2026-03-13T07:45:35.464Z

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„Spielt keine Rolle mehr“ – Porz will in Bornheim Wiedergutmachung

von Andreas Santner · Heute, 06:51 Uhr · 0 Leser
Das Hinspiel lief aus Sicht der SpVg Porz nicht nach Plan: Beim Bornheimer 5:0 feierte der Aufsteiger die ersten Mittelrheinliga-Punkte.
Das Hinspiel lief aus Sicht der SpVg Porz nicht nach Plan: Beim Bornheimer 5:0 feierte der Aufsteiger die ersten Mittelrheinliga-Punkte. – Foto: LaBima

Nach deutlichen Niederlagen am vergangenen Wochenende treffen der SSV Bornheim und die SpVg Porz im direkten Duell aufeinander. Während Bornheim an den Kantersieg aus dem Hinspiel anknüpfen möchte, muss Porz-Trainer Jonas Wendt vor dem wegweisenden Spiel auf wichtige Stammkräfte verzichten.

In der Mittelrheinliga rückt das untere Tabellendrittel enger zusammen, und für den SSV Bornheim sowie die SpVg Porz geht es am Sonntag um wichtige Punkte. Es ist das Duell des Tabellenzehnten gegen den Zwölften, zwei Mannschaften, die am vergangenen Spieltag empfindliche Rückschläge hinnehmen mussten. Während der Aufsteiger aus Bornheim mit 0:4 beim FC Wegberg-Beeck unter die Räder kam, erlebte Porz beim 1:5 eine empfindliche Niederlage. Nur zwei Zähler trennen die Kontrahenten derzeit.

Osmaan: "Hinrunden-Ergebnis spielt keine Rolle mehr"

Besonders in Bornheim weckt das Aufeinandertreffen positive Erinnerungen. Das Hinspiel markierte mit einem 5:0-Erfolg den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Mittelrheinliga. Sharifo Osmaan, der sportliche Leiter des SSV, mahnt jedoch vor verfrühter Euphorie: „Damals war es ein wichtiger Auswärtssieg nach zuvor vier Niederlagen in Folge. In der Rückrunde zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Aus den ersten vier Spielen haben wir vier wichtige Punkte geholt. Jetzt gilt es, wie schon in der Hinrunde, eine neue Erfolgsserie zu starten.“ Für den 32-Jährigen ist die aktuelle Phase der Saison die kritischste. „Die kommenden Partien sind entscheidend im Kampf um den Klassenerhalt. Jeder Punkt zählt, um sich frühzeitig eine gute Ausgangsposition für die Planung der neuen Saison zu sichern. Dabei ist klar: Porz wird ein unangenehmer Gegner sein, und das deutliche Ergebnis aus dem Hinspiel spielt keine Rolle mehr. In der Rückrunde entwickeln sich Mannschaften weiter oder verlieren an Stabilität“, so Osmaan weiter.

Bornheim-Coach Patrick Schmitz (li.) und Jonas Wendt, Trainer der SpVg Porz stehen sich am Sonntag gegenüber.
Bornheim-Coach Patrick Schmitz (li.) und Jonas Wendt, Trainer der SpVg Porz stehen sich am Sonntag gegenüber. – Foto: LaBima

Auf der Gegenseite herrschte bei der SpVg Porz Erklärungsbedarf. Trainer Jonas Wendt zeigte sich zuletzt mit dem Auftreten seiner Elf unzufrieden und suchte das Gespräch mit dem Kader. „Wir wollen vor allem in der Art und Weise Wiedergutmachung betreiben. So wie in der ersten Halbzeit gegen Siegburg dürfen wir uns nicht mehr präsentieren. Wir haben uns intensiv mit der Mannschaft zusammengesetzt – sowohl gemeinsam als Trainerteam als auch intern unter den Spielern. Dabei war uns wichtig zu betonen, dass wir uns nicht in einer Krise befinden, sondern eher präventiv arbeiten, damit wir gar nicht erst in eine rutschen“, erklärt der 43-Jährige. Wendt verweist auf den immer noch soliden Vorsprung von sechs Punkten auf die Abstiegsränge, sieht sein Team aber vor einer physischen und personellen Zerreißprobe.

Wendt: "Das trifft uns hart"

Mit Daniel Spiegel (Außenbandriss) sowie den Langzeitverletzten Buhari-Ibn Tusina und Taylan Gülmez (beide Kreuzbandriss) fallen gleich drei absolute Stammkräfte langfristig aus. Zudem fehlt Etienne Kamm gesperrt. „Personell sieht es aktuell nicht gut aus. Das trifft uns hart“, gesteht Wendt, der immerhin André Rostek nach einer Gelbsperre zurückerwartet. Trotz der Widrigkeiten gibt sich der Trainer kämpferisch: „Wir freuen uns auf Sonntag, weil man im Fußball schnell die Chance hat, Dinge wieder geradezurücken – vor allem über die Art und Weise. Es wird ein Spiel auf kleinem Platz mit viel Dynamik und sicher einigen Zuschauern. Das Hinspielergebnis haben wir nicht vergessen. Am Ende zählt für uns, dass wir über dem Strich stehen.“