2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
Viele Tore gab es zwischen St. Tönis und Beeck.
Viele Tore gab es zwischen St. Tönis und Beeck. – Foto: Jens Terhardt

Standards sind bei Beeck wieder eine Waffe

Drei Spiele, drei Siege: So lautet Beecks Wochenendbilanz. Die Spiele chronologisch in Kurzform – und die Erkenntnisse daraus.

Drei Spiele in drei Tagen für den FC Wegberg-Beeck. Erst gab’s im Rurdorfer Halbfinale ein 4:1 gegen A-Ligist Freialdenhoven, dann ein 6:5 im Test gegen Oberligist SC St. Tönis. Das Rurdorfer Endspiel gewann der FC gegen Union Schafhausen dann 2:1 – wer offensiv wieder mal überzeugte.

Gegen den A-Ligisten spielte Beeck mit zu wenig Tempo, die Borussia konnte sich so immer wieder hinten gut formieren. Bezeichnend, dass erst ein Weitschusstor den Bann brach: Niklas Fensky traf aus gut 20 Metern (38. Minute). Niklas Koppitz köpfte direkt danach eine butterweiche Flanke von Hauke Winkens zum 2:0 ein (40.). Ali Farhat verkürzte gegen eine in dieser Szene zu sorglose FC-Hintermannschaft (59.). Timo Braun (65.) und David Arize (72.) aus jeweils kurzer Distanz sorgten dann noch für einen standesgemäßen Sieg des Favoriten.

Zur Pause führte der FC schon 5:1, war aber keineswegs vier Tore besser als der gut mithaltende Gast, der Beeck mächtig forderte. Unterschied: Der FC nutzte seine Chancen konsequent, gleich vier Mal Marc Kleefisch sowie ein Mal Marc Brasnic erzielten bis zur Pause die Tore. Nach der Pause tat das dann auch St. Tönis, verkürzte binnen acht Minuten auf 4:5. Mit einem direkt verwandelten Freistoß stellte Brasnic auf 6:4, ehe der Gast kurz vor Schluss noch mal verkürzte.

Vor 400 Zuschauern hatten die Kleeblätter mehr vom Spiel, trafen aber trotz einiger sehr guter Chancen nicht ins Tor. Zunächst hinderte sie daran der Assistent: Die Abseitsentscheidung beim Kopfballtor Kleefischs war mehr als nur umstritten (20.). Fensky (39.) und Yannik Leersmacher (40.) ließen dann zwei dicke Möglichkeiten liegen. Stattdessen ging die Union, die zuvor einmal Beecks Gehäuse knapp verfehlt hatte, mit dem Pausenpfiff ihrerseits überraschend in Führung: FC-Keeper Tim Seidenfaden säbelte Tim Scheuvens um, den fälligen Elfmeter verwandelte Kevin-Mbiki Massakidi sicher (45.+4).

Diesem Rückstand lief Beeck lange hinterher. Auf Zuspiel Merlin Schlossers gelang Kleefisch dann aber doch der Ausgleich (71.). Einen Brasnic-Zuckerpass nutzte erneut „Klee“ auch zum 2:1 (81.). Zu dem Zeitpunkt war Beeck bereits in Unterzahl: Nach einem heftigen Schubser gegen einen Unioner sah der eingewechselte Paul Gelber Rot – eine dumme Aktion des Nachwuchsmanns (78.). „Dunkelgelb hätte es hier aber auch getan“, merkte FC-Coach Mike Schmalenberg an. Auch in der sechsminütigen Nachspielzeit geriet Beecks Tor aber nicht mehr in Gefahr.

„Gut war, wie wir uns nach dem Rückstand gegen die drohende Niederlage gestemmt haben – und das trotz der vielen Spiele und Trainingseinheiten in den vergangenen zwei Wochen“, sagte Schmalenberg. „Am Ende waren wir mit unseren Kräften am Ende, doch insgesamt haben wir strategisch klug gespielt und stets versucht, unsere spielerischen Möglichkeiten reinzubringen“, urteilte Schafhausens Trainer Jörg Halfenberg.

Wichtige Erkenntnisse

Erste Erkenntnis: Viele Möglichkeiten in der Offensive Gegenüber der Vorsaison ist Beecks Kader in der Breite erheblich besser geworden. Was vor allem für die Offensive gilt. Dafür stehen die Neuzugänge Brasnic, Koppitz und auch David Arize. „Sie allen bringen unterschiedliche Qualitäten mit, die wir vorher so noch nicht hatten. Damit sind wir für jeden Gegner nun schwerer auszurechnen – und wir können nun jederzeit auch von der Bank nachlegen“, erläutert Schmalenberg.

Zweite Erkenntnis: Beeck ist wieder bei Standards gefährlich Standards waren beim FC in der abgelaufenen Saison ein großes Manko – nicht nur defensiv, sondern auch offensiv. Bei einer eigenen Ecke hatten die Fans oft weniger Hoffnung auf einen Torerfolg als Angst davor, dass das Team umgehend in einen gegnerischen Konter laufen könnte. Das ist nun wohl anders. So erzielte der FC schon zwei Tore nach Ecken und Brasnic verwandelte zudem zwei Freistöße direkt.

Dritte Erkenntnis: Zu viele Gegentore 19:9 Tore aus fünf Testspielen: Das ist für vorne klasse, für hinten aber natürlich zu viel – vor allem, weil Beeck auch Tore gegen Bezirks- und A-Ligisten kassiert und noch kein Mal zu Null gespielt hat. „Wir haben da allerdings auch schon einiges probiert. Die jungen Spieler dürfen auch noch Fehler machen“, zeigt sich Schmalenberg gnädig.

Vierte Erkenntnis: Kleefischs formidable Frühform Tore aus fünf Testspielen: Für Kleefisch läuft es nach einer persönlich reichlich durchwachsenen Rückrunde, die auch von einigen Verletzungen geprägt war, nun wieder flüssig. „Zum einen bin ich jetzt auch richtig fit, habe meinen Faserriss aus der Vorsaison vernünftig auskuriert, und zum anderen klappt gerade auch das Zusammenspiel mit Brasnic schon ganz hervorragend. Der weiß einfach, wie ich laufe“, merkt Kleefisch selbst an.

So geht es weiter

Die personellen Möglichkeiten werden in der neuen Woche noch erheblich größer. So dürfte dann auch wieder Vinzent Zingel einsteigen, den ein hartnäckiger Infekt längere Zeit außer Gefecht gesetzt hat. Auch der zuletzt krank fehlende Luca Bini dürfte dann wieder dabei sein. Sechser Kai Bösing wird am Dienstag aus dem Urlaub zurückerwartet, Yannik Hasenbein, die neue Nummer eins, am Donnerstag. Auch Peer Winkens hat seinen Kurzurlaub dann beendet.

Montag ist trainingsfrei. In den Tagen danach stehen auch die nächsten beiden Testspiele an: am Mittwoch bei Oberligist TSV Meerbusch (Anstoß 19.30 Uhr), am Freitag bei A-Ligist BC Oberbruch (19 Uhr).

Aufrufe: 04.8.2025, 22:00 Uhr
Mario EmondsAutor