2026-01-09T09:36:09.492Z

Spielbericht
832 Zuschauer bildeten eine tolle Kulisse im Jetzendorfer Stadion.
832 Zuschauer bildeten eine tolle Kulisse im Jetzendorfer Stadion. – Foto: Robert Ohl

"So gut wie möglich verkauft": Jetzendorf gegen Haching chancenlos

Klassenunterschied bemerkbar

Der TSV Jetzendorf empfing die SpVgg Unterhaching im Totopokal. Der Landesligist war schlussendlich chancenlos, feierte aber ein großes Fußballfest.

Es war ein großes Fußballfest für Landesligist TSV Jetzendorf in der zweiten Runde des Toto-Pokals. Vor 832 Zuschauern gaben die Jetzendorfer gegen den Gast aus der Regionalliga, die SpVgg Unterhaching, in allen Belangen mehr als nur eine gute Figur ab. In Sachen sportlicher Fairness, aber auch was das Benehmen der Fans angeht, können sich hier einige Vereine eine dicke Scheibe abschneiden.

Die SpVgg um Trainer Sven Bender und Präsident Manfred Schwabl hatte nicht nur Geschenke mitgebracht. Die Hachinger verzichteten auch auf den Anteil an den Zuschauereinnahmen, der ihnen im Pokalwettbewerb zusteht. Somit blieben alle Eintrittsgelder beim TSV Jetzendorf.

Wesley Krattenmacher überragt bei der SpVgg Unterhaching

Sportlich war wie erwartet Einbahnstraßenfußball geboten. Jetzendorfs Trainer Markus Pöllner ließ seine Elf in einer defensiven 4-1-4-1-Aufstellung antreten. Und das wurde, so gut es ging, auch umgesetzt. Die Gäste waren aber in allen Belangen haushoch überlegen, und der Zwei-Klassen-Unterschied war deutlich sichtbar. Eine Augenweide war der erst 16-jährige Wesley Krattenmacher, der Bruder des Bayernprofis Maurice Krattenmacher, der an Hertha BSC ausgeliehen ist, zeigte ein Topleistung. Angeführt wurde die junge Mannschaft von den Oldies Manuel Stiefler und Markus Schwabl.


Jetzendorf konnte sich nur selten befreien, stand in den ersten 45 Minuten unter Dauerdruck. Das 0:1 erzielte in der 14. Minute Christopher Negele nach einem wunderschönen Spielzug. Wesley Krattenmacher hämmerte in der 21. Minute den Ball aus 16 Metern in die Maschen, bevor Christopher Negele praktisch mit dem Halbzeitpfiff das 0:3 erzielte.

SpVgg Unterhaching macht es deutlich

Tim Hannemann traf kurz nach der Pause aus kurzer Distanz, und als nur zwei Minuten später das 0:5 ebenfalls durch Tim Hannemann nach schönem Spielzug im 16er fiel, wurde es deutlich. Seinen Hattrick vollendete Tim Hannemann in der 64. Minute mit dem Kopf. Den Schlusspunkt setzte Routinier Simon Skarlatidis mit einem abgefälschten Freistoß aus 18 Metern zum 0:7 eine Viertelstunde vor Schluss.
Jetzendorfs Trainer Markus Pöllner meinte nach dem Spiel: „Wie erwartet war es das schwere Spiel. Aber wir haben vor dem Spiel gesagt, wir verkaufen uns so teuer wie möglich. Und das ist uns gelungen. Die SpVgg war richtig gut, technisch perfekt, Passqualität und einfach alles war echt top.“

„Wir nehmen alles Positive einfach mit in die nächsten Ligaspiele“

Das Spiel sei leider schnell entschieden gewesen, zumal es für Jetzendorf die dritte englische Woche und das zehnte Spiel in 18 Tagen gewesen sei. „Aber wir haben uns so gut wie möglich verkauft, vor einer coolen Kulisse, und wir nehmen alles Positive einfach mit in die nächsten Ligaspiele.“
SpVgg-Trainer Sven Bender war zufrieden mit seinem Team: „Wir haben dieses Spiel gegen einen Gegner, der zwei Ligen unter uns spielt, sehr ernst genommen und das Ziel, eine Runde weiterzukommen, klar und verdient erreicht. Solche Spiele kannst du nur positiv gestalten, wenn sie auch alle ernst nehmen, und das war der Fall. Auf zur nächsten Runde und den Liga-Aufgaben, wir freuen uns!“

Aufrufe: 07.8.2025, 12:36 Uhr
Robert OhlAutor