Nach sechs sieglosen Spielen feiert Absteiger TSV Brunnthal einen 2:1-Sieg gegen die SG Aying in der Kreisliga Zugspitze 1.
Es waren harte Wochen für den TSV Brunnthal, der nach zwei Abstiegen und dem kompletten Neuaufbau der Mannschaft zuletzt sechs Spiele sieglos war. Ausgerechnet im Derby gegen die SG Aying/Helfenbrunn gelang die Wende mit einem sicherlich glücklichen 2:1 (1:1)-Erfolg.
Es war das besondere Spiel für den Brunnthaler Trainer Michael Scherer, der in Helfendorf wohnt, letztes Jahr mit Aying aufgestiegen ist und nun seinen Heimatverein besiegte. Er warnte seine Mannschaft vor einer der besten Offensiven der Liga und sollte Recht behalten. Die Gäste gingen durch Nico Steinegger früh in Führung (3.) und hätten dann auch ein zweites oder drittes Tor nachlegen können. Unter anderem verschossen die Gäste einen Elfmeter. Die vergebenen Topchancen der ersten Hälfte passen in das Ayinger Bild der bisherigen Runde. Mit 15 Toren hat der Neuling die schlechteste Offensive der Liga und mit den 14 Gegentoren dafür die beste Defensive.
Das 1:1 zur Halbzeit durch den Elfmeter von Elia Ceschin (15.) war eher glücklich für die Brunnthaler. Nach der Pause wurden die Gastgeber besser und kamen durch Ceschins zweites Tor (90.) zum späten Siegtreffer. Danach hatte man richtig Glück, als der Ausgleich wegen Abseits nicht gegeben wurde. Auch die Gastgeber waren etwas überrascht, dass das 2:2 weggepfiffen wurde. In der zweiten Halbzeit war Bezirksliga-Absteiger Brunnthal deutlich besser im Spiel.
Mit nun 15 Punkten nach 13 Spielen steht Brunnthal immer noch in der Abstiegsrelegation, hat aber nach zuletzt schmerzhaften Niederlagen gegen Tabellennachbarn den Anschluss zum rettenden Ufer gehalten. Trainer Michael Scherer ist überzeugt, dass man für den direkten Klassenerhalt die benötigten sechs Mannschaften hinter sich lassen kann. Scherer hatte die letzten Wochen immer um die 15 verletzt oder krank fehlenden Spieler und dazu war der einsatzfähige Rest auch nicht in Topform. „Unser Vorteil ist die Ausgeglichenheit der Liga“, betont der Trainer. Somit hat man auch bei dem Negativlauf der vergangenen Wochen den Anschluss nicht verloren. Nach der Winterpause rechnet Michael Scherer damit, dass man mit einem wieder breiteren Kader und Fortschritten beim Umbruch stärker wird. Er erwartet, dass man den Umweg über die Relegation zum Verbleib in der Kreisliga vermeiden könne.
Die SG Aying/Helfendorf wollte mit dem Derbydreier auf den dritten Platz klettern, ist nun aber Siebter mit 19 Punkten und vier Zählern Vorsprung auf die Abstiegsrelegation. „Damit können wir sehr gut leben“, sagt der sportliche Leiter Hermann Mayerl. Er bedauert nur, dass der Aufsteiger zu viele Topchancen liegenlässt und sich damit um die Belohnungen für die ansprechenden Leistungen bringt. Er kommt zu dem Fazit, dass man gut in der Liga angekommen ist und nur noch die Chancenverwertung besser werden muss. Mit vier Punkten zum ersten Platz und vier Punkten zur Abstiegsrelegation ist in dieser extrem engen Kreisliga der Spielgruppe Zugspitze alles irgendwo in Reichweite. Der sportliche Leiter wäre deshalb zufrieden, wenn man den aktuellen Mittelplatz im weiteren Saisonverlauf festigen könne: „Wir sind glücklich, wenn wir mittendrin statt nur dabei sind.“