
Die 1:5-Niederlage am vergangenen Wochenende war nur die Spitze des Eisbergs: Zuvor musste sich der VfB Bottrop dem ESC Rellinghausen und dem PSV Wesel geschlagen geben. Beim 1. FC Lintfort reichte es immerhin für eine Punkteteilung. So ordnet VfB-Kapitän Raphael Steinmetz die aktuelle Lage ein.
Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass der Herbstmeister der Landesliga, Gruppe 2, fast immer als sicherer Oberliga-Aufsteiger galt. Wer hätte auch damit rechnen können, dass der auf Platz eins zum Rückrundenstart stehende VfB – nachdem er in der Hinrunde keine Niederlage hat hinnehmen müssen – mit nur einem Sieg, einem Unentschieden und drei aufeinanderfolgenden Pleiten in das neue Jahr starten würde?
Gegenüber RevierSport ordnet Steinmetz – Kapitän des Landesligisten – die Lage ein: „Wenn wir die drei Spiele an Spieltag 4, 9 und 13 verloren hätten, würde sich niemand beschweren. Aber jetzt haben wir viermal hintereinander nicht gewonnen, davon dreimal verloren. Diese Phase sieht natürlich alles andere als positiv aus.“
Die bittere Erkenntnis: Während der VfB mit voller Wucht in Richtung Krise rast, liefert die Konkurrenz rundum ESC Rellinghausen und SV Budberg komplett ab. Für Raphael Steinmetz kein Grund, den Traum von der Oberliga abzuschreiben: „Es sind noch elf Spiele zu absolvieren, also noch ein Drittel der Saison. Deshalb wäre es unseriös, jetzt Prognosen zu stellen. Wir sind im Aufstiegsrennen voll dabei, und daran haben auch die drei Niederlagen nichts geändert“, erklärt der 31-Jährige.
Dass sich die Bottroper in Talfahrt befinden, dürfte klar sein. Auch deswegen hat sich der – zu diesem Zeitpunkt noch amtierende – Spitzenreiter viel vorgenommen, bevor es zum 1:5-Debakel gegen den VfB Speldorf kam: „Wir hatten uns für das Spiel viel vorgenommen, doch auf dem Platz war davon wenig zu sehen. Nach 20 Minuten stand es schon 0:3. Speldorf hat sowohl defensiv als auch offensiv hervorragend gespielt. In der zweiten Halbzeit haben dann beide Mannschaften einen Gang zurückgeschaltet. Ich hoffe, dass das der letzte Weckruf für alle in der Mannschaft war“, erklärt Steinmetz.
Der Weckruf muss bis Sonntag (15. März, 15.30 Uhr) angekommen sein, denn dann ist die SG Essen-Schönebeck zu Gast im Jahnstadion. Die Tabellensituation suggeriert zwar, es könnte ein dankbarer Aufbaugegner für den VfB sein, die Statistiken hingegen sprechen eine andere Sprache: Die letzte Niederlage der SGS liegt knapp drei Monate zurück – mit entsprechend viel Rückenwind werden sie an den angeschlagenen Drittplatzierten gehen.
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