2024-07-11T13:55:35.092Z

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Traf in der vergangenen Saison in der Landesliga starke 29 Mal: der Wormser Gradi Nkunga beim Torschuss.	Foto: Dirigo/pakalski-press
Traf in der vergangenen Saison in der Landesliga starke 29 Mal: der Wormser Gradi Nkunga beim Torschuss. Foto: Dirigo/pakalski-press

Gradi Nkunga nutzt die U21 als Sprungbrett

Stürmer lief in der abgelaufenen Landesliga-Saison für Wormatia II zur Höchstform auf – und wechselt nun in die Oberliga

Worms. Im schweizerischen Oberwallis und in der Bayernliga versuchte sich Angreifer Gradi Nkunga oberklassig. So richtig durchgestartet ist der gebürtige Wormser jedoch erst ab Sommer 2023 nach seiner Rückkehr zu seinem Heimatverein. Die Rekordzahlen von 29 Toren in 30 Ligaspielen für den VfR Wormatia Worms II in der Landesliga machten ihn in der abgelaufenen Saison auch für die Mannschaft von Trainer Peter Tretter interessant.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

Mit seinen starken Leistungen in der Wormser U21 empfahl sich der 21-jährige Goalgetter für höhere Aufgaben und spielt ab der kommenden Saison in der Oberliga – wenn auch nicht bei der Wormatia in Worms. Im Interview mit dieser Zeitung sprach Gradi Nkunga über das „Sprungbrett“ Landesliga, die vergangenen Monate an der Alzeyer Straße und seinen bevorstehenden Wechsel zur TuS Mechtersheim.

Wie verbringt ein Landesliga-Toptorjäger die Sommerzeit?

Mit viel Sport. Ich halte mich selber fit, gehe ins Fitnesstraining, gehe mal laufen und mit den Jungs auf den Bolzplatz oder in die Soccerhalle nach Pfeddersheim. Die Beine lege ich jedenfalls nicht hoch.

Sie wechseln in diesem Sommer zur TuS Mechtersheim. Mit welchen Gefühlen verlassen Sie ihren Jugendverein?

Mit einem echt guten Gefühl, weil ich dem Verein so dankbar bin. Der Schritt zurück hier in die Heimat, auch wenn es erstmal „unterklassiger“ war, hat sich für mich richtig gelohnt. Ich war insgesamt sieben Jahre bei der Wormatia und die vergangene Saison war die mit Abstand beste davon. Auch in der Landesliga ist es nicht so leicht, so viele Tore zu schießen.

Und im Oberliga-Team haben Sie dann auch mittrainiert und erste Minuten sammeln dürfen.

Der Verein hat meine Leistungen anerkannt, wofür ich sehr dankbar bin. Leider blieb es am Ende bei zweimal reinschnuppern.

Warum hat es nicht zu mehr Einsätzen im Oberliga-Team gereicht?

Die Konkurrenz war groß mit Jan Dahlke, der super gespielt hat und Daniel Kasper, der in der Hinrunde überragend war. Und es ging natürlich auch um den Aufstieg. Peter hat mit mir über meine Rolle gesprochen, die ich akzeptiert habe, weil ich im letzten Sommer ja auch für die Landesliga und nicht für die Oberliga bei der Wormatia unterschrieben habe. Ich kann mich also nicht beschweren, weil ich in der Landesliga meine Spielminuten immer bekommen habe und meine Leistung dort gepasst hat.

Wie war denn der Austausch mit Peter Tretter?

Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm. Er hat mir, wie auch alle Oberliga-Spieler, immer geholfen. Es hat keine Rolle gespielt, dass ich eigentlich ein Landesliga-Spieler war.

Ab wann wussten Sie, dass es bei der Wormatia in diesem Sommer nicht in der Oberliga weitergeht für Sie?

Das war so gegen Ende April. In den Gesprächen mit den Verantwortlichen habe ich gemerkt, dass ich in der kommenden Saison wohl nicht so auf die Einsatzzeiten gekommen wäre, die ich mir gewünscht hätte. Jetzt bin glücklich, dass ich nächstes Jahr in Mechtersheim trotzdem Oberliga spielen kann.

Was hat für einen Wechsel nach Mechtersheim gesprochen?

Die Mannschaft spielt einen super Fußball und war auch in den Spielen gegen die Wormatia in der abgelaufenen Saison sehr stark. Der Verein möchte junge Spieler entwickeln, hat top ausgebildete Jungs in seinen Reihen und ist fußballerisch einfach gut.

Und wie werden Sie in die Spiele gegen die Wormatia in der kommenden Saison gehen?

Das wird natürlich besonders für mich. Aber ich setze dann trotzdem alles daran, dass meine Mannschaft gewinnt.



Aufrufe: 018.6.2024, 18:12 Uhr
Stefan MannshausenAutor