Am Ende wurde es ein Platz im Mittelfeld: Nach einer herausragenden Hinrunde gelangen der U19 des JFV A/O/B/H/H in der Rückrunde der Regionalliga nur noch vier Siege. Das Team von Trainer Olaf Lakämper rutschte auf den siebten Tabellenrang ab.
Zu Beginn des Jahres schien noch alles möglich zu sein, selbst der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse war nicht ausgeschlossen. Doch dafür hätte der JFV schon eine ganz bemerkenswerte Rückrunde spielen müssen. Davon war das Team aber leider weit entfernt.
Doch der Reihe nach: Die Hinrunde verlief - man kann es nicht anders sagen - vielversprechend, ja herausragend für das Lakämper-Team. Auf Rang drei lag die Elf aus dem Elbe-Weser Dreieck nach den ersten 13 Spielen - punktgleich mit dem Tabellenzweiten Niendorfer TSV. Und die Mannschaft hat in dieser Vorrunde einige ganz beachtenswerte Partien abgeliefert, unter anderem gleich zu Beginn der Saison den späteren Vizemeister Eimsbütteler TV mit 4:1 geschlagen (Tore Lennard Schnurpfeil, Finn Wendler, Luis Kreidt und Mika Herrmann). Ende Oktober war dann der starke Niendorfer TSV an der Reihe. Mit 3:1 bezwang der JFV diesen damals noch direkten Konkurrenten um die Spitzenplätze.
Es war eine begeisternde Hinrunde. „Wir haben wirklich tolle Spiele abgeliefert - gerade auch gegen den Eimsbütteler TV und Niendorf“, so Trainer Olaf Lakämper.
Aber dann kam der Winter, und alles war nicht mehr so schön und vielversprechend. Der Kader schrumpfte. Wichtige Akteure verletzten sich, fielen wochen- oder sogar monatelang aus, andere verließen den Verein. „Das kam alles für uns zum ungünstigsten Zeitpunkt. Das war schon eine große Enttäuschung“, so Olaf Lakämper, der im Vergleich zur Hinrunde zwischenzeitlich gleich auf elf Spieler verzichten musste. Nicht nur die Qualität, sondern auch die Breite des Kaders litt darunter. Die Abgänge und Ausfälle konnte der JFV-Kader nur noch in vereinzelten Spielen kompensieren.
Dementsprechend schlecht fielen auch die Ergebnisse aus. In der Rückrunde gelangen der Lakämper-Elf in 13 Spielen nur noch vier Siege, die anderen neun Partien gingen verloren. Der JFV rutschte in der Tabelle ab, beendete aber die Saison immerhin noch auf einem ordentlichen siebten Rang.
„Was mich positiv stimmt, war in der Rückrunde die Entwicklung einiger Spieler des jüngeren Jahrgangs, die sich Stammplätze erkämpft haben“, so Lakämper, der die Leistung einiger Talente in der abgelaufenen Saison hervorhebt.
„Finn Wendler hat bewiesen, dass er auch auf Regionalliga-Niveau zu den besten Stürmern zählt, Phillip Wilkens, Jonas Lüdemann und Kevin Müller haben gezeigt, dass sie die Mannschaft prägen können, und Tjade Motzkus hat jede Spielminute in dieser Saison bestritten, hat der Defensive schon Stabilität geben können.“