
Was für ein Pech. Beim 0:2 des FC Bayern verletzten sich der nach langer Verletzung erst zurückgekehrte Tarek Buchmann und Steve Breitkreuz schwer.
München – Die Sorgen waren Holger Seitz ein bisschen anzusehen. Als er am Samstag nach dem 0:2 im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers vor die Presse trat, beschäftigten den U23-Trainer des FC Bayern vor allem die Verletzungssorgen in der Innenverteidigung.
Der elffache Junioren-Nationalspieler Paul Scholl meldete sich am Freitag mit der Diagnose doppelter Bänderriss im Sprunggelenk ab, erklärte Seitz das Fehlen des 18-Jährigen im Kader. In den ersten 22 Minuten kam es dann nochmal knüppeldick für den Nachwuchs von der Säbener Straße.
Die Elf von Martin Lanig ging nach fünf Minuten zunächst durch Fabian Wessig mit 1:0 in Führung. Sieben Minuten später folgte der nächste Tiefschlag. Steve Breitkreuz blieb nach einem harmlos aussehenden Zweikampf an der Mittellinie liegen. Nach minutenlanger Unterbrechung kam sogar das Rote Kreuz auf das Feld und wenig später musste der Kapitän vom Platz getragen werden.
Doch damit nicht genug. Kaum war die Partie wieder angepfiffen, saß auf einmal Tarek Buchmann auf dem Rasen. Eine Woche nach seinem Comeback nach 540-tägiger Verletzungspause und einen Tag nach seinem 20. Geburtstag musste der Innenverteidiger den nächsten Rückschlag hinnehmen.
„Bei Steve Breitkreuz ist es das Knie und bei Tarek Buchmann die Schulter.“
Holger Seitz, Trainer des FC Bayern München II.
„Bei Steve Breitkreuz ist es das Knie und bei Tarek Buchmann die Schulter. Da müssten wir jetzt schauen, was am Ende dabei rauskommt“, sagte Seitz niedergeschlagen und rang danach teilweise nach Worten. „Die zwei Verletzungen von Steve Breikreutz als Stabilisator der Mannschaft und dann anschließend Tarek Buchmann... das sind schon zwei Eckpfeiler in so einem Konstrukt wie heute. Und wenn die dann mit so schweren Verletzungen wegbrechen, hat man gesehen, was das bei so einer jungen Mannschaft auch auslösen kann.“
Schon in der Halbzeit, als sich auch Sportdirektor Christoph Freund und Campus-Boss Jochen Sauer in den Katakomben aufwärmten, befürchteten die beiden Führungskräfte eine schlimmere Verletzung beim gerade wieder genesenen Top-Talent und ärgerten sich über dessen Pech. Die genau Diagnose beim ehemaligen U19-Nationalspieler steht ebenso wie bei Breitkreuz noch aus. Vergangene Woche lief Buchmann nach Absprache mit der Profiabteilung 45 Minuten auf. Heute war sein Einsatz leider schon nach 22 Minuten beendet. (jb)