei Ecken brachten große Gefahr (32./44.), Jannik Marx köpfte eine Flanke knapp am langen Pfosten vorbei (45.+1). Mehr als Jan Vogels Solo samt haltbarem Schuss aufs kurze Eck (29.) brachten die Gäste nicht zustande, doch sie waren ungleich präsenter, hielten die Partie offen.

Und die wurde immer chancenärmer. Drei Gonsenheimer Ballverluste zogen noch brenzlige Umschaltangriffe der Wormser nach sich, während die Gäste selbst immer mehr Ballbesitzanteile verzeichneten, aber überhaupt keine Abschlüsse mehr – bis in die Nachspielzeit hinein, als Yannik Ischdonat im Konter nach einer Wormser Ecke knapp daneben schlenzte (90.+3). Da war der VfR in Unterzahl. Loechelt sah die Zehn-Minuten-Strafe, weil er einen Freistoß blockierte (85.). Sie blieb folgenlos.

Zweikampf im Halbfinale: Der Gonsenheimer Siegtor-Schütze Maurice Neukirch (links) stört Wormatia-Spieler Ivan Smiljanic.
Zweikampf im Halbfinale: Der Gonsenheimer Siegtor-Schütze Maurice Neukirch (links) stört Wormatia-Spieler Ivan Smiljanic. – Foto: Christine Dirigo/pakalski-press

„Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir in der ersten Hälfte besser waren und der Gegner danach“, resümiert VfR-Trainer Peter Tretter, „wir kamen oft ins letzte Drittel, aber der letzte Pass kam zu schlampig und ungenau. Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt. Wir müssen uns gar nichts vorwerfen.“ In der Tat war es ein Spiel für Taktik-Freunde, mit hervorragend arbeitenden Defensivverbünden.

Kein Wunder, dass ein Distanz-Knaller her musste. Danach warf Wormatia alles nach vorne, die Gonsenheimer ließen zwei dicke Konterchancen liegen, ein letztes Mal musste Keeper Paul Simon eingreifen, dann war es geschafft. „Wir haben unsere Nachlässigkeiten abgestellt, eine schwierige Phase überwunden, sind von Minute zu Minute selbstbewusster geworden und haben das Spiel auf unsere Seite gezogen“, hält SVG-Trainer Anouar Ddaou fest. „Wir haben die Eins-gegen-Eins-Duelle gewonnen, sehr viele Wege gemacht, hatten am Ende immer noch die Körner.“ Der Lohn: Die erste Teilnahme am „Finaltag der Amateure“ am 25. Mai. Der Spielort wird sich nach der Final-Paarung richten.

Wormatia Worms: Pedretti – Nicklis (109. Marquardt), Ludwig, Smiljanic, Sonn – Jensen, Marx (93. Manganiello) – Fesser, Loechelt, Azahaf (63. Sentürk) – Dahlke (100. Shehada).

SV Gonsenheim: Simon – Engler (120.+2 Coric), Hangatta (71. Wolf), Kömesögütlü, Rennstich – Neukirch – Yildiz (55. Ischdonat), Rodwald, Vogel, Abou Daya (55. Willrich) – El Mahaoui (90.+3 Ciolak).

Aufrufe: 012.3.2024, 23:19 Uhr
Torben SchröderAutor