„Rein tabellarisch bin ich bisher zufrieden“, resümiert Meiners. Dennoch sei die Saison alles andere als einfach. „Wir haben es mehrfach verpasst, uns ein besseres Polster zu den gefährlichen Regionen aufzubauen.“ Die Liga sei unberechenbar, in der „jeder jeden schlagen kann“. Mit 22 Punkten rangiert der SV Alemannia Salzbergen aktuell im Mittelfeld der Tabelle, doch der Abstand zu den unteren Plätzen bleibt gefährlich gering.
Besonders positiv hebt Meiners die spielerische Entwicklung seiner Mannschaft hervor: „Wir haben es sehr schnell geschafft, einen anderen Fußball als in den vorherigen Spielzeiten zu spielen. Gerade zu Beginn der Saison konnten wir viele Mannschaften durch eine gute Struktur mit gutem Kurzpassspiel überraschen.“ Ein weiteres Erfolgsmerkmal: Mit Ausnahme des Spiels gegen Weiße Elf Nordhorn traf das Team in jeder Partie mindestens einmal.
Doch trotz der Fortschritte sieht Meiners noch erheblichen Verbesserungsbedarf. „Wir bekommen einfach noch deutlich zu viele und vor allem zu einfache Gegentore“, kritisiert der Trainer. Insbesondere die Arbeit gegen den Ball und die kollektive Rückwärtsbewegung seien ausbaufähig. Gleichzeitig fordert er von seiner jungen Mannschaft mehr Konstanz: „Die Truppe ist sehr jung und darf natürlich Fehler machen, aber diese Fehler dürfen nicht zu regelmäßig auftreten.“
Die Winterpause nutzte das Team, um Kräfte zu sammeln. Mit einem Vorbereitungsstart am 30. Januar steht eine fünf Wochen umfassende Intensivphase bevor, die neben zwei wöchentlichen Trainingseinheiten auch zahlreiche Testspiele umfasst. Gegner wie Vorwärts Epe, Germania Hauenhorst und die U23 von Eintracht Rheine sollen das Team auf die Rückrunde einstimmen. Zudem nahm der SV Alemannia Salzbergen am prestigeträchtigen Vechte-Cup in Schüttorf teil. Hier endete die Reise bereits nach der Quali-Phase.
Personell gibt es Licht und Schatten: Während einige Langzeitverletzte wie Max Elfrich, Hannes Keutz und Torjäger Levin Leifeling wieder zur Verfügung stehen könnten, muss das Team auf Maximilian Weis verzichten, der seine Karriere verletzungsbedingt beendet. „Das ist ein herber Verlust, denn er war ein ganz wichtiger Spieler für uns“, bedauert Meiners. Im Trainerteam gibt es ebenfalls einen Wechsel: Patrick Bruns übernimmt den Co-Trainer-Posten von René Temmen, der aus persönlichen Gründen ausscheidet.
Die Zielsetzung für die Rückrunde ist klar, wenn auch zurückhaltend formuliert: „Ein einstelliger Tabellenplatz ist unser Ziel“, erklärt Meiners. Doch er warnt: „Ab Platz 6 oder 7 ist die Liga sehr ausgeglichen, und alle Teams können für Überraschungen sorgen.“ Entscheidend sei ein guter Start in die Rückrunde, um schnell Punkte zu sammeln und sich vom Abstiegskampf fernzuhalten.
Für Meiners ist Union Lohne der Favorit im Titelrennen: „Aber SG Freren und Eintracht Nordhorn werden auf Ausrutscher lauern.“ Der Abstiegskampf hingegen ist unberechenbar. „Zwischen Platz 8 und Platz 16 liegen nur sechs Punkte“, betont Meiners. Eine Prognose wagt er daher nicht: „Die Mannschaften auf den unteren Plätzen schlafen nicht, und die Rückrunde wird in jedem Fall spannend.“