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Allgemeines
Steve Stephan hat bei Blau-Gelb verlängert.
Steve Stephan hat bei Blau-Gelb verlängert. – Foto: Michael Stielow

SV Blau-Gelb stellt Weichen für 2025/26

Zusammenarbeit mit Steve Stephan ausgedehnt - warum sich der Coach im Wiesbadener Verein mit der besonderen DNA so wohlfühlt+++Drei Zugänge

Wiesbaden. Tabellenneunter in der Wiesbadener Fußball-B-Liga – das riecht beim SV Blau-Gelb nach sportlicher Tristesse. Abteilungsleiter Patrick Hüthwohl stuft die Platzierung realistisch als „Niemandsland“ ein. Davon abgesehen ist die Stimmung im kleinen Verein mit dem Zuhause auf der Sportanlage Rheinhöhe, wo auch Schwarz-Weiß, der VfR Wiesbaden sowie die Frauen- und Mädchenteams des MFFC Wiesbaden ihr Domizil haben, äußerst positiv.

Eine große Club-Gemeinschaft

Denn die Blau-Gelben sehen sich abseits monetärer Pfade als Club mit eigener DNA, als eine Einheit in der Gemeinschaft von erster und zweiter Männermannschaft und dem Nachwuchsbereich. Auch abseits des Platzes, bekräftigt Patrick Hüthwohl, werde dieser Zusammenhalt gepflegt und gelebt – mit dem großen Vorteil eines vorhandenen Vereinsheims. Einhergehend engagierten sich die Mütter der E-Jugendspieler bei der Bewirtung, übernehme ein Vater den Part des Grillmeisters.

Der Vorsitzende trainiert die Allerjüngsten

Ein Ambiente, das auch Trainer Steve Stephan gefällt. Mit dem Coach der Ersten haben sich die Verantwortlichen – Clubchef Edgart Knapschinski betreut die Mini-Kicker im Alter von zwei bis vier Jahren – nun über die weitere Zusammenarbeit für 2025/26 verständigt. „Er kennt diese Art des Vereinslebens ja von seinem früheren Verein SC Kohlheck“, freut sich Hüthwohl, dass sich der Trainer voll mit Blau-Gelb identifiziert. „Ich kann hier in Ruhe arbeiten. Die Mannschaft zieht super mit und die Jungs sind alle menschlich top“, fühlt sich der Coach mit seiner Familie rundum wohl.

Drei Zugänge sind zum Kader gestoßen

Doch der Verein versteht sich keineswegs als geschlossene Gesellschaft, sondern nimmt gerne neue Spieler auf. Wie etwa Levi Julian Nikoleizig (19) vom SV Rotation Halle, der in Wiesbaden zugezogen ist und über Social-Media-Kanäle zum Trainingsbesuch bei Blau-Gelb gelangt ist und Wurzeln schlagen wird. Bei Abdul Aziz Barrie (ebenfalls 19) sorgten glückliche Umstände dafür, dass er künftig das SV-Trikot überstreift. Der frühere Spieler des Kreisoberligisten TGSV Holzhausen hat in Wiesbaden bei einem Discounter am 2. Ring, gar nicht weit entfernt von der Rheinhöhe, eine Ausbildung begonnen. Patrick Hüthwohls Vater Herbert, selbst Fußballer mit Leib und Seele und Zeiten als Spieler bei Germania Wiesbaden, arbeitet in diesem Supermarkt, lotste Barrie zum SV Blau-Gelb. Zudem hat sich der aus Marburg stammende Alexander Hirsch (25), der aus beruflichen Gründen nach Wiesbaden gekommen ist, bei seinen bislang sechs Einsätzen als Verstärkung gezeigt.

Zum 100-Jährigen 2027 wieder in der A-Liga?

In einem mit jungen Spielern gespickten Kader, in dem die Garde von Routiniers um Johannes Freudenreich, Patrick Kiewel, Florian Hübner, Kevin Koppen und Dominik Kress unverzichtbar ist, schlummert Potenzial. „2027 wird Blau-Gelb 100 Jahre alt. Da gibt es schon Gedanken, bis dahin den Aufstieg in die A-Liga zu schaffen“, verrät Patrick Hüthwohl. Doch über allem wird beim SV Blau-Gelb immer das besondere Wir-Gefühl innerhalb des Vereins stehen.

Aufrufe: 022.1.2025, 11:33 Uhr
Stephan NeumannAutor