
Die Sportfreunde Düren haben sich für 96 engagierte Minuten nicht belohnt. Mit einem Last-Second-Gegentreffer verloren sie ihr Heimspiel in der Fußball-Mittelrheinliga gegen Blau-Weiß Königsdorf mit 2:3.
„Es ist einfach passend zu dieser Spielzeit“, lautete der erste Kommentar von Sportfreunde-Coach Marcel Demircan. Er musste sich von seinem Stuhl aus anschauen, wie die Königsdorfer mit Siegerbild die drei Punkte in Düren feierten. Aber die Sportfreunde hätten die Mannschaft sein sollen, die den Sieg hätte feiern können.
Auf dem großen Naturrasen gehörte die Anfangsphase den Gästen. Viermal kamen sie gefährlich vor das gegnerische Tor. Dürens Keeper Philipp Müller musste nur einmal sein Können zeigen, denn der Gast war im Strafraum zu verspielt und suchte zu wenig die Abschlüsse.
Wie Effizienz in Halbzeit eins geht, zeigte Demircans Elf. Hagen Blohm setzte sich auf der linken Seite durch. Seine flache Flanke vollendete Marcel Reisgies zum 1:0 (28.). Es war die erste und einzige Chance der Sportfreunde, die sich damit die Pausenführung sicherten.
Je länger das Spiel dauerte, umso mehr verdienten sich Demircans Spieler diesen Vorsprung. Sie rannten konsequent an, verteidigten im Verbund und erspielten sich in Abschnitt zwei vermehrt Torchancen. Eine Ecke verlängerte Reisgies am ersten Pfosten, am zweiten verpasste aber Xhelal Kurtaliqi knapp. Raiju Obuchi setzte seinen Abschluss nach Flanke von Paul Filatov zu zentral, und bei Blohms Schuss musste sich der Gästekeeper strecken.
Königsdorf, das sehr schnell umschaltete, blieb brandgefährlich. Nach einem Ballverlust klärten Kurtaliqi und Luca Bergstreiser in höchster Not zur Ecke. Diese konnte nicht weit genug abgewehrt werden, und den zweiten Flankenball nutzte Oliver Ploch zum Ausgleich (68.).
Die Spieler vom Grüngürtel kamen nicht aus dem Tritt. Einen Freistoß aus 18 Metern setzte Dominik Klepgen unten in die Ecke zur erneuten Führung (77.). In der Folge hätten die Hausherren das 3:1 nachlegen müssen. Entweder war der Schuss zu unplatziert, der bessere Mann wurde in der Mitte nicht gefunden oder es war wie beim Abschluss von Hiroto Yamashita Pech dabei, dass der Keeper den Ball vor der Linie mit dem Fuß abwehren konnte.
„Der Unterschied war die offensive Qualität“, lautete die präzise Analyse von Demircan. Nach einer Flanke von links köpfte Taimu Nonaka den Ausgleich (90.). In der vierten von fünf angezeigten Nachspielminuten musste Torschütze Klepgen, der stark spielte, mit Gelb-Rot runter. Königsdorf blieb am Drücker, und der letzte Schuss von Kapitän Noah Kürmali ging über den Pfosten ins Tor (90.+6).
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