2026-02-20T12:29:42.904Z

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Schweinfurt ade: Straubinger Philipp Hilmer als Chefanalyst in die USA

Der 29-Jährige, derzeit noch als Co-Trainer beim Drittliga-Schlusslicht aktiv, heuert bei Atlético Dallas an +++ Vertrag läuft über zweieinhalb Jahre

von Mathias Willmerdinger · Heute, 07:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Der Straubinger Philipp Hilmer schlägt in Kürze ein neues, spannendes Kapitel in seiner Laufbahn auf. Derzeit noch als Co-Trainer beim Drittligisten 1. FC Schweinfurt 05 tätig, wird der 29-Jährige ab Juni Chefanalyst in den USA bei Atlético Dallas, wo der Niederbayer einen Vertrag über zweieinhalb Jahre unterschrieben hat. Der Klub aus Texas wurde 2024 aus der Taufe gehoben und wird von Anfang 2027 an in der "USL Championship", was der zweiten Ligaebene in den Staaten entspricht, an der Start gehen.

"Für mich ist das ein sehr bewusster nächster Schritt. Ich bekomme die Möglichkeit, bei einem professionellen Klub einen kompletten Bereich zu verantworten und langfristige sportliche Prozesse aktiv mitzugestalten. Die Kombination aus sportlicher Verantwortung internationalem Umfeld und der Dynamik einer Metropole wie Dallas macht diese Aufgabe besonders reizvoll", erklärt Hilmer im Gespräch mit FuPa.

In Dallas warten mannigfaltige Aufgaben auf Hilmer: Er wird den gesamten Analysebereich verantworten und federführend aufbauen. Dabei umfasst seine Tätigkeit die komplette sportliche Analysearbeit, von der strukturierten Gegner- und Spielvorbereitung über taktische Detailanalysen und Matchpläne bis hin zur Spielnachbereitung. Als Trainer bei den Texanern wird übrigens Peter Luccin fungieren. Der Franzose war in seiner aktiven Zeit unter anderem für solch klangvolle Namen wie Olympique Marseille, Paris St. Germain oder Atlético Madrid am Ball. Ebenfalls bemerkenswert: Atlético Dallas wird seine Heimspiele in einer absoluten Kultstätte des US-Sports austragen, nämlich in der über 90.000 Zuschauer fassenden Riesenschüssel "Cotton Bowl Stadium".

Philipp Hilmer im Trikot seines Heimatvereins SV Perkam, der aktuell in der Kreisliga Straubing spielt.
Philipp Hilmer im Trikot seines Heimatvereins SV Perkam, der aktuell in der Kreisliga Straubing spielt. – Foto: Maximilian Stahl

Gebürtig stammt Philipp Hilmer aus Radldorf unweit von Straubing. Bei seinem Heimatverein SV Perkam kickte er in der Kreisliga und in der Kreisklasse, ehe die SpVgg Hankofen-Hailing den Blondschopf an den Reißinger Bach lockte, wo er in der Bayernliga durchaus auch auf sich aufmerksam machen konnte. Nach Stationen beim SV Donaustauf, bei der DJK SB Straubing und beim VfB Straubing beendete er bereits mit 26 Jahren seine Karriere im bayerischen Amateurfußball und vollzog einen Perspektivwechsel. Die Bereiche Coaching, Spielanalyse und Scouting hatten es ihm besonders angetan. Mit viel Akribie verfolgte er sein großes Ziel, dadurch Teil des professionellen Fußballs zu werden.

Philipp Hilmer (re.) in Diensten der Nationalmannschaft Liechtensteins.
Philipp Hilmer (re.) in Diensten der Nationalmannschaft Liechtensteins. – Foto: Privat/LFV


Mit heute 29 Jahren kann er bereits auf erstaunliche wie umfassende Erfahrung aus dem deutschen Profifußball verweisen. Nach Stationen in der Spielanalyse unter anderem beim FC Bayern München sowie im internationalen Kontext bei der Nationalmannschaft von Liechtenstein ist er derzeit Co-Trainer in der 3. Liga bei Schweinfurt 05 unter Jermaine Jones, der nach der Entlassung von Victor Kleinhenz bei den Unterfranken übernommen hat. Sportlich erlebt Hilmer mit den Schnüdeln eine enttäuschende Saison. Der FC 05 steht abgeschlagen am Tabellenende und wird aller Voraussicht nach direkt wieder in die Regionalliga zurückkehren.

Mit dem Abschied aus Schweinfurt und dem Beginn seiner Tätigkeit im Juni in Dallas übernimmt Hilmer erstmals eine leitende Funktion im Analysebereich auf internationaler Ebene.