
Am 27. Spieltag der Mittelrheinliga treffen die Sportfreunde Düren und die SV Eintracht Hohkeppel aufeinander. Die Ausgangslage ist brisant: Während den Sportfreunden bei einer Niederlage endgültig der Abstieg drohen könnte, darf sich Hohkeppel im Aufstiegsrennen ebenfalls kaum noch einen Ausrutscher erlauben.
Sieben Niederlagen in Folge sprechen eine klare Sprache, auch wenn die Leistungen der Sportfreunde zuletzt häufig ordentlicher waren als die Ergebnisse vermuten lassen. Mehrfach fehlte nur wenig zu Punkten gegen etablierte Mittelrheinligisten.
Trainer Marcel Demircan sieht vor allem fehlendes Spielglück als Problem: „Wir haben in den letzten vier Spielen dreimal gut mitgespielt und die Spiele hätten mit etwas Spielglück auch mit fünf Punkten für uns ausgehen können.“Den Einsatz seiner Mannschaft stellt er nicht infrage: „Der Wille, das Ruder herumzureißen, ist nach wie vor da.“
Intern scheint man sich bei den Sportfreunden allerdings mittlerweile mit dem Abstieg abgefunden zu haben. Nun gehe es darum, die Saison ordentlich zu Ende zu bringen „Niemand will das Kapitel SFD mit einem Abstieg beenden, aber damit haben wir uns jetzt abgefunden“, erklärt Demircan.
Die Zielsetzung für die verbleibenden Spiele sei dennoch klar: „Es gilt, die letzten vier Spiele so zu gestalten, dass unsere Zuschauer und Spieler Spaß daran haben.“
Bei SV Eintracht Hohkeppel lebt der Traum vom direkten Wiederaufstieg zumindest rechnerisch weiter. Allerdings ist man im Saisonendspurt auf Patzer der Konkurrenz aus Bergisch Gladbach und Siegburg angewiesen. Der jüngste Ausrutscher des Tabellenführers in Merten hat jedoch neue Hoffnung geweckt. Zudem meldete sich Hohkeppel mit dem deutlichen Sieg gegen Königsdorf zuletzt eindrucksvoll zurück.
Trainer Giuseppe Brunetto formuliert die Zielsetzung eindeutig: „Natürlich wollen wir nachlegen. Wir wollen schauen, dass wir am Sonntag vielleicht sogar etwas näher an Bergisch Gladbach heranrücken.“
Die Rollen vor der Partie sind klar verteilt. Bereits das Hinspiel endete mit einem deutlichen 7:0-Erfolg für Hohkeppel. Dennoch erwartet Brunetto keinen einfachen Nachmittag:
„Düren wird wahrscheinlich auch mitspielen, weil sie das Spiel gewinnen müssen.“
Gleichzeitig macht er deutlich, worauf es für seine Mannschaft ankommt: „Nichtsdestotrotz müssen wir unsere Hausaufgaben machen und uns für den Aufwand belohnen, den wir Woche für Woche betreiben.“