2025-04-02T15:12:16.030Z 1743700281198

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Legt den Ball an seinem Gegenspieler vorbei: Sportfreunde-Akteur Mustapha Chahrour (r.).
Legt den Ball an seinem Gegenspieler vorbei: Sportfreunde-Akteur Mustapha Chahrour (r.). – Foto: Manfred Heyne

Souveräne Sportfreunde lassen nichts anbrennen

Fußball-Landesliga

Fußball-Landesliga: Dürener Derby beim SV Kurdistan geht mit 3:0 an die Gäste aus dem Grüngürtel.

Das Dürener Derby zwischen dem SV Kurdistan Düren und den Sportfreunden Düren war eine komplett einseitige Angelegenheit, welche die Gäste verdient mit 3:0 für sich gestalten konnten. „Wir sind von Anfang an nicht im Derby angekommen. Wir waren nicht griffig, nicht da“, erkannte Thomas Graf, Trainer von Kurdistan Düren neidlos die Stärke des Gegners an. „Das war das zweite Spiel in Folge ohne einen einzigen Schuss auf unser Tor. Es war ein Derby heute, und meine Jungs haben das trocken heruntergespielt“, hatte Marcel Demircan, der Coach der Sportfreunde, viele Gründe stolz auf seine Spieler zu sein.

Auf dem schwer bespielbaren Geläuf in Mariaweiler kamen seine Mannen viel besser mit den Gegebenheiten zurecht. Sie setzen nicht auf das „Klein-Klein-Spiel“, schafften es aber trotzdem den Ball über mehrere Stationen weiterzuleiten. Dass die Defensive nichts zuließ, hatte auch viel mit der läuferischen Arbeit des Mittelfelds und der Offensive der Gäste zu tun. Beim frühen ersten Tor erkämpfte sich Kapitän Selim Düskün am Boden per Grätsche einen verloren geglaubten Ball. Mustapha Chahrour kam so auf der rechten Seite an das Spielgerät. Er ließ drei Gegenspieler stehen, steckte auf Marc Wollersheim durch, der gegen seinen Ex-Verein einnetzte (9.).

Ex-Kurdistan-Spieler trifft

Torchancen waren rar gesät im Dürener Derby. Es dauerte bis zur Mitte der ersten Hälfte, ehe nach einer Ecke die Sportfreunde fast das 2:0 erzielt hätten. SVK-Keeper Tobias Werres kam nur mit den Fingerspitzen an das Leder. Im hinteren Bereich des Strafraums zog Marcel Reisgies ab, ein Kurdistan-Spieler auf der Torlinie konnte aber noch retten.

Wenig später war das 2:0 dann fällig. Eine Flanke von Wollersheim von rechts war einen Tick zu lang. Immerhin kam Reisgies an die Kugel, der mit Auge den in der Mitte einschussbereiten Tobias Frohn sah. Mit einer starken Fußabwehr verwehrte Werres zwar Frohn das Tor, der Ball sprang aber direkt zu Andi Ceka, und der zweite EX-Kurdistan-Spieler erzielte das 2:0 (32.). Mit dem 0:2 ging es auch in die Pause.

Die besten Minuten der Heimelf waren die ersten sechs Spielminuten nach Wiederanpfiff. Die Gäste wurden ein wenig in Richtung eigener Strafraum gedrückt. „Dann kam leider unser Platzverweis“, sprach Trainer Graf den frühen Knackpunkt in Hälfte zwei an. Innenverteidiger Salifu Krubally unterlief ein Stockfehler. Wollersheim lief an ihm vorbei und war nur noch durch ein Festhalten zu stoppen. Folgerichtig sah Krubally Rot (52.). Den folgenden Freistoß setzte Reisgies an den Pfosten.

Auch im weiteren Spielverlauf sollte zunächst kein beruhigender dritter Treffer aus Sicht der Sportfreunde folgen. Zwei große Möglichkeiten waren vorhanden. Nach Durchstecker von Frohn scheiterte Wollersheim an Werres. Bei der zweiten Chance sprang der Ball etwas komisch hoch, und der aussichtsreiche Versuch von Reisgies ging in die Wolken.

„Das 3:0 muss früher fallen“, war Coach Demircan aber sonst hochzufrieden. Der Treffer fiel in der Nachspielzeit, als sich der eingewechselte Niclas Mandelartz im Laufduell gegen Veli Cebe durchsetzen konnte und den 3:0-Endstand erzielte (90.+2).

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Aufrufe: 08.9.2024, 15:47 Uhr
Sebastian AdrianyAutor