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Der VfR Krefeld-Fischeln bot dem SC St. Tönis über weite Strecken einen ebenbürtigen Kampf.
Der VfR Krefeld-Fischeln bot dem SC St. Tönis über weite Strecken einen ebenbürtigen Kampf. – Foto: Jens Terhardt

SC St. Tönis gewinnt Pokal-Krimi gegen den VfR Krefeld-Fischeln

Der Oberligist zieht nach einem 6:4 nach Elfmeterschießen gegen einen starken Landesligisten VfR Fischeln in die 3. Runde des Niederrhein-Pokals ein.

Der SC St. Tönis steht in der 3. Runde des Niederrhein-Pokals. Der favorisierte Oberligist benötigte allerdings das Elfmeterschießen, um sich beim VfR Krefeld-Fischeln in einem packenden Pokal-Krimi mit 6:4 durchzusetzen.

VfR ist ein ebenbürtiger Gegner

Nach regulärer Spielzeit hieß es 1:1 (0:1) und nach der Verlängerung 2:2, sodass die Entscheidung vor 200 elektrisierten Zuschauern vom Punkt fallen musste. So groß der Jubel aufseiten der Gäste war, so schwer wog die Enttäuschung beim Landesligisten, der sich aber hoch erhobenen Hauptes aus dem Pokalwettbewerb verabschieden durfte. Denn der Landesliga-Aufsteiger bot dem klassenhöheren Gegner über weite Strecken die Stirn und verlangte dem Oberliga-Spitzenreiter bis in die Verlängerung alles ab.

Ein großes Abtasten gab es auf dem kleinen Kunstrasen nicht und es wurde schnell deutlich, dass der SC seinen Kontrahenten von Beginn an ernst nahm. Daran tat er auch gut, denn der VfR versteckte sich nicht, suchte immer wieder seine Möglichkeiten und hatte seinen Anteil daran, dass kein Klassenunterschied erkennbar war. Ausgenommen die Phasen, in denen die Gäste den besseren Kombinationsfußball boten und so zu erste Gelegenheiten durch Dominik Dohmen kam (8./12.). Ansonsten kam nur dann Gefahr auf, wenn der schnelle und ballsichere Tyler Nkamanyi in Aktion trat, den der VfR nicht in den Griff bekam. Der 20-Jährige legte auch die Halbzeitführung durch Kohei Nakano vor (19.).

Fischeln rettet sich in die Elfer-Lotterie

Durch einen sehenswerten Heber von Niklas Geraets glich der VfR kurz nach der Pause aus (49.) und leitete damit einen offenen Schlagabtausch ein, dessen Ausgang völlig offenblieb. Beide Teams kamen aber nicht zu klaren Abschlüssen, sodass es in die Verlängerung ging, in der die Gäste zunächst dominierten und nach dem 1:2 durch Johann Noubissi Noukoumo (102.) durch schienen, zumal den Grün-Weißen die Kräfte auszugehen drohte. Doch sie rafften sich noch einmal auf und Niklas Geraets glich erneut aus (118.) und hielt die letztlich vergeblichen Hoffnungen am Leben.

„Am Ende haben wir verdient gegen einen guten Gegner gewonnen. Unser Ziel war es, weiter zu kommen. Das haben wir erreicht“, sagte SC-Trainer Bekim Kastrati nach dem Derby. „Einen Klassenunterschied habe ich nicht gesehen“, fand VfR-Coach Ronny Kockel. „Es ist bitter im Elfmeterschießen auszuscheiden, wenn Du Dich zweimal zurück kämpfst.“

Fischeln: Buschen - Rrhamani (71. Heinrich), Pasthy (85. Saiti), Marc Knops - Erice, Werth-Jelitto - Platen (110. Danh Do), Leisten, Kadric (85. Ziemes), J. Geraets - Saraci (46. N. Geraets)

St. Tönis: Sell - Esposito (60. Kamo), Pohlig, Withofs, Baum - Torrens, Dohmen - Suaterna-Florez (116. Fazlija), Mario Knops (65. Galic), Nakano - Nkamanyi (95. Noukoumo)

Aufrufe: 09.9.2024, 12:15 Uhr
RP / Uwe WorringerAutor