
Der SSV Bornheim hat im direkten Duell mit der SpVg Porz Luft im Abstiegskampf verschafft. Mit dem 4:1-Heimsieg distanzierte der Aufsteiger die Gäste auf fünf Punkte und baute den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf komfortable elf Zähler aus. Porz hingegen kassierte die dritte Niederlage in Serie und steckt weiter im unteren Tabellendrittel fest.
Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start. Metin Kizil brachte Porz nach einer Standardsituation in der 14. Minute in Führung. Bornheims sportlicher Leiter Sharifo Osmaan erklärte, man habe „den Ball nach dem Freistoß nicht konsequent genug geklärt“, sodass Kizil einschieben konnte.
Auch Porz-Trainer Jonas Wendt sah seine Mannschaft gut im Spiel. Man sei „über weite Strecken auf Augenhöhe“ gewesen und habe sich die Führung verdient. In der 30. Minute bot sich sogar die große Chance auf das 2:0, doch André Rosteck scheiterte mit einem Kopfball an einer starken Parade von Torwart Tom Buhl. „Wenn wir da das 2:0 machen oder mit dieser Führung in die Pause gehen, sieht das Spiel wahrscheinlich anders aus“, so Wendt.
Stattdessen kippte die Partie noch vor dem Seitenwechsel zugunsten der Gastgeber. Bornheim übernahm zunehmend die Kontrolle und kam zu mehreren Möglichkeiten. In der 41. Minute erzielte Atemlefeh Morfaw nach Vorarbeit von Cedric Abresch den Ausgleich.
Nur wenig später drehte Bornheim das Spiel komplett: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Marius Jennes nach Vorlage von Justin Krausa zum 2:1. Für Wendt waren diese Gegentore vermeidbar. „Wir bekommen zwei völlig unnötige Gegentore, weil wir in den entscheidenden Momenten nicht wach genug sind.“
Nach dem Seitenwechsel kam Porz engagiert aus der Kabine und übernahm phasenweise die Initiative. Wendt sah seine Mannschaft bis zum 1:3 „klar besser“ und sprach von einem Spiel „auf ein Tor“. Doch die Gäste belohnten sich nicht. „Oft ein Kontakt zu viel, noch ein Haken, anstatt zielstrebig abzuschließen“, beschrieb er das Problem im letzten Drittel.
Bornheim hingegen zeigte sich effizient. In der 72. Minute erhöhte Nils Wolters nach Vorlage von Julio Molongua auf 3:1. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.
In der Nachspielzeit sorgte erneut Marius Jennes für den Endstand. Nach Vorarbeit von Danny Simmo traf er zum 4:1 und schnürte damit seinen Doppelpack. Osmaan zeigte sich entsprechend zufrieden: „Am Ende steht ein verdienter Heimsieg. Mit etwas mehr Cleverness im Abschluss hätten wir sogar noch ein bis zwei Tore mehr erzielen können.“ Der Matchplan sei „voll aufgegangen“.
Trotz der klaren Niederlage stellte Wendt die Einstellung seiner Mannschaft heraus. „Von der Einstellung her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Allerdings müsse man wieder lernen, Spiele selbst zu entscheiden, anstatt auf Ergebnisse anderer Teams zu hoffen.
Zudem bleibt die Personalsituation angespannt. Mit Daniel Spiegel fällt neben Taylan Gülmez und Buhari-Ibn Tusina ein weiterer Spieler voraussichtlich langfristig aus. Mit dem gesperrten Etienne Kamm und Luca Fünfzig fehlten zwei weitere wichtige Leistungsträger oder angeschlagen.
Während Bornheim mit breiter Brust auf die nächste Aufgabe blickt – auswärts bei Teutonia Weiden – muss Porz schnell zurück in die Spur finden. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt zwar noch sechs Punkte. Am kommenden Wochenende will man im Heimspiel gegen Königsdorf wieder dreifach punkten.