
Der 35-jährige Publikumsliebling wechselt ablösefrei zum FC Erzgebirge Aue. Unterhaching konnte ihm keine langfristige Vertragslaufzeit bieten.
Der personelle Aderlass zur neuen Saison war bei der SpVgg Unterhaching nach dem Aufstiegsverzicht vor ein paar Wochen aufgrund ungesicherter Finanzierung einer Drittligasaison zu erwarten gewesen. Nun hat der Trend gleich mit dem ersten Stammspieler Fahrt aufgenommen. Publikumsliebling, Aufstiegsheld von 2023 und Dauerbrenner Simon Skarlatidis verlässt die Hachinger nach fünf Jahren und kehrt zu seinem Ex-Verein FC Erzgebirge Aue zurück.
In der aktuellen Situation können wir ihm und seiner Familie leider nicht die Sicherheit bieten, die er in Form einer längerfristigen Vertragslaufzeit braucht.
Haching-Boss Manni Schwabl
Die SpVgg konnte dem verdienten Stammspieler keine langfristige Perspektive bieten und hatte gegen den Drittliga-Absteiger nun in Sachen Vertragsverhandlungen das Nachsehen. Der 35-jährige Standardspezialist wechselt nach Aue ablösefrei und unterschrieb bei jenem Verein, bei dem er bereits zwischen 2015 und 2017 zwei Jahre lang spielte. Der quirlige Deutsch-Grieche mit großen Kämpferherz schoss für die Hachinger in 174 Pflichtspielen 32 Treffer und bereitete weitere 51 Tore vor. Unvergessen bleibt für viele Fans das Außenrist-Tor in der Drittliga-Aufstiegsrelegations-Rückspiel im Unterhachinger UhlsportPark gegen den FC Energie Cottbus. „Er war auf und neben dem Platz ein sehr wichtiger Faktor für unseren Verein und ist ein überragender Typ. In der aktuellen Situation können wir ihm und seiner Familie leider nicht die Sicherheit bieten, die er in Form einer längerfristigen Vertragslaufzeit braucht“, erläutert SpVgg-Präsident Manfred Schwabl die Situation um die Vertragsverlängerung des Stammspielers der letzten Jahre.
Auch dem in Unterhaching mit seiner Familie verwurzelten Schwaben scheint der Abschied nicht leichtgefallen zu sein. „Gemeinsam haben wir große Erfolge gefeiert, sind nach Niederlagen noch enger zusammengerückt und haben Erinnerungen geschaffen, die ich nie vergessen werde. Ich wünsche dem Verein, seinen Mitarbeitern, den Fans und allen, die sich mit Herzblut engagieren, für die Zukunft nur das Beste. Danke für fünf unvergessliche Jahre“, so der gebürtige Schwabe.
Dem Beispiel von Skarlatidis dürften sich bis zum Hachinger Trainingsauftakt am 15. Juni oder spätestens bis zur Wechselfrist weitere wichtige Spieler anschließen. Von den Stammspielern der abgelaufenen Saison in der Regionalliga Bayern besitzen mehrere verdiente Kräfte keinen Vertrag mehr für die kommende Spielzeit 2026/2027. Leo Kainz ist bereits zum Ligakonkurrenten TSV Buchbach gewechselt und die beiden vom FC Bayern II ausgeliehenen Offensivkräfte Gibson Adu und Richard Meier dürften zu ihrem Stammverein zurückkehren. Notgedrungen bleibt den Hachingern nichts anderes übrig, als mit jungen Talenten den steinigen Weg eines kompletten Neuanfangs zu starten.