2024-02-23T08:22:50.674Z

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Und rein mit der Murmel: Ingelheims Francesco Teodonno lässt vom Elfmeterpunkt aus dem SVW-Keeper Axel Schulze keine Chance.
Und rein mit der Murmel: Ingelheims Francesco Teodonno lässt vom Elfmeterpunkt aus dem SVW-Keeper Axel Schulze keine Chance. – Foto: Thomas Schmidt

Spvgg. Ingelheim stößt den Bock um

Landesliga-Aufsteiger bejubelt nach dem 3:2 gegen Weisenau den ersten Dreier der Spielzeit

INGELHEIM . Aufatmen bei den Landesliga-Fußballern der Spvgg. Ingelheim: Nach neun sieglosen Punktspielen in Serie hat der Aufsteiger beim 3:2 (1:1) am zehnten Spieltag im Derby gegen den offensivstarken SVW Mainz etwas überraschend den ersten Dreier gelandet.

Vor 150 Fans im Blumengarten kamen die Platzherren prima in die Partie. „Wir haben das Tempo von Weisenau gut angenommen und sind zu sehr guten Chancen gekommen“, sagte Cheftrainer Serdar Parlak. Einmal spielte Kevin Hanss Goalgetter Francesco Teodonno super frei, doch der Italiener hob den Ball über den Torwart ans Außennetz. Wenig später zog Weisenaus Defensivturm Thomas Mirkes im Strafraum zu heftig an Teodonno, der zu Fall kam und den fälligen Elfer zur Führung verwandelte (21.). Und wie so oft fing sich die Spielvereinigung kurz vor der Pause das 1:1 ein durch Johannes Lawen (43.). „Aus einer hundertprozentigen Chance für uns haben wir einen Konter gekriegt“, ärgerte sich Parlak, der trotzdem ein gutes Gefühl hatte. Das trog nicht. Die Ingelheimer schlugen nach der Pause direkt zurück – 2:1 durch den bärenstarken Jakob Michel (50.). Zuvor hatte Teodonno mit einer großartigen Einzelaktion einen SVW-Kicker im Strafraum getunnelt und quergelegt. Michel musste nur noch ins leere Tor einschieben.

„Danach hatten wir das, was wir wollten – ein offenes Spiel“, so Parlak. „Wir wussten, dass Weisenau mehr Ballbesitz hat, wollten aber das Spiel so offen wie möglich gestalten.“ Dies bekamen die Ingelheimer hin. Mit viel Laufarbeit. In der Pause stellte die Spielvereinigung taktisch um. „Wir haben auf die Verlagerung der Außen von Weisenau reagiert“, so Parlak. „Das hat gut geklappt. Wir haben die Außen gedoppelt, das haben die Jungs exzellent umgesetzt.“ Nach dem unglücklichen 2:2 durch Lawen (84.) – Keeper Bastian Rossmanith hatte den Ball in Rückenlage eigentlich schon in der Hand, lief zurück und fiel hin – stimmte die Moral. In der 90. Minute ging Sandro Zey auf links überragend ins Eins- gegen-Eins, tanzte den Gegner aus und spielte rüber auf Leon Reitemeyer, der ins lange Eck zum viel umjubelten Siegtor traf (90.). „Ich bin froh – wir haben uns das verdient in einem Spiel, das insgesamt kein gutes Niveau hatte“, so Serdar Parlaks Fazit. „Aber wir wollten den Sieg mehr, das hat man gespürt.“

Spvgg. Ingelheim: Rossmanith – Förstel, Sponheimer, Runkel – Trost (90. Pieper), Manneck – Shamshon, Teodonno (80. Pio Nocera), Hanss (74. Zey), Deisen (54. Reitemeyer) – Michel.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

Aufrufe: 015.10.2023, 20:45 Uhr
Michael HeinzeAutor