
Zu ungewohnt später Stunde am Sonntagabend traten sich im Topspiel der 3. Liga der MSV Duisburg und der SC Verl gegenüber. Topspiel stand an diesem Abend nicht nur drauf, Topspiel war auch drin. In einem packenden Duell vor 20.327 Zuschauern schenkten sich die Mannschaften nichts und mehr als einmal explodierte das Stadion im Torjubel. Am Ende gewann der MSV ein packendes Duell und kletterte damit im Klassement auf den zweiten Rang.
Auf dem Platz ging es gleich mit Vollgas zur Sache. Keine zwei Minuten waren absolviert, als Lex-Tyger Lobinger zum ersten Mal seien Jubel-Salto im Wedaustadion zeigte. Nach Zuspiel von Simon Symalla zog er von der Strafraumkante ab und überwand Verls Keeper Philipp Schulze mit einem platzierten Flachschuss. Der Jubel im Stadion war noch nicht verklungen, da glich Oualid Mhamdi für die Gäste aus. Er war am Ende der Nutznießer, nachdem die Zebras das Spielen einstellten und sich stattdessen über ein vermeintliches Foulspiel monierten – die Pfeife des Unparteiischen blieb allerdings stumm. Unmittelbar darauf vergab Alessio Besio von halblinker Position. Sein Schuss streifte nur das Außennetz (6.).
In der Folge wurden die klaren Torchancen weniger, die Intensität auf dem Platz bleib jedoch auf hohem Niveau. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und schenkten sich nichts. Im weiteren Verlauf machte sich das Fehlen von MSV-Kapitän Alexander Hahn immer stärker bemerkbar. Die Abstimmung der Duisburger Defensive stimmte überhaupt nicht und mehr als einmal hatten die Zebras Glück, dass Verl nicht konsequenter im Abschluss agierte. So stand Joshua Eze nach 32 Spielminuten im Zentrum völlig frei, scheiterte aber am Schlussmann Max Braune, der deutlich mehr zu tun hatte, als er es sich gewünscht hat. Durchaus überraschend ging Duisburg wenig später erneut in Führung. Symalla behauptete im Mittelfeld stark den Ball und steckte dann auf den durchstartenden Dennis Borkowski durch. Im direkten Duell mit Schulze blieb der eiskalt und traf zum 2:1 (35.). Kurz vor der Pause musste der Torschütze verletzt vom Platz, für ihn kam Niklas Jessen. Schuss war dann aber noch nicht, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit durfte Lobinger erneut jubeln. Einen 40-Meter-Solo-Lauf vollendete er mit dem 3:1.
Die zweite Hälfte begann gleich wieder furios. Duisburg drückte, Verl konnte hinten nicht klären und spielte den Ball unbeabsichtigt in die Füße von Patrick Sussek. Duisburgs Offensivmann fackelte nicht lange und zog aus 18 Metern ab – 4:1 (47.). Das gab den Hausherren mehr Sicherheit, auch wenn der Defensivverbund alles andere als souverän wirkte. Keiner fühlte sich nach 56 Zeigerumdrehungen für den Ball zuständig, sodass Niko Kijewski im Rückraum in aller Seelenruhe abschließen konnte. Mit viel Wucht traf er aber nur das Außennetz.
Duisburg stellte auf defensive Fünferkette um und ließ die Gäste kommen. Die Abstimmungsprobleme waren damit aber nicht vorbei, sodass Verl noch einmal herankommen konnte. Julian Stark verkürzte eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit auf 2:4. Jonas Arweiler brachte kurz darauf aus 16 Metern die Latte zum Beben, Duisburg wirkte unsicher und passiv. So musste der MSV-Anhang bis zur letzten Sekunde zittern, dann fiel der Jubel aber umso euphorischer aus. Die Zebras kletterten im Klassement auf den zweiten Platz, doch das hat in dieser Saison nur wenig Aussagekraft. Zwischen Platz eins und Platz sieben sind gerade einmal sechs Punkte Abstand.
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