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SC St. Tönis will seine Grotenburg-Serie ausbauen

Am Sonntag tritt das Oberliga-Team von Bekim Kastrati beim Krefelder Nachbarn an, der zuletzt strauchelte. Nicht nur deshalb glauben die SC-Verantwortlichen an ihre Chance im Lokalduell. Denn auch die Personalsituation ist ungewöhnlich gut.

von RP / Uwe Worringer · 07.03.2026, 10:00 Uhr · 0 Leser
Bekim Kastrati geht entspannt in das anstehende Derby gegen den KFC Uerdingen.
Bekim Kastrati geht entspannt in das anstehende Derby gegen den KFC Uerdingen. – Foto: Jens Terhardt

Die Punkteteilung gegen BW Dingden war beim SC St. Tönis in der abgelaufenen Trainingswoche schnell abgehakt. Lediglich der Platzverweis gegen Simon Sell trieb Trainer Bekim Kastrati noch um. Die Rechtmäßigkeit der Entscheidung zweifelte der 46-Jährige dabei nicht an. Vielmehr waren es die drei Spiele Sperre, die Sell nach einem vergleichsweise harmlosen Vergehen aufgebrummt bekam. „Ich stelle mir die Frage für was? Zwei Spiele hätten es auch getan.“ Sell selbst dürfte seine überflüssige Aktion sicherlich noch mehr ärgern, denn der 23-Jährige verbaute sich damit einen möglichen Einsatz im Derby gegen den KFC Uerdingen am Sonntag. Klar ist damit auch, dass Tim Schrick zwischen den Pfosten stehen wird. Als zweiter Keeper sitzt Lucas Nießen auf der Bank. Zudem möchte Kastrati einem Keeper aus der zweiten Mannschaft durch eine Nominierung dazu verhelfen, einmal Derby-Luft zu schnuppern.

Tabellarisch ist ein Favorit nicht auszumachen, wenn der Tabellenvierte den Tabellenfünften empfängt. Nach der KFC-Niederlage gegen Büderich sieht Kastrati allerdings den Gastgeber etwas mehr unter Druck. „Eigentlich muss der KFC gegen uns gewinnen. Wir können das Derby dagegen etwas entspannter angehen.“ In den beiden jüngsten Begegnungen in der Grotenburg konnte der SC die Punkte entführen. Daran würde Kastrati mit seiner Mannschaft gerne anknüpfen: „Dann müssen wir aber ganz anders als im Hinspiel auftreten. Das hatte der KFC klar gewonnen, auch wenn das Ergebnis von 2:1 eine andere Sprache spricht. Er war in allen Belangen besser. Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe vor vielen Zuschauern, auf die wir uns sehr freuen.“

Personelle Optionen sind zahlreich vorhanden

Die vergangenen Ergebnisse sprechen dafür, dass der SC sicher nicht mit dem zu vergleichen ist, was er im Hinspiel, in einer Phase der Verunsicherung, zu leisten vermochte. Die Niederlage gegen Ratingen 04/19 war die einzige Partie, in der sich die Gäste der Überlegenheit des Gegners beugen musste. Einziges Manko in den vergangenen Wochen waren immer wieder kleine Phasen, in denen sich die Kastrati-Elf selbst in Schwierigkeiten brachte. Um im Derby zu bestehen, ist daher eine konstant gute Leistung über 90 und mehr Minuten notwendig.

Im Gegensatz zur Vorwoche hat Kastrati immerhin nicht mehr das Problem schwingenden Personals auf der Sechs. Denn Jannis Nikolaou und Julio Torrens sind nach ihrer Sperre aufgrund der fünften Gelben Karte wieder spielberechtigt. Zwei Personalien, die Kastrati wieder mehr Handlungsspielraum bieten und die dem Gästespiel vor allem in Sachen Stabilität ein Plus verleihen. Auch sonst sieht es personell sehr gut aus. „Das ist ganz selten. Aber wir haben fast alles an Bord“, sagt Kastrati, der lediglich auf den nach wie vor verletzten Kris Pöstges verzichten muss.

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