
Ein langer, intensiver Hallentag hat am heutigen Dienstag das Dreikönigsturnier des SV Oberelchingen beschlossen. In der Brühlhalle entwickelte sich über Stunden ein Wettbewerb ohne Leerlauf, geprägt von zehnminütigen Spielen, hoher Taktung und klaren Entscheidungen. Am Ende setzte sich die SGM Aufheim/Holzschwang durch und gewann das Turnier mit einem Finalsieg gegen den SC Türkgücü Ulm. Der Weg dorthin führte über dominante Gruppenspiele, ein einseitiges Halbfinale und ein enges Endspiel, das den sportlichen Bogen dieses Turniers schloss.
Ein Turniertag ohne Atempausen
Bereits ab dem frühen Morgen war klar, dass dieses Dreikönigsturnier keine Schonfrist bieten würde. Zwei Siebenergruppen, ein durchgehender Spielplan und kurze Pausen verlangten allen Mannschaften höchste Konzentration ab. Zehn Minuten Spielzeit pro Partie bedeuteten permanente Entscheidungen unter Zeitdruck. Fehler wirkten sofort, gute Phasen mussten konsequent genutzt werden. Die Brühlhalle wurde so zum Beschleuniger eines Turniers, das über Rhythmus und Klarheit entschieden wurde.
Gruppe A: Aufheim/Holzschwang setzt früh Maßstäbe
In der Gruppe A gab die SGM Aufheim/Holzschwang von Beginn an den Ton an. Klare Siege wie das 4:0 gegen die TSG Söflingen, das 5:0 gegen den SV Thalfingen und das 4:1 gegen den VfL Ulm/Neu-Ulm sorgten früh für Abstand. Auch in den direkten Duellen mit den stärksten Verfolgern blieb die Mannschaft stabil und schloss die Gruppe mit 18 Punkten und einem Torverhältnis von 23:6 ab. Dahinter entwickelte sich ein enges Rennen um die weiteren Plätze. Der SV Esperia Italia Neu-Ulm behauptete sich mit 13 Punkten, gefolgt vom FC Birumut Ulm und dem VfL Ulm/Neu-Ulm. Die Gruppe zeigte eine breite Leistungsdichte, aber eine klare Spitze.
Gruppe B: Türkgücü Ulm dominiert offensiv
In der Gruppe B übernahm der SC Türkgücü Ulm die Rolle des Taktgebers. Mit 29 erzielten Toren und sechs Siegen aus sechs Spielen ließ die Mannschaft keinen Zweifel an ihrer Offensivstärke. Deutliche Ergebnisse wie das 8:0 gegen die SpVgg Au/Iller oder das 5:0 gegen den ESC Ulm unterstrichen diese Dominanz. Hinter Türkgücü behauptete sich der TSV Langenau, der sich mit 12 Punkten Platz zwei sicherte. TSF Ludwigsfeld folgte punktgleich, musste sich aber im direkten Vergleich geschlagen geben. Der Gastgeber SV Oberelchingen sammelte 9 Punkte und blieb im Mittelfeld der Gruppe.
Halbfinale: Einseitig und konsequent
Im ersten Halbfinale traf die SGM Aufheim/Holzschwang auf den TSV Langenau. Die Partie entwickelte sich früh in eine Richtung: Aufheim/Holzschwang nutzte seine Räume konsequent und gewann deutlich mit 7:1. Das zweite Halbfinale brachte das Duell zwischen dem SV Esperia Italia Neu-Ulm und dem SC Türkgücü Ulm. Türkgücü setzte sich hier mit 4:2 durch und zog verdient ins Finale ein.
Spiel um Platz drei: Offenes Visier bis zum Ende
Im Spiel um Platz drei trafen der SV Esperia Italia Neu-Ulm und der TSV Langenau aufeinander. Die Begegnung entwickelte sich torreich und ausgeglichen, ehe die Entscheidung im Neunmeterschießen fiel. Mit 10:9 setzte sich Esperia Italia Neu-Ulm durch und sicherte sich den dritten Platz nach einem Spiel, das die Zuschauer bis zuletzt fesselte.
Finale: Aufheim/Holzschwang behält die Kontrolle
Das Endspiel zwischen der SGM Aufheim Holzschwang und dem SC Türkgücü Ulm vereinte die beiden dominierenden Mannschaften des Turniers. Türkgücü brachte seine offensive Wucht ein, Aufheim/Holzschwang setzte auf Struktur und Effizienz. In einer engen Partie setzte sich schließlich Aufheim/Holzschwang mit 2:1 durch. Der Finalsieg war das Ergebnis eines über den gesamten Tag hinweg stabilen Auftritts und krönte eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Fazit: Ein Turnier mit klarer Handschrift
Das Dreikönigsturnier des SV Oberelchingen bot Hallenfußball in konzentrierter Form. Viele Spiele, kurze Zeitfenster und direkte Entscheidungen prägten den Tag. Mit der SGM Aufheim/Holzschwang gewann eine Mannschaft, die über Stunden hinweg Konstanz, Effizienz und Anpassungsfähigkeit zeigte. Die Brühlhalle wurde so zum Schauplatz eines Turniers, das weniger über Zufall als über Durchhaltevermögen entschieden wurde – und genau darin seine sportliche Qualität entfaltete.