Beim VfL Bochum wurde der heute 26-Jährige früh als großes Talent wahrgenommen. Als Leihspieler bei Twente Enschede sammelte er in den Niederlanden Spielpraxis und überzeugte mit drei Toren und einer Vorlage in zehn Partien. Der nächste Schritt im Ruhrgebiet blieb ihm anschließend jedoch verwehrt, weil Verletzungen seinen Weg immer wieder unterbrachen. Besonders ein Kreuzbandriss im Jahr 2019 war ein schwerer Einschnitt in seiner Entwicklung.
Später spielte Bapoh für den VfL Osnabrück in der 2. Bundesliga und in der 3. Liga. Mit Alemannia Aachen gehörte er zur Mannschaft, die in der Saison 2023/24 die Meisterschaft in der Regionalliga West feierte und in die 3. Liga aufstieg. Zuletzt lief er in der Rückrunde der vergangenen Saison für die Sportfreunde Lotte auf, ehe er vereinslos wurde. Der Wechsel nach Uerdingen sollte für beide Seiten eine Chance sein: Bapoh hätte wieder aufgebaut werden können, der KFC hätte im besten Fall einen Unterschiedsspieler für die entscheidende Saisonphase bekommen.
Kein Einsatz für den KFC Uerdingen
Dazu wird es jedoch nicht kommen. Nach FuPa-Informationen wird Bapoh in dieser Saison nicht mehr für den KFC Uerdingen spielen. Auch grundsätzlich wird der offensive Mittelfeldspieler nicht mehr für den Verein auflaufen. Er befindet sich weiterhin im Aufbautraining, sodass die Zeit zeigen muss, in welchem Umfang und auf welchem Niveau er noch einmal in den Spielbetrieb zurückkehren kann.
Für die kommende Saison besitzt Bapoh keinen Vertrag beim KFC. Einen neuen Kontrakt wird es ebenfalls nicht geben, wie der Klub auf Nachfrage erklärt hat. Damit trennen sich die Wege nach wenigen Monaten wieder, ohne dass der frühere Zweitliga-Spieler für Uerdingen zum Einsatz gekommen ist.
Ein fitter Bapoh hätte im Aufstiegsrennen der Oberliga ein X-Faktor werden können. Mit seiner Technik, seiner Spielintelligenz und seiner Erfahrung aus höheren Ligen hätte er dem KFC im engen Aufstiegsrennen zusätzliche Qualität geben können. Genau daraus wird nun nichts. Der Wintertransfer bleibt damit ein Versuch, der auf dem Papier viel versprach, auf dem Platz aber keine Wirkung mehr entfalten wird. Es bleibt zu hoffen, dass Bapoh nachhaltig fit wird und noch einmal angreifen kann - wo auch immer.