
Das Motto für das Spitzenspiel der Regionalliga am Freitagabend (19 Uhr, Sportpark) lautet: „Mehr geht nicht“. Damit gemeint ist der Duell zwischen dem Spitzenreiter SpVgg Unterhaching und Tabellenzweiten, der U-21 des 1. FC Nürnberg.
Beide Teams haben alle Punktspiele gewonnen und schon einen kleinen Abstand zu den Verfolgern. Da sich die Toppfavoriten Kickers Würzburg, Wacker Burghausen und die U-21 des FC Bayern bereits Ausrutscher geleistet haben, kann sich der Sieger des Gipfeltreffens schon ein kleines Punkte-Polster im Titelkampf erarbeiten.
Zudem gibt es ein interessantes Duell der beiden Trainer mit viel Profierfahrung: Der Hachinger Cheftrainer kann auf 265 Bundesligspiele zurückblicken, sein Nürnberger Kollege Andreas Wolf kam 190 mal in Liga eins zum Einsatz.
Die Hachinger gehen voller Selbstvertrauen, aber auch mir Respekt in die Partie gegen den Club-Talentschuppen. „Ich bin mit der bisherigen Saison sehr zufrieden, dazu zählt auch der letzte Sieg in Illertissen, allerdings können wir oftmals das Spiel bis zum Schlusspfiff nicht ganz positiv gestalten, daran müssen wir arbeiten. Gegen Nürnberg wird es nicht ganz einfach, sie haben bisher sehr stark in der Offensive gespielt und viele sehr talentierte Fußballer in ihren Reihen“, betont Bender.
Der Cheftrainer muss eine personelle Veränderung vornehmen: So fällt Kapitän Markus Schwabl wegen muskulärer Probleme aus. Dafür könnte Rückkehrer Alexander Winkler in die Anfangsformation rücken.
Es läuft bisher für die Hachinger, nach dem großen personellen Umbruch, überraschend gut. „Die Mischung stimmt und mit Bender haben wir einen Trainer der bodenständig und authentisch ist, auch die Neuzugänge konnten bisher überzeugen“, freut sich Präsident Manfred Schwabl, der aber davor warnt, den bisherigen Saisonverlauf zu überschätzen: „Natürlich wollen wir diesen guten Lauf lange fortsetzen, aber es kommen noch viele schwierige Spiele auf uns zu und wir sind schließlich im Umbruch“, betont der Hachinger Boss, der besonders stolz ist, dass viele Talenten, die letzte Saison noch mit den A-Junioren in der Bundesliga spielten, bereits bestens in das Regionalliga-Team integriert sind: „Ich habe es oft betont, aber unsere Nachwuchsarbeit bleibt die Basis für den Erfolg“.
Von der Rückkehr in die dritte Liga träumt der Haching-Boss noch nicht, aber er will auch nichts ausschließen: „Sollte es sportlich und wirtschaftlich möglich sein, warum nicht, aber bis dahin ist es ein langer Weg“.