Nach drei Siegen in Serie musste der SC Spelle-Venhaus im Heimspiel gegen den Aufsteiger HSC Hannover einen herben Rückschlag hinnehmen. Vor 446 Zuschauern im Getränke Hoffmann Stadion unterlag der Fußball-Oberligist mit 1:3 (0:1). „Eine verdiente Niederlage in der Höhe“, resümierte Sportleiter Markus Schütte ernüchtert nach dem Abpfiff.
„Uns fehlte heute die nötige Durchschlagskraft und bei vielen einfach ein paar Prozent“, so Schütte. Der SC Spelle-Venhaus agierte gegen einen clever auftretenden Aufsteiger ungewohnt blass. Besonders in den entscheidenden Momenten fehlte den Emsländern die letzte Präzision und Entschlossenheit, um den Gast ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Trainer Tobias Harink hatte sich für Kontinuität entschieden und setzte auf die gleiche Startelf, die zuvor den Tabellenführer MTV Eintracht Celle mit 3:1 besiegt hatte. Doch gegen den diszipliniert auftretenden HSC Hannover, der zuletzt mit einem 4:0 gegen den SV Meppen II überzeugt hatte, fand Spelle kein Durchkommen.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase war es schließlich der Gast aus Hannover, der das erste Ausrufezeichen setzte. Eine direkt verwandelte Ecke durch den jungen Tayar Tasdelen brachte den HSC in der 20. Minute in Führung. „Wir waren nicht aggressiv genug“, monierte Schütte später. Der Aufsteiger zeigte sich in der ersten Hälfte taktisch clever und ließ Spelle kaum zur Entfaltung kommen.
Kurz vor der Pause kam der SCSV zwar besser ins Spiel, doch vor dem Tor mangelte es an Genauigkeit. Die Offensivaktionen über Elias Strotmann und Marvin Kehl verpufften letztlich, auch weil der entscheidende letzte Pass oft nicht ankam. Auch Stürmer Tjark Höpfner, der in den letzten beiden Spielen dreimal getroffen hatte, blieb blass.
Die Hoffnungen auf eine Wende nach der Halbzeit wurden schnell gedämpft: Bereits in der 47. Minute erhöhte der HSC Hannover durch Luc-Elias Fender auf 2:0. Der Schock saß tief, doch Spelle zeigte Moral. Nach einer Einzelleistung von Strotmann holten die Gastgeber einen Elfmeter heraus, den Marvin Kehl im Nachschuss verwandelte (57.).
In der Schlussphase erhöhte Spelle den Druck. Die Einwechslungen von Steffen Wranik und Niklas Oswald brachten frischen Wind in die Offensive. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Ein starker Schuss von Wranik wurde von Hannovers Keeper Bastian Fielsch mit einer Glanzparade entschärft. Die endgültige Entscheidung fiel in der 82. Minute, als der eingewechselte Moritz Riegel den 3:1-Endstand für die Gäste markierte.
Am kommenden Samstag, den 14. September, bekommt der SC Spelle-Venhaus erneut die Chance, vor heimischem Publikum Wiedergutmachung zu betreiben. Dann empfängt das Team den SSV Vorsfelde. Anpfiff im Getränke Hoffmann Stadion ist um 18 Uhr.