2024-05-17T14:19:24.476Z

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TSV Schott Mainz muss im Pokal-Halbfinale zum SV Hermersberg.
TSV Schott Mainz muss im Pokal-Halbfinale zum SV Hermersberg. – Foto: Kevin Kieweg (Archiv)

Schott Mainz: Erst Hermersberg, dann Titel-Hattrick?

TSV will auf dem Weg ins Pokal-Endspiel im Halbfinale der Favoritenrolle gerecht werden

Mainz. Der Hattrick ist das Ziel. In den beiden vorigen Spielzeiten hat der TSV Schott Mainz den Verbandspokal gewonnen. Auf das 3:0 gegen den FK Pirmasens folgte das DFB-Pokal-Spiel gegen Zweitligist Hannover 96 (0:3). Und dann auf das dramatische 5:4 nach Elfmeterschießen gegen Wormatia Worms das ultimative Highlight gegen den BVB (1:6). Klar, dass der Hunger nach einem dritten Titelgewinn groß ist. Die vorletzte Hürde heißt im Halbfinale am heutigen Mittwoch, 19.30 Uhr, SV Hermersberg.

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Pokal-Sieg könnte verkorkste Saison retten

Die Pfälzer, die in der Verbandsliga im Abstiegskampf stecken, wurden mehrmals beobachtet. „Wir nehmen den Gegner sehr, sehr ernst“, betont TSV-Trainer Samuel Horozovic, der seine Eins-A-Formation stellen wird. „Der Pokal steht jetzt über allem.“ Nur ein Erfolg samt neuerlichem Einzug in den lukrativen DFB-Pokal kann diese verkorkste Saison des Regionalliga-Letzten noch retten. Im Laufe der zweiten Halbzeit der jüngsten 1:6-Klatsche in Offenbach nahm Horozovic schon mit Blick auf das Pokalspiel Wechsel vor, schonte wichtige Offensiv-Akteure, verschafften Startelf-Kandidat Etienne Portmann Spielpraxis. Auch nach zwei Pokalsiegen wird die Gier nicht geringer, davon ist Horozovic überzeugt. Bei ihm selbst sowieso nicht, die beiden bisherigen Titel holten seine Vorgänger Sascha Meeth und Aydin Ay. „Und wer beim Dortmund-Spiel dabei war, will das unbedingt ein zweites Mal erleben“, betont der 26-Jährige. Für den Verein bietet die Teilnahme am im TV übertragenen „Finaltag der Amateure“ mehr Renommee und Strahlkraft. Und die beiden DFB-Pokal-Teilnahmen ermöglichten einiges an Investitionen in die Infrastruktur. Heißt: Die vermeintliche Pflichtaufgabe in der Pfalz hat auf allen Ebenen Priorität.

Mit Selbstbewusstsein zum Auswärtsspiel

Starke Standards, mannschaftliche Geschlossenheit und einige gute Individualisten haben Horozovic und der Schott-Staff bei den Gegnerbeobachtungen ausgemacht. Auffälligster Akteur ist der 171-fache Regionalligaspieler Patrick Freyer (35). Zugute kommt dem TSV, dass mangels Flutlicht am Naturgeläuf auf einem großen Kunstrasen gespielt wird. Hermersberg ist Letzter der Fairplay-Tabelle, Horozovic rechnet mit einem dem Anlass gemäßen Umfeld. Aber: „Als Titelverteidiger und Regionalligist musst du gewinnen, das ist Fakt. Es wird keine einfache Aufgabe, aber wir fahren mit dem Selbstbewusstsein hin, sie zu schlagen.“



Aufrufe: 013.3.2024, 12:27 Uhr
Torben SchröderAutor