2026-01-15T09:41:53.693Z

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Der SC Unterbach träumt vom Aufstieg.
Der SC Unterbach träumt vom Aufstieg. – Foto: Alexander Biehler

SC Unterbach arbeitet mit Coach Axel Bellinghausen am Aufstiegstraum

Weil es in der Hinrunde personell eng wird, verstärkt die Vereinsführung die Mannschaft in der Winterpause für die am 1. Februar beginnende Rückrunde.

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Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Mit 41 Punkten und zwei Zählern mehr als der ärgste Verfolger Sportfreunde Gerresheim, führt der SC Unterbach nach der Hinrunde das Feld in der Kreisliga A Düsseldorf an. Gleichwohl hätte der Vorsprung auch deutlicher ausfallen können, denn während Gerresheim am letzten Spieltag im Dezember 2:0 gegen den KSC Tesla 07 siegte, kassierte der Klassenprimus eine unnötige 1:2-Heimniederlage gegen den bis dahin auf Rang neun notierten SC Schwarz-Weiß 06 Düsseldorf.

„Eine vermeidbare Niederlage. Das zeigt aber auch die Ausgeglichenheit der Liga. Andererseits haben wir selbst zuvor einige enge Spiele für uns entschieden. Es ist im oberen Tabellendrittel angesichts der starken Konkurrenz wie Sportfreunde Gerresheim, VfL Benrath oder Türkgücü Ratingen ohnehin noch nichts entschieden. Wir dominieren nicht die Liga, aber wir stehen zur Halbzeit zu Recht ganz oben. Das zählt“, betont Thomas Schulzky. Der Chef der SCU-Fußballer sagt auch: „Wir spielen bisher eine erfolgreiche Saison, wissen aber auch, dass es noch Steigerungspotenzial gibt. Wenn es mal spielerisch nicht hundertprozentig läuft, müssen wir einfach noch konsequenter zur Sache gehen. Entscheidend ist aber, dass im Kader fußballerisch wie auch charakterlich alles intakt ist und wir die Qualität haben, um auch in der Rückrunde weiterhin ganz vorne mitzumischen.“

Logisch, denn wer als „Herbstmeister“ oben steht, wird bei der Endabrechnung kaum mit Rang zwei oder drei zufrieden sein. Dass weiterhin konsequent an der Zielsetzung „Aufstieg“ gearbeitet wird, dafür sorgen nicht nur das kickende Personal, sondern neben Chefcoach Axel Bellinghausen auch dessen Co-Trainer Sven Flader und Torhüter-Trainer Alen Batarilo. Bloß nicht nachlassen, heißt demnach die Devise, die sie alle am Niermannsweg verinnerlicht haben.

Gezielte Verpflichtungen sollen weiterhelfen

Selbst durch Verletzungspech lässt sich das Team um Kapitän Jannik Behrens nicht aus der Spur bringen. Der Kader ist ausgeglichen besetzt, kompensiert auch langfristige Ausfälle wie die von Lewis Brempong (33) und Pascal Thomassen (27). Die erfahrenen Mittelfeldstrategen mussten bereits nach wenigen Spieltagen verletzungsbedingt passen, werden wohl bis zum Saisonende nicht mehr aktiv eingreifen. Ein Verlust nicht nur auf dem Spielfeld, sondern, weil beide als Führungsspieler gelten, auch in der Kabine. Dazu meldeten sich schon zu Saisonbeginn mit dem zum Landesligisten TSV Solingen gewechselten Jan Tkacik, Younes Balkaa (SF Gerresheim) und Thomas Paschek drei Spieler ab.

Die Vorstandetage reagierte. Mit dem in den Nachwuchsleistungzentren von Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf ausgebildeten Maurice Stocker (27) kommt ein Mittelfeldspieler von TuS Gerresheim, der vergangene Saison 26 Spiele für den Bezirksligaabsteiger absolvierte. Tolga Ceylan (19) lief zuletzt für die Landesliga-Reserve des VfB 03 Hilden auf. Der ebenfalls 19-jährige Niko Seifert spielte vor einem Jahr noch für die Unterbacher A-Junioren und Tamer Sürmeli (31) für Türkgücü Ratingen. Dazu kehrt Rachid Adda (30) von Hilden 05/06 zurück.

„Diese Verpflichtungen waren auch nötig, weil uns in der ersten Serie zwischenzeitlich nur noch 13, 14 Spieler zur Verfügung standen. Die Jungs, die rein kamen, überzeugten zwar mit guten Leistungen, andererseits braucht der Trainer natürlich auch Optionen von der Bank. Gerade jetzt in der Rückrunde“, betont Dimitrios Thoidis. Der Sportliche Leiter macht auch klar: „Wir haben nicht jeden Sonntag spielerisch überzeugt, aber mit Behauptungswille und Mentalität manches knappe Spiel noch für uns entschieden. Auch das ist ein Zeichen für Qualität.“

Fokus auf die eigene Stärke

Thoidis, als Coach vergangene Saison mit dem SCU auf Rang vier gelandet, denkt da beispielsweise an den 2:1-Erfolg am 16. November im Topspiel gegen Sportfreunde Gerresheim. Die Mannschaft habe sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt, so Bellinghausen. Der 42-jährige Ex-Profi räumt indes ein: „Offensiv geht manches von allein, aber auch die Wege nach hinten müssen gemacht werden. Genauso können wir auch im Pressing noch zulegen. Aber die Spieler sind lernwillig, mit ganzem Herzen dabei und machen es uns Trainern damit auch leicht.“

Das erste Etappenziel ist also erreicht. Mehr aber auch nicht. Die nächsten Schritte sollen in der Rückrunde folgen, die am 1. Februar mit dem Heimspiel gegen TuSA 06 startet. Für Anton Böhme ist das noch zu früh. Der 20-jährige Offensivspieler aus dem eigenen Nachwuchs, der sich in der letzten Partie der vergangenen Saison einen Kreuzbandriss zuzog, arbeitet derzeit intensiv an seinem Comeback. „Wir hoffen, dass der Kader von weiteren Verletzungen verschont bleibt. Pascal und Lewis hatten in der Hinrunde schon Pech genug. Selbst wenn unsere Konkurrenten, wie die Sportfreunde mit dem Torjäger von Sparta Bilk, Marco Meyer, in der Winterpause personell mächtig zugelegt haben, wir schauen nur auf uns. Die Trainer gehen engagiert voran, die Jungs ziehen mit und haben alle den Ehrgeiz, am Saisonende ganz oben zu stehen“, so Dimi Thoidis.

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Aufrufe: 018.1.2026, 21:00 Uhr
RP / Elmar RumpAutor