Richtig bitter sei die Niederlage, meinte Oberweikertshofens Trainer Florian Hönisch nach dem 1:3 beim Aufsteiger TSV Wertingen am Samstagnachmittag tief enttäuscht.
„Die Niederlage schmerzt schon sehr“, so Hönisch, der mit der Mannschaft mit dem festen Vorsatz beim Kellerkind aufgekreuzt war, um nach 90 Minuten drei Punkte mitzunehmen. Nach der sechsten Saisonniederlage rutschte der Dorfverein auf den zehnten Tabellenplatz ab.
Mit einem Blitztor in der ersten Minute durch Matija Radonjic schien die Begegnung zunächst auch den gewünschten Verlauf für den Tabellenneunten aus dem Brucker Landkreis zu nehmen. „Die erste Halbzeitz war stark gespielt von uns“, fiel auch das Urteil von SCO-Vizepräsident Robert Scheidler zur Halbzeitpause aus. Eine höhere Führung wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus drin gewesen, spielte Scheidler auf die Szene an, als Valentin Hüber am Pfosten des Wertinger Tores gescheitert war.
Man habe zwar einige ordentliche Angriffe starten können, meinte Hönisch zum Verlauf der ersten 45 Minuten, aber ein wirkliches Chancen-Feuerwerk habe man dabei nicht zünden können. „Auf dem Kunstrasen müssen die Pässe sehr sauber kommen, sonst wird es sehr schwer“, so Hönisch.
Nach dem Seitenwechsel habe die Mannschaft definitiv zu wenig getan, um den knappen Vorsprung auszubauen, berichtete Scheidler. „Wenn man so früh in Führung geht, darf man das Spiel nicht mehr aus der Hand geben“, meinte auch Weikertshofens mitspielender neuer Fußballabteilungsleiter Dominik Widemann.
Spätestens nach dem 1:1 Ausgleich durch einen abgefälschten Schuss von Christoph Müller (61.) sei bei Weikertshofen nach vorne so gut wie nichts mehr gelaufen, so Widemann. Mit einem Traumfreistoßtor aus gut 20 Metern von Marco Gerold (78.) geriet der SCO dann endgültig auf die Verliererstraße. „Wir haben zwar die Qualität, nochmals zurückzukommen, aber als dann Wertingens Maximilian Fischer (81.) kurz darauf das 3:1 machte, war das Spiel entschieden“, war auch Widemann enttäuscht.
Hatten die 145 Zuschauer im Wertinger Stadion anfangs einen souverän aufspielenden Gast erlebt, so zeigte die Hönisch-Elf im zweiten Durchgang ihr zweites Gesicht. „Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gegangen, hatten zu viel Abstand zum Gegner und letztlich haben wir auch keine wirklich großen Torchancen mehr kreieren können“, musste Hönisch feststellen. „Am Ende war es eine verdiente Niederlage für uns“, so der Weikertshofener Chefcoach. „Die gilt es nun aufzuarbeiten, um das schwere Auswärtsspiel am kommenden Samstag beim Tabellenvierten FC Kempten erfolgreich zu überstehen.“