
Der Straubinger Philipp Hilmer schlägt in Kürze ein neues, spannendes Kapitel in seiner Laufbahn auf. Derzeit noch als Co-Trainer beim Drittligisten 1. FC Schweinfurt 05 tätig, wird der 29-Jährige ab Juni Chefanalyst in den USA bei Atlético Dallas, wo der Niederbayer einen Vertrag über zweieinhalb Jahre unterschrieben hat. Der Klub aus Texas wurde 2024 aus der Taufe gehoben und wird von Anfang 2027 an in der "USL Championship", was der zweiten Ligaebene in den Staaten entspricht, an der Start gehen.
"Für mich ist das ein sehr bewusster nächster Schritt. Ich bekomme die Möglichkeit, bei einem professionellen Klub einen kompletten Bereich zu verantworten und langfristige sportliche Prozesse aktiv mitzugestalten. Die Kombination aus sportlicher Verantwortung internationalem Umfeld und der Dynamik einer Metropole wie Dallas macht diese Aufgabe besonders reizvoll", erklärt Hilmer im Gespräch mit FuPa.
In Dallas warten mannigfaltige Aufgaben auf Hilmer: Er wird den gesamten Analysebereich verantworten und federführend aufbauen. Dabei umfasst seine Tätigkeit die komplette sportliche Analysearbeit, von der strukturierten Gegner- und Spielvorbereitung über taktische Detailanalysen und Matchpläne bis hin zur Spielnachbereitung. Als Trainer bei den Texanern wird übrigens Peter Luccin fungieren. Der Franzose war in seiner aktiven Zeit unter anderem für solch klangvolle Namen wie Olympique Marseille, Paris St. Germain oder Atlético Madrid am Ball. Ebenfalls bemerkenswert: Atlético Dallas wird seine Heimspiele in einer absoluten Kultstätte des US-Sports austragen, nämlich in der über 90.000 Zuschauer fassenden Riesenschüssel "Cotton Bowl Stadium".

Gebürtig stammt Philipp Hilmer aus Radldorf unweit von Straubing. Bei seinem Heimatverein SV Perkam kickte er in der Kreisliga und in der Kreisklasse, ehe die SpVgg Hankofen-Hailing den Blondschopf an den Reißinger Bach lockte, wo er in der Bayernliga durchaus auch auf sich aufmerksam machen konnte. Nach Stationen beim SV Donaustauf, bei der DJK SB Straubing und beim VfB Straubing beendete er bereits mit 26 Jahren seine Karriere im bayerischen Amateurfußball und vollzog einen Perspektivwechsel. Die Bereiche Coaching, Spielanalyse und Scouting hatten es ihm besonders angetan. Mit viel Akribie verfolgte er sein großes Ziel, dadurch Teil des professionellen Fußballs zu werden.
