
Es ist Ruhe eingekehrt bei der SpVgg Unterhaching. Dabei kam es zum Ende der Vorsaison zu einigen Irrungen und Wirrungen. Der Aufstiegsverzicht und das Ausscheiden im Pokal brachte die Fans auf die Barrikaden. Längst hat sich die Lage entspannt, aber es bleiben noch Fragen offen, mit dem Blick auf die neue Spielzeit in der Regionalliga. Bescheidenheit ist vorerst das Motto. Dies zeigte sich beim Trainingsauftakt. Chefcoach Sven Bender und sein Team konnte immerhin 17 Akteure begrüßen. Dabei fehlten aber noch jegliche Neuzugänge. Auf dem Platz standen nur Spieler, die bereits in der Vorsaison am Ball waren. Dazu gesellten sich mehre Talente aus dem Nachwuchs-Leistungszentrum. Von den „Oldies“ machte nur Sportdirektor Markus Schwabl in Übungen mit. Es fehlten die Stammkräfte Alexander Winkler (krank) und Manuel Stiefler (noch im Urlaub).

Schmerzlich ist sicher der Weggang von elf Spielern, wobei besonders Spielmacher Simon Skarlatidis (nach Aue) eine große Lücke hinterlassen hat. Aber noch sondieren die Hachinger den Markt, bis zum Ende der Transferzeit sollen einige Neuzugänge an Land gezogen werden. Geplant sind zahlreichen Testspiele und ein Trainingslager in Schlanders. Die Philosophie des Vereins hatte Präsident Manfred Schwabl, der beim erste Training wegen eines anderen Termines fehlte, bereits mehrfach abgesprochen: „Wir wollen uns wirtschaftlich konsolidieren, in der Regionaliga eine gute Rolle spielen, den eigenen Nachwuchs weiter fördern, dies ist mit Blick auf die kommende Jahre die wichtigste Aufgabe.“
Erst in der übernächsten Saison muss der beste bayerische Regionalligist keine Aufstiegsspiele bestreiten, sondern kann dann direkt in die 3. Liga aufsteigen. Da will Haching wieder ganz vorne mitmischen, jetzt müssen besonders aus finanziellen Gründen erst einmal ganz kleine Brötchen gebacken werden. Wobei in der neuen Spielzeit keineswegs Langeweile droht, denn hinter dem Team mit den vielen Eigengewächsen stehen sportliche Fragezeichen. Dann kommt es zur Übernahme des Sportparks durch den FC Bayern. Derzeit wird der Trainingsplatz eins erneuert, zum Kostenpunkt von rund 20.000 Euro. Für Präsident Schwabl und seine Mitstreiter gibt es auf jeden Fall viel Arbeit.
Angemeldet haben die Hachinger definitiv die zweite Mannschaft zum Spielbetrieb in der Landesliga Süd, den Stamm sollen die A-Junioren bilden. Die Regionalliga Bayern startet Ende Juli und bis dahin soll auch der endgültige Kader der Profimannschaft festgelegt werden. Die Fans müssen sich aktuell in Geduld üben und auf einige Überraschungen gefasst machen.