
Die Saison geht zu Ende: Der 34. und damit letzte Spieltag in der Regionalliga Bayern steht an. Schweinfurt 05 steht bekanntlich bereist als Meister fest. Am Freitagabend im abschließenden Heimspiel gegen den FC Augsburg II wird noch einmal richtig Partystimmung aufkommen, wenn die Schnüdel die Meisterschale überreicht bekommen. Spannung herrscht noch im Kampf um den direkten Klassenerhalt. Wer packt es - und wer muss den Gang in die Relegation antreten. Nach dem viel kritisierten Nichtantritt von Türkgücü München wird die Viktoria aus Aschaffenburg drei Punkte am grünen Tisch erhalten. Und nach dem gestrigen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Nürnberg ist klar, dass das Tabellenbild auf den letzten Metern nicht noch gravierend ändern wird. Heißt: Der TSV Aubstadt (zu Gast beim FC Eintracht Bamberg) und der TSV Schwaben Augsburg (empfängt den FC Bayern II) stehen unter Zugzwang. Die Aubstäder haben ein Endspiel vor sich, müssen in Bamberg gewinnen, ansonsten geht`s in die Relegation. Die Schwabenritter brauchen mindestens einen Zähler. Richtig knifflig wird`s dann, wenn alle drei betroffenen Teams auf 40 Punkte kommen. Dann würde zunächst die Tordifferenz herangezogen werden, anschließend wäre dann die Anzahl der mehr geschossenen Tore ausschlaggebend. Und sollte dann noch immer keine Entscheidung gefallen sein, würde der direkte Vergleich herangezogen werden. Nach aktuellem Stand, wenn alle drei Teams auf 40 Punkte kommen würden, müsste Viktoria Aschaffenburg aufgrund der schlechtesten Tordifferenz in die Relegation.
Die Hausherren wollen noch einmal für einen unvergesslichen Abend sorgen in der langen Schweinfurter Fußballhistorie. "Die Rahmenbedingungen sind mit einem tollen Programm inklusive Übergabe der Meisterschale perfekt. Es steht einem schönen Fußballabend nichts im Weg, zumal ich ein flottes Spiel erwarte, weil beide Teams während der Saison gezeigt haben, dass sie mit Überzeugung und Power nach vorne spielen wollen", so Schweinfurts Meistertrainer Victor Kleinhenz, der freilich wieder ordentlich durchrotieren und einigen Stammspielern nach einer kräftezehrenden Spielzeit eine Pause gönnen wird. Die Partie wird auch im Zeichen des Abschieds stehen. Nicht alle Spieler werden aller Voraussicht nach den Weg in die 3. Liga mitgehen können. Zudem sagt der Sportliche Leiter Andreas Brendler Servus. Der 38-Jährige ist beruflich in Vollzeit als Lehrer beschäftigt und Familienvater. Eine Dreifachbelastung mit Aufgaben beim künftigen Drittligisten kann er einfach nicht mehr stemmen.