
Der Siegburger SV 04 bleibt im Aufstiegskampf der Mittelrheinliga voll im Rennen und gewinnt beim 1. FC Düren mit 2:1. Durch die gleichzeitige Niederlage von Tabellenführer Bergisch Gladbach verkürzte der SSV den Rückstand auf Platz eins auf nur noch einen Punkt. Matchwinner war erneut William McIntosh, der nach seinem Dreierpack in der Vorwoche diesmal doppelt traf.
Die Partie nahm zunächst nur schleppend Fahrt auf, ehe ein Fehler im Dürener Aufbauspiel den Gästen die Führung ermöglichte. Nach einem misslungenen Pass von Yannick Marko legte Nico Kuhbier quer auf McIntosh, der in der 21. Minute zum 0:1 einschob.
Der Treffer öffnete die Partie spürbar. Düren antwortete beinahe postwendend, doch nach einem Abschluss von Tomoki Kitagawa rettete Mamy Condé kurz vor der Linie. Statt des möglichen Ausgleichs schlug Siegburg erneut eiskalt zu: Wieder bereitete Kuhbier vor, wieder vollendete McIntosh. Das 0:2 fiel in der 30. Minute.
Die Hausherren zeigten jedoch Moral und kamen noch vor der Pause zurück ins Spiel. Nach einer Ecke drückte Kitagawa den Ball in der 35. Minute zum 1:2 über die Linie. Nur wenige Minuten später lag sogar der Ausgleich in der Luft, doch SSV-Keeper Jens Fikisi rettete stark gegen Kitagawa.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine intensive Partie mit Chancen auf beiden Seiten. McIntosh hätte beinahe seinen nächsten Hattrick perfekt gemacht, doch ein Mitspieler stand unglücklich im Weg. Später lenkte Marko einen weiteren Abschluss des Angreifers stark über die Latte.
Düren drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich, ließ die besten Chancen jedoch liegen. Der eingewechselte Malik Tekin verfehlte gleich zweimal knapp das Tor. So brachte Siegburg den knappen Vorsprung mit großem Einsatz über die Zeit.
Trainer Alexander Otto zeigte sich nach Abpfiff zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft:
„Wir wollten maximalen Druck auf Bergisch erzeugen und das ist uns mit unserem Sieg gelungen.“
Vor allem die kämpferische Leistung imponierte ihm:
„Die Jungs haben ihr Herz auf dem Platz gelassen und sich den Sieg in der zweiten Halbzeit erkämpft.“ Der Coach sprach von einem typischen Arbeitssieg: „Ein dreckiger Sieg, bei dem am Ende drei Punkte für uns stehen.“
Auf Seiten der Gastgeber überwog trotz der Niederlage auch ein Stück Stolz auf die eigene Leistung. Trainer Luca Lausberg erklärte: „Wir hätten einen Zähler am Ende verdient gehabt.“
Vor allem mit dem Auftreten seiner Mannschaft war er einverstanden: „Insgesamt haben wir aber nicht viel zugelassen und uns auch selbst einige Chancen herausgespielt.“ Entscheidend seien letztlich die Fehler vor den Gegentoren gewesen.
Durch den Erfolg rückt Siegburg bis auf einen Punkt an Tabellenführer Bergisch Gladbach heran. Zusätzlich dürfte dem SSV der kommende Spieltag in die Karten spielen: Die Partie gegen den zurückgezogenen FC Pesch wird mit 2:0 gewertet, wodurch die Mannschaft kampflos weitere drei Punkte sammeln wird. Somit bleibt es vier Spieltage vor Schluss spannend, wer den Weg in die Regionalliga West antreten darf.