
Im Endspurt der Regionalliga Nordost steht der SV Babelsberg 03 vor der nächsten Prüfung. Am 31. Spieltag gastiert die Mannschaft am Sonntag, 26.04.2026, um 14 Uhr beim ambitionierten BFC Preussen aus Berlin. Während die Babelsberger dringend einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf benötigen, geht der Gastgeber mit erfolgreichen, jedoch einer kräftezehrenden englischen Woche in das Heimspiel.
Ausgangslage im Endspurt
Für den SV Babelsberg 03 ist die Lage vor den letzten Wochen der Saison klar: Das Polster ist noch vorhanden, aber es ist längst nicht beruhigend. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, auf dem der Greifswalder FC steht, zugleich rückt die BSG Chemie Leipzig bedrohlich nahe. Ein Sieg wäre deshalb mehr als nur ein Achtungserfolg, er wäre ein wichtiger Schritt, um Abstand auf die letzten drei Plätze zu halten.
klare Baustellen erkennbar
Das jüngste 2:3 gegen den FSV 63 Luckenwalde hat die zentrale Babelsberger Problematik noch einmal offengelegt. Die Offensive liefert mit zehn Toren aus den vergangenen fünf Spielen durchaus verlässlich, zuletzt trafen Paul-Roman Wegener und Linus Queißer gegen Luckenwalde.
Doch die Defensive bleibt weiter eine Baustelle: drei Gegentore gegen Luckenwalde, vier gegen FC Rot-Weiß Erfurt, zwei gegen den BFC Dynamo. Wenn Babelsberg in Preussen bestehen will, muss die Mannschaft von Johannes Lau vor allem in den entscheidenden Momenten stabiler verteidigen.
Preußen mit englischer Woche
Der BFC Preussen geht als Tabellen-Siebter und damit als Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel in diese Partie. Der Aufsteiger hatte zuletzt zwar zweimal nacheinander verloren, meldete sich aber im gestrigen Nachholspiel mit einem 3:2 gegen den Tabellenletzten FC Hertha 03 Zehlendorf zurück.
Für Babelsberg ist das eine schwierige Konstellation: Einerseits hat Preussen die englische Woche in den Knochen, andererseits spricht die Tabellenlage für die Qualität dieses Gegners. Immerhin: Auch Preussen ist nicht frei von Schwankungen und blieb in drei seiner vergangenen fünf Spiele ohne eigenes Tor.
Zeiger und die Zukunft
Zum sportlichen Druck kommt in diesen Tagen ein emotionaler Moment: Philipp Zeiger beendet im Sommer seine Karriere. In der Mitteilung zum Abschied heißt es: „Der SV Babelsberg 03 und Philipp Zeiger haben sich nach intensiven Gesprächen darauf verständigt, den auslaufenden Vertrag des Innenverteidigers nicht zu verlängern.“
Kurz zuvor hatte Philipp Zeiger sein 500. Pflichtspiel bestritten, darunter 89 Einsätze für Babelsberg. Außerdem erklärte der Verein: „Zum Ende dieser Saison wird er seine beeindruckende aktive Karriere beenden. Wir wünschen Dir, lieber Zeigi, alles erdenklich Gute für deine Zukunft! Danke für deinen besonderen Einsatz für unseren SVB!“
Mehr dazu: FuPa-Bericht zum Karriereende von Philipp Zeiger.
Signale über den Sommer hinaus
Abseits des Abstiegskampfs hat der Verein zugleich den Blick nach vorn geschärft. Mit Noah Salaske und Maximilian Kalckreuth unterschreiben zwei Leistungsträger der eigenen U19 Mannschaft Profiverträge bis Juni 2028 und gehören ab der kommenden Saison zum Kader der ersten Mannschaft.
Noah Salaske ist auf der linken Seite flexibel defensiv wie offensiv einsetzbar, Maximilian Kalckreuth gilt als Innenverteidiger mit Perspektive und sammelte in dieser Saison bereits Regionalliga-Minuten gegen Chemie Leipzig.
Gerade in einer angespannten Tabellenlage ist das ein Signal: Babelsberg kämpft um den Klassenerhalt und arbeitet zugleich schon am nächsten Kapitel.