2024-05-24T11:28:31.627Z

Spielvorbericht
– Foto: Sebastian Harbke

Spektakel? Nein! Abstiegskampf? Ja!

Ein richtungsweisendes Nordthüringer Kellerduell steht in der Landesklasse 2 zwischen dem SV National Auleben und dem VfB Artern auf der Agenda.

Dabei war es zuletzt torreich, wenn die Teams in der Liga auf dem Feld standen. Wird es aus diesmal Spektakel geben? Wichtiger als viele Tore sind für beide Mannschaften aber die drei Punkte auf dem Weg zum Saisonziel „Klassenerhalt“…

Dabei hat der VfB Artern die bessere Ausgangslage als die Hausherren vom SV National Auleben. Denn die Mannschaft von Patrick Gonnermann hat vier Punkte Vorsprung auf die Elf von Enrico Leifheit. „Wir hängen die Bedeutung des Spiels gegen Auleben nicht so hoch. Ob wir gewinnen oder verlieren hat keinen großen Einfluss, weil danach noch acht Spieltage sind“, relativiert aber Artern-Coach Gonnermann. Sein Gegenüber Enrico Leifheit hängt die Bedeutung hingegen ein paar Etagen höher: „Es ist durchaus ein Sechs-Punkte-Spiel für uns. Wir könnten mit einem Sieg den Abstand auf einen Zähler verkürzen. Gelingt uns das nicht, wird es schwer den Anschluss ans untere Mittelfeld zu halten. Der Fokus sollte klar sein und die Einstellung der Jungs die 100-Prozentmarke nicht unterschreiten. Aber das weiß auch der Gegner, der sicher hochmotiviert nach Auleben reisen wird.“

Beide Teams mit aufsteigender Form

Bleiben sich die Gäste aus Artern am Wochenende treu, gibt es eine Niederlage beim Nordthüringer Kontrahenten. Denn in den letzten sechs Partien wechselten sich beim VfB regelmäßig Sieg und Niederlage ab. „Die Unkonstante ist bei genauerem Hinsehen nicht so "schlimm". Gegen Arenshausen hatten wir kein Spielglück und gegen Kölleda waren wir nicht gut. Ansonsten haben wir zuletzt drei Spiele in der Rückrunde gewonnen. Somit geht die Tendenz nach oben. Aber man darf nicht vergessen, dass wir gegen den Abstieg spielen. Da wäre es vermessen zu erwarten, dass wir jedes Spiel gewinnen. Davon abgesehen hatten wir immer wechselnde Spieler in der Startelf“, ordnet hier aber Gonnermann ein.

Nach zwei klaren Siegen in Serie gab es für Auleben letzte Woche dann eine 3:5-Niederlage in Wüstheuterode. Im Schnitt gab es in den letzten drei Partien mehr als sieben Tore bei den Partien der Leifheit-Elf. „Da wurde mehr Spektakel reininterpretiert, als dann geboten war. Das schürt natürlich eine Erwartungshaltung. Wir haben in den letzten Wochen gut trainiert, aber weiter Probleme in der Kaderbreite. Nach den erfolgreichen Spielen hatten wir in Wüstheuterode nichts anderes gemacht. Allerdings hatten wir an diesem Tag eine Spitzenmannschaft als Gegner und aufgrund von einigen Schiedsrichter-Entscheidungen den Fokus verloren“, sagt Enrico Leifheit mit die letzten drei Partien.

Nun wartet auf beide Teams wohl ein hartes Stück Arbeit, wie beide Trainer einschätzen. „Ich war noch nie in Auleben. Sie werden sicherlich alles reinwerfen, soweit sind sie schließlich nicht weg. Vielleicht haben sie auch noch ein bisschen Wut im Bauch von Hinspiel“, schätzt Artern-Trainer Gonnermann ein. Das angesprochene Duell gewann der VfB mit 4:2. „Wir müssen die herausragende Offensivstärke des Gegners eindämmen. Auch wenn uns am Wochenende wieder einige Akteure fehlen werden, haben wir doch eine starke Mannschaft auf dem Feld die die Überzeugung mit den Fans im Rücken auf dem Platz bringen wird“, so die finale Einschätzung von Heimtrainer Enrico Leifheit.

Statt Spektakel heißt es am Samstag-Nachmittag dann Nordthüringer Abstiegskampf…

Aufrufe: 012.4.2024, 12:50 Uhr
André HofmannAutor